
Allianz Sicherheitspreis Genius 2006 an DaimlerChrysler
Der Allianz Sicherheitspreis Genius wurde am 5. April 2006 an die DaimlerChrysler AG für die Entwicklung und Einführung des Bremsassistenten verliehen. Die Allianz verbindet mit dem Preis den Wunsch an die Automobilwirtschaft, ihre Produkte weiter zu optimieren.
Allianz Versicherungs-AG
München/Leipzig, 6. April 2006
München/Leipzig, 6. April 2006
Karl-Walter Gutberlet, Mitglied des Vorstands der Allianz Versicherungs-AG, überreichte Thomas Weber, Vorstandsmitglied der DaimlerChrysler AG, am 5. April 2006 im Rahmen der Auto Mobil International Leipzig den Genius 2006. DaimlerChrysler erhielt die Auszeichnung für die Entwicklung und Einführung des Bremsassistenten. "Mit diesem Preis setzt die Allianz auch ein politisches Signal", so Gutberlet. "Wir wollen damit einen Beitrag leisten zum Ziel der Europäischen Kommission, die Zahl der Verkehrstoten bis 2010 zu halbieren."
Der Bremsassistent (BAS) unterstützt den Fahrer dort, wo er die wohl größten Fehler macht: Beim Bremsen. Die meisten Autofahrer treten in kritischen Situationen nicht mit voller Kraft aufs Pedal und verschenken dabei wertvolle Meter und Sekunden.
Um diese psychische Hemmung technisch zu kompensieren, entwickelte Mercedes den Bremsassistenten und führte ihn vor zehn Jahren als Weltneuheit in der S-Klasse ein: Ein Sensor erkennt an der Schnelligkeit, mit der das Bremspedal getreten wird, den Wunsch nach einer Vollbremsung und baut in Sekundenbruchteilen über den Bremskraftverstärker die maximal mögliche Bremskraft auf. Der Bremsweg verkürzt sich dadurch um bis zu 45 Prozent. Zwischenzeitlich sind die meisten modernen Fahrzeuge mit dem Sicherheitssystem ausgestattet.
Bremsassistent hilft, Unfälle zu vermeiden
"Der Bremsassistent ist ein beeindruckendes Beispiel, wie eine Innovation erfolgreich verbreitet wird und dadurch hilft, Unfälle zu vermeiden", erklärt Dieter Anselm, Geschäftsführer des Bereichs Kraftfahrzeugtechnik des Allianz Zentrums für Technik (AZT).
Das Allianz Zentrum für Technik, Geschäftsbereich Kraftfahrzeugtechnik, erforscht seit 1971 Schadenursachen und Möglichkeiten zur Unfallvermeidung. In den letzten zehn Jahren intensivierte das AZT die Forschung zur Senkung der Schadenhäufigkeit. Dabei steht der Schutz von Menschenleben über dem Schutz von Sachwerten. Vorausschauende Risiko- oder Wirksamkeitsanalysen, insbesondere bei der aktiven Sicherheit, stehen immer häufiger im Mittelpunkt der AZT-Forschungen.

Allianz Sicherheitspreis Genius
Die Allianz Versicherungs-AG vergibt als einziger deutscher Versicherer einen Sicherheitspreis. Mit dieser Ehrung wird eine technische Entwicklung ausgezeichnet, die bereits in der Praxis umgesetzt ist und dazu beiträgt, den Straßenverkehr sicherer zu gestalten und die Schadenhäufigkeit und Unfallschwere nachweisbar und nachhaltig zu reduzieren.
Die Allianz möchte mit dem Genius das Sicherheitsbewusstsein der Verkehrsteilnehmer stärken sowie Fahrzeughersteller motivieren, ihre Produkte zu optimieren und ausgezeichnete Sicherheitssysteme vermehrt in Fahrzeuge einzubauen. Im vergangenen Jahr erhielt die Robert Bosch GmbH den Genius für die Entwicklung und Einführung des Elektronischen Stabilitäts-Programms (ESP).
Der Preis in Form einer Kugel stellt einen Menschen dar, der von vier Meridianen umschlossen wird. Die Kreise symbolisieren eine Schutzzone um den menschlichen Körper. Durch die einem Fahrzeuginsassen nachempfundene Sitzhaltung wird der Bezug zum Auto hergestellt und das Bemühen um die Verbesserung des Schutzes von Mensch und Fahrzeug unterstrichen. Auch die Bezeichnung spiegelt diese Bedeutung wider: Der Name Genius steht nicht nur für einen ideenreichen Menschen, er bezeichnet auch einen römischen Schutzgeist, also einen "Beschützer der Menschen".