Mobilität braucht Sicherheit
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Oldtimer richtig einmotten
Kalte und feuchte Wintertage
mögen Oldtimer überhaupt nicht, Streusalz und Frost sind Gift für die rund 1,4 Millionen Zeitzeugen mit Saison- oder H-Kennzeichen. Anti-Korrosionstechnik war früher praktisch nicht vorhanden. Die Folge: Feuchte Luft kriecht in Hohlräume und Schweller, bildet Kondenswasser und Rostherde. Aber auch Batterie und Elektrik geraten oft in Not, sobald das Thermometer in den Keller fällt.
Die Lösung lautet:
richtig einmotten. Aber wie? Damit das rollende Kulturgut keinen Schaden nimmt, sollten Oldtimer-Besitzer ihr Auto möglichst trocken und sauber abstellen, im Idealfall in einer belüfteten Scheune oder in einer beheizten Garage. Insbesondere Baumharze, Vogelkot- und Insektenreste können den Lack über lange Zeitdurch ätzen. Steinschlagschäden kann man beim Einmotten gleich mit ausbessern, das schützt vor Rost. Vor dem Einmotten lässt man das Auto gut trocknen, insbesondere Ritzen und Spalten. Auch feuchtes Laub aus dem Bereich des Scheibenwischer-gestänges muss entfernt werden. Wachs schützt die Karosserie. Den Unterbodenschutz sollte man auf der Hebebühne kontrollieren und gegebenenfalls ausbessern.
Auch der Innenraum braucht Pflege:
Fußmatten herausnehmen und den Innenraum auf modrige, feuchte Stellen prüfen. Türgummis lassen sich mit Silikon oder Vaseline pflegen. Nach einer gründlichen Säuberung alle Materialien (Kunststoff, Leder etc.) mit entsprechenden Pflegeprodukten behandeln.
Den gut gemeinten Rat,
den Tankrand voll zu füllen, sieht der AvD skeptisch: Heutige Kraftstoffe sind so aggressiv, dass der Wagen auf Dauer Schaden nehmen kann (Motor, Zuleitungen). Deshalb raten Experten heute, den Tank zu leeren oder nur dann vollzutanken, wenn spezielle Stabilisatoren zugesetzt werden, die die Langzeitkorrosion verhindern.
Wer jetzt noch eine Inspektion macht,
ist auf der sicheren Seite und kann dann im Frühling direkt losfahren.
Oldtimer-Experte: Dieter Ritter
E-Mail: dieter.ritter@allianz.de

Quelle: AUTOtests/AvD
 
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