Mobilität braucht Sicherheit
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Fahren mit Licht am Tag
Diese Forderung wird
seit Jahren im In- und Ausland diskutiert. Erwartet wird eine Verbesserung der Verkehrssicherheit. Eine Untersuchung im Auftrag des Verkehrs-ministeriums prognostiziert Unfallrückgänge in einer Größenordnung von drei Prozent. Laut den Autoren liegt der Nutzen des Fahrens mit Licht am Tag mindestens um den Faktor 1,6 höher als die zu erwartenden Kosten.
Unterschieden werden muss
das Fahren am Tag mit Abblendlicht vom Fahren mit Tagfahrleuchten. Die genannte Untersuchung empfiehlt die Ausrüstung von Neufahrzeugen mit Tagfahrleuchten, die nach EU-Plänen ab dem Jahr 2011 Pflicht werden. Bereits zugelassene Fahrzeuge sollen am Tag mit Abblendlicht fahren oder mit Taglichtsets, die bereits im Handel erhältlich sind, nachgerüstet werden. Eine "Durchmischung" mit beleuchteten und unbeleuchteten Fahrzeugen soll vermieden werden.
Der Mehrverbrauch
an Kraftstoff ist bei Abblendlicht pro Fahrzeug mit ca. 0,2 Liter pro 100 Kilometer anzusetzen. Der entsprechende Wert für Tagfahrlicht mit Glühlampen liegt bei 0,052 Liter, LED-Tagfahrlicht verbraucht mit 0,02 Literpro 100 Kilometer sogar noch deutlich weniger. Bei den Tagfahr-leuchten sei eine Blendwirkung am Tage nahezu auszuschließen. In der Dämmerung ist die Koppelung mit einem automatischen Schalter sinnvoll.
Viele europäische Länder
haben bereits eine Lichtpflicht am Tag. Doch Vorsicht: Häufig ist die Einschaltung des Abblendlichts vorgeschrieben. Eine ganzjährige Licht-pflicht existiert z. B. in folgenden Ländern: Dänemark, Estland, Finnland, Lettland, Schweden, Slowenien, Kroatien und Norwegen. Nur in den Wintermonaten gilt sie in Litauen, Polen, der Slowakei und in Tschechien. Ganzjährig, aber nur außerorts, muss das Licht in Italien, Ungarn und Portugal eingeschaltet werden. Die Benutzung von Tagfahrleuchten erlauben dies kandinavischen Länder, Frankreich und Italien.
AvD-Rechtsexpertin: Dorothee Lamberty
E-Mail: dorothee.lamberty@avd.de

Quelle: AUTOtests/AvD
 
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