Mobilität braucht Sicherheit
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Der Hund ist bekanntlich der beste Freund des Menschen und begleitet ihn deshalb selbst bei Fahrten im Auto. Hier endet für viele anscheinend die Tierliebe. Bei einer Umfrage gaben 78 Prozent der Hundehalter an, ihr Tier ungesichert im Pkw zu transportieren und damit bei einem Unfall in Kauf zu nehmen, dass es verletzt oder getötet wird. "Außerdem kann sich der Hund zu einer Gefahr für sämtliche Insassen entwickeln, wenn er bei einem Bremsmanöver durch den Wagen geschleudert wird", warnt Dr.-Ing. Dieter Anselm, Geschäftsführer des Allianz Zentrums für Technik (AZT). Allianz Zentrum für Technik stellt Schutzmöglichkeit für Mensch und Hund vor.
Allianz Versicherungs-AG, München
Bei Kombi-Fahrzeugen, in denen die Tiere in der Regel auf der Ladefläche befördert werden, verfügen immerhin 60 Prozent über ein Schutzsystem (Netz, Gitter usw.). Um festzustellen, welche Systeme hier die größte Sicherheit bieten, wurden die gängigen Einrichtungen in Crashversuchen im Allianz Zentrum für Technik getestet.
Sicherheitsnetz und Transportbox
Das Ergebnis ist erschreckend: Ein Sicherheitsnetz wurde allein von der Wucht des Aufpralls eines Zwergschnauzer-Dummies (6,5 kg) aus der Verankerung gerissen. Ein zwischen Boden und Wagendach eingespanntes Gitter löste sich beim Crash bereits, bevor das Tier dagegen prallte, beide "Geschosse" knallten mit hoher Beschleunigung gegen die Vordersitze bzw. gegen die Frontscheibe.
Ähnlich erging es einem Schäferhund-Dummy (40 kg) in einem Hundegurt, als die Nähte des Brustgeschirrs rissen. Positiver verlief der Versuch mit einer Kunststofftransportbox, fest mit Stahlwinkeln auf der Ladefläche verankert. Allerdings ist hier die Krafteinwirkung auf den Tierkörper riskant hoch. Von einem Transport der Box auf der Rückbank wir dringend abgeraten, da eine zuverlässige Befestigungsmöglichkeit fehlt.
Entwicklung eines neuen Schutzsystems
Nach diesen Erkenntnissen entwickelte man im AZT den Prototyp für ein neues Schutzsystem für den Pkw-Innenraum: ein rechteckiger Stahlrohrrahmen mit netzartig gespannten Gurtbändern wird von zwei vertikalen Stützen gehalten. Zusätzlich befestigt man ihn mit Gurten an den Beckengurtverankerungen; die Schlosszungen der Dreipunkt-Automatikgurte lassen sich in vorgesehene Ösen einhaken. Das System hält Belastungen von 2,5 bis 3 Tonnen stand, und durch die großflächige Abstützung sind beim Hund keine Verletzungen zu erwarten. Und auch die Fahrzeuginsassen werden nicht in Mitleidenschaft gezogen.
 
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Kontakt für Presse
Christian Weishuber
Allianz Versicherungs-AG
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