Mobilität braucht Sicherheit
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Das Allianz Zentrum für Technik (AZT) hat die Ergebnisse neuer Crash-Tests vorgelegt, bei denen die Schutzwirkung optimierter Sitzsysteme bei Auffahrunfällen nachgewiesen wird. Frühere Forschungen des AZT haben bereits dazu beigetragen, den Insassenschutz deutlich zu verbessern.
Allianz Versicherungs-AG, München
„Die vom Allianz Zentrum für Technik erarbeiteten Konstruktionsrichtlinien für Sitze und Kopfstützen haben bereits bei einer Reihe von Fahrzeugmodellen zu einer deutlichen Verbesserung des Insassenschutzes bei Auffahrunfällen geführt.“ Dieses Fazit zieht Dieter Anselm, Geschäftführer des Allianz Zentrums für Technik (AZT). Die Forschungseinrichtung der Allianz Versicherungs-AG hat seit 1980 Bewegungsabläufe und Belastungsgrenzen von Pkw-Insassen bei leichter bis mittlerer Unfallschwere erforscht und daraus Empfehlungen für optimierte Sitz- und Kopfstützensysteme abgeleitet.
Die Erkenntnisse der AZT-Experten sind, so betont Anselm, „heute weltweit anerkannter Standard: Die Oberkanten von Kopfstütze und Kopf müssen gleich, der horizontale Abstand zwischen Kopf und Kopfstütze möglichst gering sein.“
Neue Sitzsysteme steigern Schutz um 78 Prozent
Bei neuen, im Jahr 2000 durchgeführten Crash-Tests hat das AZT drei neue, mit bereits optimierten Kopfstützensystemen ausgestattete Sitzkonstruktionen unterschiedlicher Hersteller untersucht, um das Schutzpotenzial für die Autoinsassen zu ermitteln, es mit dem herkömmlicher Konstruktionen zu vergleichen und weitere Verbesserungsmöglichkeiten aufzeigen zu können. Dabei wurden insgesamt 25 Versuche mit fünf – medizinisch betreuten – freiwilligen Versuchspersonen bestritten, um realitätsnahe Ergebnisse zu erzielen.
Es zeigte sich, dass bei allen drei optimierten Sitzen beim Heckaufprall keine nennenswerte Drehung des Kopfes in Relation zum Oberkörper auftrat und gegenüber herkömmlichen Kopfstützen eine Verbesserung von rund 78 Prozent erreicht wurde. Gemessen an der Differenz der Brust- und Kopfbeschleunigung beim Auffahrunfall ergab sich bei den optimierten Sitzen eine um 18 bis 40 Prozent geringere Belastung für die Fahrzeuginsassen als bei den bisher gängigen Modellen. Zusätzliche Untersuchungen zeigten, dass sich bereits durch Kopfstützenaufsätze für nicht optimierte Sitze eine deutlich erhöhte Schutzwirkung für den Pkw-Insassen beim Heckaufprall erzielen lässt.
Beim Kauf auf neue Kopfschutz-Systeme achten
„Aber auch bei den neuen Sitz- und Kopfstützensystemen gibt es Verbesserungspotenziale“, sieht Dieter Anselm noch Handlungsbedarf für die Automobil- und Zulieferindustrie. An die Verbraucher appelliert der AZT-Geschäftsführer, „die vorhandenen Kopfstützen möglichst auf Kopfoberkante einzustellen, wo dies nicht geht, Kopfstützen-Aufsätze zu verwenden und beim Kauf eines neuen Autos darauf zu achten, dass es über optimierte Sitze verfügt.“ Nur dann hätten sie im Falle eines Heckaufpralls auch bei höheren Kollisionsgeschwindigkeiten weit gehenden Schutz.
Wie hoch sonst das Risiko ist, dass es aufgrund von Auffahrunfällen zu Beeinträchtigungen der Halswirbelsäule kommen kann, unterstreicht Anselm mit dem Hinweis auf jährlich über 200.000 Schadenfälle, für die die deutschen Autoversicherer umgerechnet rund 1 Milliarde Euro zu zahlen haben, ein Viertel davon für Schmerzensgelder.
 
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Kontakt für Presse
Christian Weishuber
Allianz Versicherungs-AG
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