Mobilität braucht Sicherheit
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"Nur eine fachgerecht durchgeführte Reparatur, bei der die Richtlinien der Automobilhersteller beachtet wurden, hat keine negativen Auswirkungen auf Karosseriesteifigkeit und Deformationsverhalten von Unfallfahrzeugen. Unter dieser Voraussetzung ist durch die Unfallreparatur auch bei einem Folgeschaden die Sicherheit der Insassen nicht beeinträchtigt."
Allianz Versicherungs-AG, München
Zu diesem Ergebnis kommt Dr. Dieter Anselm, Geschäftsführer des Allianz Zentrum für Technik (AZT), aufgrund von Untersuchungen zur Sicherheit und Wirtschaftlichkeit von Pkw-Zweitreparaturen. Tests des AZT-Instituts Kfz-Technik mit mehreren Fahrzeugmodellen zeigten, dass sicherheitsrelevante Fahrzeugteile wie Querträger, Motorlängsträger und Radhäuser bei einem zweiten Crash allen erforderlichen Belastungen standhielten, wenn sie nach dem ersten Unfall fachgerecht repariert worden waren.
Anerkannte Reparaturmethoden
Die Unterschiede im Deformationsverhalten, im Verzögerungsverlauf, bei der Insassensicherheit und bei den Reparaturkosten waren nach beiden Crashs nur sehr gering. Deshalb, so Anselm, lege die Versicherungswirtschaft zu Recht so großen Wert auf eine professionelle, den Richtlinien der Automobilhersteller und den anerkannten Arbeitsmethoden des Karosseriehandwerks entsprechende Unfallreparatur. Dabei müssten beim Teilersatz im Strukturbereich die Schnittvorgaben der Hersteller eingehalten werden. Bei scharfkantigen Verformungen, z. B. Knicken oder Falten, müssten die betroffenen Strukturteile ersetzt werden; ein Richten dieser Elemente dürfe aus Sicherheitsgründen nicht erfolgen.
Erhebliche negative Folgeschäden
Wenn Geschädigte ihr Fahrzeug nicht oder nicht fachgerecht reparieren lassen, weil sie Geld sparen wollen oder weil sie unter Ausnutzung der "fiktiven Abrechnung", also des Schadenersatzes ohne nachgewiesene Reparatur, aus einem nicht selbst verschuldeten Unfall Kapital schlagen wollen, dann drohen nach Ansicht des AZT-Geschäftsführers bei einem zweiten Unfall erhebliche negative Folgen: Durch geringere Steifigkeit der Karosserie und schlechteres Deformationsverhalten des Autos könnten die Fahrzeuginsassen massiv gefährdet werden, weil z. B. Airbag und Gurtstraffer unter Umständen verzögert bzw. überhaupt nicht auslösen.
"Den Autoversicherern geht es - schon aus Eigeninteresse - zu aller erst um die Verkehrssicherheit", unterstreicht Dr. Dieter Anselm. "Deshalb haben wir uns immer für fachgerechte, sichere Reparaturen eingesetzt und nie für Billigreparaturen." In der so genannten "fiktiven Abrechnung" liege das Risiko, dass ein Schaden nicht oder nicht ordnungsgemäß beseitigt und damit die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs reduziert wird. Im übrigen, so stellte der Allianz Unfallforscher klar, "dürfen und sollen nur Karosseriebereiche und Schadenumfänge repariert statt ersetzt werden, die sich ohne Einbuße an Festigkeit und Beeinträchtigung des Deformationsverhaltens richten lassen."
 
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Kontakt für Presse
Christian Weishuber
Allianz Versicherungs-AG
Fon: +49.89.3800-18169
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