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Wasserlacke nicht billiger, aber umweltfreundlicher
Allianz Zentrum für Technik: Wasserlacke nicht billiger, aber umweltfreundlicher. Ohne die 25jährige Arbeit des AZT wären die Aufwendungen der Versicherer in diesem Bereich noch erheblich höher. Die Forschungseinrichtung des führenden deutschen Autoversicherers habe nach aufwendigen Zeit-, Material- und Ablaufstudien Kriterien erarbeitet, damit Unfallreparatur-Lackierungen fachlich und qualitativ einwandfrei und zu - noch - akzeptablen Kosten durchgeführt werden könnten. Dies habe auch zur Einsparung von Material und Energie sowie zur Verminderung umweltschädlicher Lösemittelemissionen beigetragen.
Allianz Versicherungs-AG, Ismaning bei München
Die deutschen Versicherer zahlen jährlich über 5 Mrd. DM für die Lackierung beschädigter Fahrzeuge. Das entspricht einem Anteil von etwa 20 Prozent an den gesamten Fahrzeug-Sachschäden in der Kfz-Versicherung. Der durchschnittliche Stundensatz beim Lackieren liegt derzeit bei über DM 130.-, ohne Material und Mehrwertsteuer. Die Fahrzeuge auf Deutschlands Straßen sind zur Zeit mit ca. 12.000 verschiedenen Farbtönen lackiert. Darauf wies Fritz Bechter, Oberingenieur im Institut Kfz-Technik im Allianz Zentrum für Technik (AZT), Ismaning bei München, hin.
20 Prozent zahlen die Versicherer
Die deutschen Versicherer zahlen jährlich über 5 Mrd. DM für die Lackierung beschädigter Fahrzeuge. Das entspricht einem Anteil von etwa 20 Prozent an den gesamten Fahrzeug-Sachschäden in der Kfz-Versicherung. Der durchschnittliche Stundensatz beim Lackieren liegt derzeit bei über DM 130.-, ohne Material und Mehrwertsteuer. Die Fahrzeuge auf Deutschlands Straßen sind zur Zeit mit ca. 12.000 verschiedenen Farbtönen lackiert. Darauf wies Fritz Bechter, Oberingenieur im Institut Kfz-Technik im Allianz Zentrum für Technik (AZT), Ismaning bei München, hin.
Lackierung mit Wasserlack-System
In den letzten Jahren hat sich das AZT intensiv mit Wasserbasislacken beschäftigt. Bisherige Basislacke enthalten ca. 15 Prozent Festkörper und ca. 85 Prozent organische Lösungsmittel, die beim Spritzen und Trocknen in die Umwelt verdunsten. Da Effektlacke wie Metallic-Basislacke festkörperarm sein müssen um den gewünschten Effekt zu erzielen, kann dieses Verhältnis nur geringfügig geändert werden. Die von der Industrie entwickelten Wasserbasislacke enthalten nach wie vor 15 Prozent Festkörper, aber 75 Prozent Wasser und - erfreulich für die Umwelt - nur noch 10 Prozent organische Lösungsmittel.
Das Allianz Zentrum für Technik hat die gebräuchlichsten Wasserbasislacksysteme in einer über ein Jahr dauernden Studie untersucht und kam dabei zu dem Ergebnis, dass eine Reparaturlackierung mit Wasserlack-Systemen praxistauglich, ökonomisch sinnvoll und unter ökologischen Gesichtspunkten sehr zu begrüßen ist. Der Verbrauch an Lackmaterial kann um etwa ein Drittel reduziert werden. Ein Kostenvorteil entsteht dadurch allerdings nicht, da Wasserbasislacke im Vergleich zu den herkömmlichen Lacken teurer sind.