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Tipps & Service
Zeit für den Wechsel
Die zahlreichen Aufrufe,
unter anderem des AvD, haben sich gelohnt: Immer mehr Autofahrer in Deutschland rüsten ihre Autos im Winter mit Winterreifen aus.
Doch es gibt auch einen Nachteil.
Im vergangenen Jahr haben Studien ergeben, dass zahlreiche Autofahrer bis in den Mai hinein noch mit Winterpneus unterwegs waren. Das geht zulasten der Sicherheit: Winterreifen sind weicher als Sommerreifen, um bei niedrigen Temperaturen gute Haftung zu garantieren; sie verschleißen deshalb bei hohen Temperaturen im Sommer schnell.
Außerdem
sind sie je nach Klasse auf bestimmte Höchstgeschwindigkeiten beschränkt, die in jedem Fall einzuhalten sind – auch im Sommer.
Die Sommerreifen bieten
mit ihren größeren Profilblöcken deutlich mehr Haftung auf trockenem Asphalt und sind mit ihrer härteren Gummimischung bestens für die höheren Temperaturen im Sommer geeignet. Deshalb ist der Wechsel von Winter- auf Sommerreifen ebenso wichtig wie umgekehrt.
Reifen sind Verschleißartikel,
und je nach Fahrstil, Beladung und Straßenverhältnissen werden sie durch die Benutzung verändert – daher lohnt sich beim Wechsel ein aufmerksamer Blick auf die Laufflächen der Winterreifen. Weisen die Reifen weniger als 4 mm Mindestprofiltiefeauf, sollten sie ausgemustert werden. Sind die Reifenschultern einseitig abgefahren, zeigt dies Fehler bei der Achsgeometrie an, welche bei wiederholtem Parken auf Gehwegen entstehen können, wenn zu hohe Bordsteine zubewältigen sind. Abplattungen rund um die Lauffläche können Folgen defekter Stoßdämpfer sein.
Ungewöhnlichen
Verschleißerscheinungen sollte daher stets nachgegangen werden, sodass mögliche Mängel am Fahrzeug schon vor dem Aufziehen der Sommerreifen behoben sind.
AvD-Expertin: Karen Rhode
E-Mail: karen.rhode@avd.de
E-Mail: karen.rhode@avd.de
Quelle: AUTOtests/AvD