Sie sind derzeit nicht bei Allianz Autowelt angemeldet. LoginRegistrieren
Auch nach fachgerechter Zweitreparatur bleibt Sicherheit gewährleistet
"Eine fachgerecht unter Beachtung der Richtlinien der Automobilhersteller durchgeführte Reparatur hat keine Auswirkungen auf Karosseriesteifigkeit und Deformationsverhalten. Bei einem Folgeschaden tritt keine Erhöhung der Reparaturkosten auf. Ebenso wird die Sicherheit der Insassen in keiner Weise beeinträchtigt." Neue Forschungsergebnisse des Allianz Zentrum für Technik.
Allianz Versicherungs-AG, München
Diesen Schluss zieht Dr. Dieter Anselm, Geschäftsführer des Allianz Zentrum für Technik (AZT), aus Untersuchungen seines Instituts zur Sicherheit und Wirtschaftlichkeit von PKW-Zweitreparaturen. Neue Tests des AZT-Instituts "Kraftfahrzeugtechnik" mit Volkswagen Golf IV, Bora und Mercedes C 180 belegen, dass nach einem Unfall fachgerecht reparierte Fahrzeugteile wie Querträger, Motorlängsträger und Radhäuser bei einem zweiten Crash allen erforderlichen Belastungen standhalten. Die Reparatur mit Originalersatzteilen bleibt finanziell im Rahmen der Instandsetzungskosten nach dem ersten Unfall. Die Insassensicherheit wird durch eine fachgerechte Unfallinstandsetzung nicht beeinflusst. Ähnliche Ergebnisse sind laut Dieter Anselm auch bei anderen Fahrzeugtypen zu erwarten.
Negative Veränderungen bei nichtfachgerechter Reparatur
Alle Versuche im AZT wurden bei ca. 15 km/h mit Frontalaufprall durchgeführt und zeigten jeweils nach beiden Crashs nur geringe Unterschiede bei Deformationsverhalten, Verzögerungsverlauf und Reparaturkosten. So waren die Beschädigungen an Querträger, Motorlängsträger und Radhausverlängerung zum Beispiel nahezu identisch.
Wird dagegen nicht fachgerecht repariert, drohen bei einem zweiten Unfall negative Veränderungen bei Karosseriesteifigkeit und Deformationsverhalten. Fahrzeuginsassen könnten massiv gefährdet werden, z.B. weil Airbag und Gurtstraffer im Extremfall verzögert bzw. überhaupt nicht auslösen.
Kriterien für eine fachgerechte Instandsetzung sind nach Auffassung von Unfallforscher Anselm:
1. Reparatur durch qualifiziertes Fachpersonal in einer Fachwerkstatt.
2. Instandsetzung nach Richtlinien des Kfz-Herstellers und den anerkannten Arbeitsmethoden des Karosseriehandwerks.
3. Scharfkantige Verformungen an Strukturteilen (Knicke, Falten) dürfen nicht gerichtet werden.
4. Bei einem Teilersatz im Strukturbereich müssen die Schnittvorgaben des Herstellers eingehalten werden.
5. Verwendung von Originalersatzteilen.