Mobilität braucht Sicherheit
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Reifendruck-Kontrollsysteme serienmäßig für schnelle und optional für alle anderen Fahrzeuge sowie ein Angebot von Notlaufsystemen ohne Aufpreis wünscht Unfallforscher Dr.-Ing. Dieter Anselm von den Automobilherstellern als Beitrag für mehr Sicherheit beim Autofahren. Durch eigene Kontrolle und technische Systeme Unfälle vermeiden.
Allianz Versicherungs-AG, München
Der Geschäftsführer des Allianz Zentrum für Technik (AZT) rät zugleich den Autofahrern, den Reifendruck ihres Fahrzeugs mindestens einmal im Monat zu überprüfen und ihn an veränderte Gegebenheiten anzupassen. Dies könne dazu beitragen, Verkehrsunfälle zu vermeiden, denn etwa 75 Prozent der Unfälle, die durch geplatzte Reifen passieren, seien auf zu geringen Luftdruck zurückzuführen.
Folgen zu niedrigen Luftdrucks
Nicht zu hoher, sondern zu niedriger Luftdruck im Pkw-Reifen sei in diesem Zusammenhang das größte Unfallrisiko, denn dadurch verforme sich beim Abrollvorgang der Reifen erheblich und erhitze sich unter Umständen so stark, dass er zerstört werde und platzen könne.
Zu geringer Luftdruck und hohe Verformung des Reifens würden Rollwiderstand, Reifenverschleiß und Kraftstoffverbrauch erhöhen, Tragfähigkeit und Seitenführungskraft des Autos vermindern und seine Geradeauslauf-Eigenschaft sowie sein Kurven- und Bremsverhalten verschlechtern - insbesondere auf nasser Fahrbahn.
Reifen mit elektronischer Luftdruckkontrolle
Hauptursache für Reifenpannen sei ein schleichender Druckverlust im Reifen, z. B. durch schadhafte Ventile, Alterung der Pneus oder eingefahrene Nägel und kleine Schrauben. Das könne - gerade bei hohen Fahrgeschwindigkeit - im ungünstigsten Fall zum Reifenplatzen führen. Bei höherer Beladung und für Fahrten mit Geschwindigkeiten über 160 km/h, so Dr.-Ing. Dieter Anselm, müsse der Reifendruck entsprechend erhöht werden. Auch bei Winterreifen empfehle er, soweit Fahrzeug- oder Reifenhersteller keine anderen Angaben machten, 0,2 bar mehr als in den Tabellen für Sommerreifen angegeben sei. Dann könnten Pannen vermieden werden, die nicht nur ärgerlich, "sondern heute für viele Fahrer - und keineswegs nur weibliche - ein kaum lösbares Problem darstellen."
Der Allianz Unfallforscher sieht in der Entwicklung von Reifen mit elektronischer Luftdruckkontrolle und Notlaufeigenschaften, für die noch in diesem Jahr die Markteinführung vorgesehen sei, einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung von Reifenpannen und deren Folgen.
Zu geringer Luftdruck im Reifen, zusätzlich warmes Wetter und hohes Tempo bei der Fahrt auf der Autobahn führten zur starken Erhitzung des Reifens und zur Ablösung der Laufflächen von der Karkasse.
 
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Kontakt für Presse
Christian Weishuber
Allianz Versicherungs-AG
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