Mobilität braucht Sicherheit
Sie sind derzeit nicht bei Allianz Autowelt angemeldet. LoginRegistrieren
 
Seite weiterempfehlenSeite drucken
 
Allianz Zentrum für Technik arbeitet seit 25 Jahren an kostengünstigen Lösungen. Die Autos werden technisch immer sicherer. Wer vor 25 Jahren einen Kleinwagen fuhr, kannte energieabsorbierende Knautschzonen nur vom Hörensagen, Sicherheitsgurte nur von der Aufpreisliste und Airbags oder ABS überhaupt nicht.
Allianz Versicherungs-AG, Ismaning bei München
Heute hingegen weisen moderne Kleinwagen die gleiche Sicherheit auf wie die besten Oberklasse-Fahrzeuge Anfang der 70er Jahre. Dies ist auch ein Erfolg des Instituts Kfz-Technik im Allianz Zentrum für Technik (AZT) in Ismaning bei München. Es hat diese Entwicklung seit seiner Gründung im Jahr 1971 durch eigene Crashtests und Fahrversuche und in ständigem Dialog mit der Automobilindustrie vorangetrieben.
Hohe Kosten bei der Instandsetzung unfallgeschädigter Fahrzeuge
Dieser erfreuliche Sicherheitsgewinn ist nicht zum Nulltarif zu bekommen. Die Mehrkosten sind aber nur dann sinnvoll und gerechtfertigt, wenn durch den Einbau von Sicherheitstechnik Unfälle vermieden oder Verletzungen von Insassen verhindert oder auch nur gemildert werden. In diesem Zusammenhang spielen nach Aussage von Dr.-Ing. Hartmuth Wolff, Bereichsleiter Fahrzeugtechnik und Forschung im AZT, die Kosten für die Ausstattung der Autos mit Sicherheitselementen beim Anschaffungspreis eine eher untergeordnete Rolle: "Richtig ins Geld geht das erst bei der Instandsetzung unfallbeschädigter Fahrzeuge." Hier sei der Aufwand für den Austausch der Elemente erheblich, zum Teil um ein Vielfaches höher, als für eine Erstausstattung. Vor allem aber führten falsche Reparaturhinweise und ungünstig ausgelegte Systeme zu erheblichen Kosten, denen keinerlei sicherheitstechnischer Nutzen gegenüberstehe.
So lautete noch vor 20 Jahren eine weit verbreitete Herstellervorschrift: "Nach einem Unfall sind sämtliche Sicherheitsgurte auszutauschen", also egal wie leicht die Kollision war, egal, ob der Gurt überhaupt angelegt war. Nach zahlreichen Crashtests konnte seinerzeit das Allianz Zentrum für Technik sinnvolle Austauschkriterien definieren und erreichen, dass diese unsinnige Vorschrift aus den Reparaturhandbüchern verschwand.
Kosten für airbagbedingte Schäden höher als für die eigentliche Unfallreparatur
Die hohe passive Sicherheit moderner Autos basiert auf ausgefeilten Rückhaltesystemen. Diese enthalten mechanische oder pyrotechnische Auslösemechanismen, die z.B. Gurtstrammer spannen oder Airbags in Lenkrad, Armaturenbrett, Sitz und Tür aufblasen. Diese lösen aber leider bereits bei sehr niedrigen Geschwindigkeiten und selbst dann aus, wenn auf dem entsprechenden Platz (in der Regel dem des Beifahrers) gar kein Insasse zu schützen ist.
Bei Geschwindigkeiten unter 20 km/h Wandaufprall, was einem realen Unfall Auto gegen Auto von rund 25 bis 30 km/h entspricht, ist eine Airbagauslösung unsinnig, da hier der Insasse allein schon durch den angelegten Sicherheitsgurt zurückgehalten wird. Bei Versuchen stellte das AZT wiederholt fest, dass sogar schon bereits bei 15 km/h Wandaufprall (40 Prozent Offset) der Fahrer-Airbag und der Airbag vor dem unbesetzten Beifahrerplatz gezündet wurden. Das unter dem Sicherheitsaspekt unnötige Auslösen des bzw. der Airbags erhöhte bei diesen Versuchen die Reparaturkosten um etwa 50 Prozent. Nach realen Verkehrsunfällen bei noch geringeren Geschwindigkeiten entstanden für die Instandsetzung der airbagbedingten Schäden doppelt so hohe Kosten, wie für die eigentliche Unfallreparatur.
Automobilindustrie ist gefordert
Das Allianz Zentrum für Technik fordert deshalb von der Automobilindustrie Airbag-Systeme, die nicht schon bei sehr geringen Kollisionsgeschwindigkeiten auslösen und auch nur dann in Funktion treten, wenn der entsprechende Platz im Fahrzeug besetzt ist. Außerdem müssten intelligente Lösungen gefunden werden, die verhindern, dass der Airbag beim Auslösen den Fahrgastraum so beschädigt, dass z.B. die Frontscheibe ersetzt und das ganze Armaturenbrett in ganzer Breite ausgetauscht werden müssen. Diese Folgeschäden seien unnötig und würden nur die Unfallkosten in die Höhe treiben.
 
Seite weiterempfehlenSeite drucken
 
 
Kontakt für Presse
Christian Weishuber
Allianz Versicherungs-AG
Fon: +49.89.3800-18169
>
Allianz Autobörse
Mehr als 1 Mio. Fahrzeuge, kostenloses Inserat mit Bildern und Umkreissuche.
>