Mobilität braucht Sicherheit
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Im Zusammenwirken mit dem Sicherheitsgurt können Airbags bei einem Verkehrsunfall schwere oder gar tödliche Verletzungen verhindern. Wenn sich die Fahrzeuginsassen aber nicht in der richtigen Sitzposition befinden, kann ein ausgelöster Airbag gefährlich werden.
Allianz Versicherungs-AG, München
Crashtests im Allianz Zentrum für Technik (AZT) haben gezeigt, dass Sicherheitsgurt und Airbag nur bei richtigem Verhalten der Fahrzeuginsassen vor Verletzungen schützen. Hat der Beifahrer während der Fahrt zum Beispiel die Rückenlehne seines Sitzes zurückgeklappt, geht der ausgelöste Airbag bei einem Unfall, anstatt zu schützen, einfach ins Leere und der Gurt dringt tief in die Weichteile des Bauches ein. Dadurch entstehen schwere innere Verletzungen, die schon bei mittleren Kollisionen tödlich sein können.
Und auch wer zu nahe am Airbag sitzt, muss im Auslösefall mit Verletzungen rechnen: Die explosionsartige Zündung der Luftsäcke setzt enorme Kräfte frei, die selbst erwachsene Männer mit Wucht nach hinten schleudern lässt. Die Experten des Allianz Zentrum für Technik empfehlen deshalb einen Abstand zwischen Oberkörper und Airbag von mindestens 25 Zentimetern.
Kleinkinder sind besonders gefährdet
Auch der Leichtsinn oder die Unwissenheit von Eltern können schwerwiegende Folgen haben. Wenn sich ein Kind bei einem Unfall auf oder vor dem Schoß des Beifahrers befindet, wird das Verletzungsrisiko durch den Airbag nämlich keineswegs gemindert. „Im Gegenteil“, sagt Dieter Anselm, Geschäftsführer vom AZT: „Crashtests in unserem Hause haben gezeigt, dass der ausgelöste Airbag Kinder mit so großer Wucht trifft, dass der Rückprall lebensgefährlich wird. Nur ein altersgerechter Kindersitz auf der Rücksitzbank des Fahrzeugs bietet Kleinkindern einen optimalen Schutz.“
Problematisch wird es für Besitzer von zweisitzigen Autos, wenn der Transport von Kindern nur auf dem Vordersitz möglich ist. Bei Versuchen des AZT mit Kinder-Dummies in einer Babyschale – entgegen den ausdrücklichen Hinweisen der Hersteller - hat sich gezeigt, dass ein Auslösen des Airbags bei einem Unfall tödliche Konsequenzen haben kann.
Hinweise des Herstellers beachten
Dieter Anselm weist deshalb eindringlich daraufhin, die Hinweise und Warnungen zu dem Thema im Fahrzeughandbuch des Herstellers zu beherzigen. Bei einigen Automodellen sind spezielle Kinderrückhaltesysteme erforderlich, mit denen die Abschaltung des Beifahrer-Airbags sichergestellt wird. „Wenn der Fahrzeughersteller nur ganz bestimmte Kindersitze zulässt“, so Anselm, „hat das massive sicherheitstechnische Gründe, und ist nicht etwa eine Marketingmaßnahme für das eigene Zubehör.“ Eine Missachtung dieser Vorschriften kann für ein Kind tödlich sein.
 
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Kontakt für Presse
Christian Weishuber
Allianz Versicherungs-AG
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