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Ärger mit dem Punkte-Konto
Der neue Bußgeldkatalog
bringt höhere Bußgelder, verändert aber nicht die Punktebewertung. Die bisherigen Punkteregelungen haben weiterhin Bestand. Und damit bleibt auch klar: Mit Erreichen von 18 Punkten in der Flensburger Verkehrssünderkartei ist der Führerschein für mindestens sechs Monate weg. Aber der Ärger fängt schon viel früher an.
Werden acht Punkte erreicht,
fallen die ersten Kosten an. Für die schriftliche Verwarnung werden Verwaltungsgebühren fällig. Bei 14 bis 17 Punkten müssen Verkehrs-sünder dann schon auf eigene Kosten an einem Aufbauseminar teil-nehmen. Dazu sind Führerscheinneulinge bereits bei einem schwer-wiegenden Verstoß wie beispielsweise einer Geschwindigkeits-überschreitung ab 21 km/h oder zwei geringfügigeren Zuwider-handlungen innerhalb der Probezeit verpflichtet. Bei weiteren Verstößen in der dann um weitere zwei Jahre verlängerten Probezeit ist sogar die Fahrerlaubnis in Gefahr. Eltern kommen als Begleitpersonen ihrer Sprösslinge beim "Führerschein mit 17" nicht mehr in Frage, wenn sie bereits 3 Punkte auf Ihrem Verkehrssünderkonto haben.
Folgen hat das Punktekonto fürjeden Verkehrssünder:
Bei einschlägigen Voreintragungen darf das Bußgeld angemessen erhöht, je nach Schwere und Anzahl der bisherigen Verfehlungen sogar ein Fahrverbot verhängt werden.
Sinnvoll kann es sein,
aktiv Punkte abzubauen, anstatt die routinemäßige Tilgung abzuwarten. Dies gilt speziell bei einem Kontostand bis zu 8 Punkten. Denn bei freiwilliger Teilnahme an einem Aufbauseminar können 4 Punkte abgebaut werden. Hat der Fahrer zwischen 9 und 13 Punkte, können lediglich noch 2 Punkte reduziert werden. Hat der Betroffene jedoch innerhalb der vergangenen 5 Jahre an einem Aufbauseminar teilgenommen, gilt diese Regelung nicht mehr. Ab 14 Punkten bleibt nur noch die Teilnahme an einer verkehrspsychologischen Beratung, um 2 Punkte abzubauen. Und Achtung: Auch im Ausland und in vielen Nachbarländern gibt es mittlerweile Punktesysteme, die auch auf ausländische Fahrer angewendet werden!
AvD-Rechtsexpertin: Petra Schmucker
E-Mail: petra.schmucker@avd.de

Quelle: AUTOtests/AvD
 
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