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Tipps & Service
Warnsystem für Rettungskräfte
Für die Rettung eines Unfallopfers
zählt jede Sekunde. Umso wichtiger ist es daher, dass die Rettungskräfte unter bestmöglichen Bedingungen im Einsatz sind. Der Automobilclub von Deutschland (AvD) und der Kraftfahrverband Deutscher Ärzte (KVDA) fordern daher gemeinsam ein neues Warnsystem.
Das Unfallrisiko
bei Blaulichtfahrten ist um ein Vielfaches höher als bei einer Alltagsfahrt. Notärzte, Sanitäter, Feuerwehr oder die Polizei bleiben nicht selten auf dem Weg zu einer Unfallstelle im Verkehr stecken. Kreuzungen werden nicht rechtzeitig geräumt, Rettungsgassen zu spät oder falsch gebildet.
Eins spezifisches Warnsystem
könnte - nach Ansicht des AvD und seines Korporativclubs KVDA – diesen Konflikt lösen. Moderne Car2Car-Kommunikationstechnik, mit der Applikation "Emergency Vehicle Approaching", steht dafür bereit, mit Reichweiten von momentan 300 bis 1000 Metern. Die Fahrzeuge müssten mit Empfangsmodulen, mit WLAN und GPS-Einheiten, ausgestattet werden. Dann könnten Einsatzfahrzeuge, die sich mit Blaulicht nähern, auch virtuelle Signale an die Autofahrer im Umkreis senden. Auf deren Display würden entsprechende visuelle Warnmeldungen mit zeitgleichem akustischem Signal die Aufforderung auslösen, eine Rettungsgasse zu bilden.
Aus Sicht der Unfallforscher
im Allianz Zentrum für Technik könnte die Notfallrettung mit einer zielgerichteten, zuverlässigen, nicht ablenkenden Warnung aller Autofahrer stark verbessert werden.
Der AvD und der KVDA appellieren
an Politiker und Autohersteller, schnellstmöglich den Weg für Car2Car-Kommunikationstechnik zu ebnen. Es müssen beispielsweise noch einheitliche technische Standards festgelegt werden. Wichtig wäre, die Einführung europaweit gesetzlich zu verankern. Es gilt, zu prüfen, ob Neuwagen bereits ab 2015 verbindlich mit Car2Car-Empfangs-modulen ausgestattet sein können.
AvD-Experte: Stefan Schlesinger
E-Mail: stefan.schlesinger@avd.de
E-Mail: stefan.schlesinger@avd.de
Quelle: autoTEST/AvD