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Mobilität braucht Sicherheit
Ford Fiesta

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Neuvorstellung
Ford Fiesta

Jetzt geht die Party richtig los

Ford ist stolz. Ab Mai wird die 25-jährige Modellgeschichte des Fiesta mit einem komplett neu entwickelten Modell fortgesetzt. Zeitgemäß und verlässlich soll er sein - und natürlich auch viel Fahrvergnügen bereiten. Hohe Ansprüche, denen auch der brandneue 1,4-Liter-TDCi-Turbodiesel genügen muss.

Ein Typ mit Ecken und Kanten

Das von Focus und Mondeo bekannte New-Edge-Design - ein Wechselspiel von Rundungen und scharfen Kanten - prägt auch den neuen Fiesta. Allerdings in abgeschwächter Form. Ford will dieses Jahr in Deutschland noch 45.000 neue Fiesta an den Mann bringen - oder besser gesagt: an die Frau. Nach Einschätzung der Marketing-Strategen ist die künftige Käuferschaft zu über sechzig Prozent weiblich. Vielleicht ist die Optik ja deshalb vom Kindchenschema geprägt: Kulleraugen, freundliches Kühlergrinsen und kurze Stupsnase kennzeichnen die Front.

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Für Einkaufstouren gut gerüstet

Den neuen Fiesta kennen zu lernen heißt umdenken. Bei 3,92 Meter Länge kann kaum mehr von Kleinwagen gesprochen werden. Für dieses Segment ist inzwischen der Ka zuständig. Im Fiesta finden dagegen vier Personen bequem Platz, notfalls passen auch fünf Passagiere an Bord. Hohe Sitzposition mit guter Rundumsicht und viel Knieraum hinten zeichnen den kleinen Kölner aus, der bei Bedarf gewaltige Gepäckstücke schluckt. Die Legende will es, dass sich die Ford-Ingenieure entsprechende Kartons bei einem bekannten schwedischen Möbelhaus besorgten und den Fiesta alltagstauglich quasi drum herum konstruierten. In Zahlen ausgedrückt: das Kofferraumvolumen lässt sich von 284 bis maximal 1.230 Liter erweitern.

Fast perfekte Ergonomie

Wer zum ersten mal im Fiesta Platz nimmt, wird die großen Schalter und Knöpfe dankbar zur Kenntnis nehmen - logischer und bequemer lässt sich ein Auto kaum bedienen. Das Streben nach perfekter Ergonomie zeigt sich auch an dem um zehn Zentimeter nach oben verlängerten Schalthebel - ohne Eingewöhnung findet ihn die Hand mit traumwandlerischer Sicherheit. Um so mehr erstaunen einige Detailschwächen: Der Kupplungsfuß tastet vergeblich nach einer Stütze zum entspannten Ausruhen, die Sitzfläche der Rückbank ist nicht geteilt umklappbar, die Schalter der Sitzheizung verstecken sich unten am Polstergestell und es fehlen Haltegriffe am Dachhimmel. Sie wurden den optional erhältlichen Kopf-Schulter-Airbags vorn und hinten geopfert. Immerhin ein Sicherheitsextra, das selbst in Automobilen der Mittelklasse nicht oft zu finden ist und zudem mit einem Aufschlag von 200 Euro erfreulich wenig kostet.

Kleiner flotter Spardiesel

Ohne Aufpreis gibt es in jedem Fiesta ABS, vier Airbags und Gurtstraffer vorne sowie 3-Punkt-Gurte auf allen Plätzen. Das gilt auch für die getestete Version mit dem neuen Common-Rail-Turbodiesel. Schon kurz nach dem Kaltstart zeigt das gemeinsam mit Peugeot entwickelte 1,4-Liter Triebwerk vorbildliche Manieren - das dumpfe Summen aus dem Motorraum könnte auch von einem Benziner stammen. Angesichts von 1,2 Tonnen Leergewicht lassen sich die 68 PS (50 kW) als durchaus spritzig bezeichnen. Besonders im Stadtverkehr und auf der Landstraße kommt das maximale Drehmoment von 160 Nm bei 2000 Umdrehungen gut zur Geltung. So geht es in respektablen 14,6 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. Bei Autobahnsteigungen kann der kleine TDCi die Höchstgeschwindigkeit von 164 km/h allerdings nicht halten. Bei einem Normverbrauch von 4,3 Liter sei dies jedoch gern verziehen.

Fix im Kurvengeschlängel

Besonders die junge Kundschaft wird sich über das Kurven-Kleber-Fahrwerk freuen. Auch ohne das zunächst nicht erhältliche Stabilitätsprogramm ESP verdient es das Prädikat "narrensicher". Dennoch wirkt die straff abgestimmte Federung nicht unkomfortabel. Und selbst bei hastigem Gaswegnehmen in zu forsch angesteuerten Kurven zuckt das Heck nur wenig zur Seite. Ein beruhigendes Gefühl vermittelt auch die exakte und sehr direkt ausgelegte Servolenkung. Und das serienmäßige Lederlenkrad ist ein echter Spaßfaktor. Zudem erweist sich der kleine Ford in der Stadt mit einem Wendekreis von 9,8 Metern als handlicher Geselle.

Auch wenn der Fiesta erst Anfang Mai ausgeliefert wird, ist die Produktion bereits angelaufen. Und wer schon jetzt einen Kaufvertrag unterschreibt, kommt in den Genuss der First Edition mit jeder Menge Extras - ohne Aufpreis. Danach kostet der sportlich angehauchte Fiesta 1,4 TDCi Trend mit fünf Türen 14.690 Euro. Der günstigere Dreitürer folgt im Spätsommer.

(01/02) mototype, Holger Schilp

Allianz Autowelt Datenblatt

Fahrzeug

Ford Fiesta

Motor

1.399 ccm, 4 Zylinder, Reihe

Leistung

50 kW (68 PS)

Drehmoment

160 Nm bei 2.000 U/min

Fahrleistungen

164 km/h, 0-100 km/h in 14,9 s

Verbrauch

4,3 Liter Diesel/100 km

Schadstoffnorm

Euro 3

Gewicht/Zuladung

1.137 kg leer, 433 kg Zuladung

Abmessungen

3.916 x 1.683 x 1.463 (LxBxH)

Kofferraum

284 Liter

Basispreis

13.690 Euro

Stand 01/2002

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