Mobilität braucht Sicherheit
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Verbesserter Energieabbau im Auto könnte Unfallreparaturkosten in vielen Fällen halbieren. Mehr als 1.000 unfallbeschädigte Pkw hat das 1971 gegründete Institut Kfz-Technik des Allianz Zentrums für Technik (AZT), Ismaning bei München, bisher untersucht, gecrasht und repariert, um unter anderem auch Aufschlüsse darüber zu gewinnen, wie Autos reparaturfreundlicher gestaltet und möglichst kostengünstig, aber dennoch einwandfrei, wieder instand gesetzt werden können.
Allianz Versicherungs-AG, Ismaning bei München
Nachdem bei einem Großteil der Kfz-Unfälle zwei Pkw verwickelt sind, die im Stadtverkehr mit einer Geschwindigkeit von bis zu 25 km/h und einer Überdeckung zwischen 30 und 50 Prozent aufeinander stoßen, hat das AZT einen Crash-Versuch entwickelt und mit der Automobilindustrie abgestimmt, der diesen typischen Stadtschaden simuliert.
Austauschbare Deformationselemente im Schadenbereich
Lange Versuchsreihen mit diesen 40-Prozent-Offset-Crashs ergaben nach Auskunft des AZT-Experten Franz Auf der Mauer, dass sich die Reparaturkosten derartiger Unfälle auf weniger als die Hälfte senken lassen, wenn preisgünstig austauschbare Deformationselemente im Schadenbereich die beim Zusammenprall eingeleitete Stoßenergie verzehren bzw. sie gezielt in dafür konstruierten Abschnitten der Längsträger in kontrollierte Deformation umwandeln und somit auffangen.
Damit würde vermieden, dass die Energie unter anderem bis in den Fußraumbereich oder das Dach weiter wirken kann. Dies gelingt durch hinter der Frontverkleidung und auf stabilen Querträgern abgestützte Kunststoffwaben oder Formschaumelemente, durch reversible oder starr als Verbindung zwischen Frontverkleidung und Längsträger angebrachte Pralldämpfer und durch Anfalthilfen in den Endspitzen der nach vorne konisch zulaufenden Motorlängsträger.
Reduzierung der Reparaturkosten
Wo diese Elemente und diese Längsträgerform nicht vorhanden sind, kommt es schon bei dem typischen, relativ harmlosen Stadtschaden zu einem Reparaturaufwand von etwa DM 10.000. Energieaufnehmende Kunststoffwaben/Formschaum und Anfalthilfe würden bereits zu einer Ersparnis von 35 Prozent führen. Die Verbindung Pralldämpfer und Anfalthilfe bringt gar eine Reduzierung der Reparaturkosten von rund 50 Prozent gegenüber einem Fahrzeug ohne diese Maßnahmen.
Eine abschraubbare Endspitze des Längsträgers würde - vor allem bei stärkeren Anstößen - den Reparaturaufwand noch einmal reduzieren. "Und", so Franz Auf der Mauer, "gutes Deformationsverhalten, Reparaturfreundlichkeit und niedrige Ersatzteilkosten wirken sich günstig auf die Typklassen-Einstufung eines Fahrzeugs in der Vollkaskoversicherung aus - für den Autofahrer ablesbar an dem von ihm zu zahlenden Versicherungsbeitrag."
 
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Kontakt für Presse
Christian Weishuber
Allianz Versicherungs-AG
Fon: +49.89.3800-18169
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