Mobilität braucht Sicherheit
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Das elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) - seit seinem Einsatz in der A-Klasse ist es in aller Munde, und wenn sich sein Sicherheitspotential in der Praxis durchsetzt, bald auch in allen Personenwagen. Dafür plädiert jedenfalls Dr. Friedrich Caspers, Vorstandsmitglied der Allianz Versicherungs-AG: "Erweist sich ESP als so wirkungsvoll, wie es momentan scheint dann sollte dieses System in allen Fahrzeugen Standard werden. Der Einfluss auf die aktive Sicherheit und das Unfallgeschehen auf deutschen und europäischen Straßen könnte bedeutsam sein." Elektronisches Stabilitätsprogramm darf nur nicht zu höherer Risikobereitschaft verleiten.
Allianz Versicherungs-AG, München
Grund für diese Annahme: Bei etwa 30 bis 50 Prozent aller Unfälle mit schweren und tödlichen Verletzungen spielen schleudernde Fahrzeuge eine Rolle. Ursache für das Schlingern oder Ausbrechen des Fahrzeugs kann dabei vieles sein: eine durch Nässe oder Frost glatte Fahrbahnoberfläche, unterschiedliche Fahrbahnbeläge oder zu flottes Anfahren von Kurven, und hektische Lenk- und Bremsmanöver machen alles noch schlimmer.
Gezielter Bremseingriff mit ESP
Mit ESP, das auf dem Antiblockiersystem aufbaut, ließen sich viele dieser Kollisionen vermeiden, denn das System stabilisiert das Fahrzeug, sobald Sensoren eine Drehung um die senkrechte Achse registrieren, die nicht mehr dem Lenkradeinschlag entspricht. Das Programm wird automatisch ohne Zutun des Fahrers aktiviert, ohne diesen jedoch zu "entmündigen". Im Gegenteil. Das ESP versucht, den Wunsch des Fahrers, den es über Lenkradeinschlag, Gas- und Bremspedal ermittelt, unter Berücksichtigung der gegebenen Umstände und physikalischen Tatsachen optimal umzusetzen. Das Auto wird durch gezielten Bremseingriff vor dem Schleudern bewahrt und gelangt durch die verringerte Geschwindigkeit schnell wieder unter die Kontrolle des Fahrers.
"Wenn Unfälle vermieden werden", so Dr. Friedrich Caspers, "dann liegt es im Interesse aller Verkehrsteilnehmer, dass möglichst alle Fahrzeuge mit diesem System ausgerüstet werden." Abzuwarten sei allerdings, inwieweit der Sicherheitsgewinn durch die Technik die Autofahrer zu höherer Risikobereitschaft verführe. "Dieser Gefahr müssen alle Verantwortlichen durch Information und Appelle entgegenwirken."
 
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Kontakt für Presse
Christian Weishuber
Allianz Versicherungs-AG
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