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Allianz Crashtests für Rennwagen der FH München
90 Studenten der Fachhochschule München schicken im August einen elbst gebauten Rennwagen bei der Formula Student am Hockenheim-Ring ins Rennen. Das Allianz Zentrum für Technik (AZT) unterstützte das Projekt mit Crashversuchen zur Optimierung der Fahrzeugsicherheit.
Allianz Versicherungs-AG
München, 24. Juli 2006
München, 24. Juli 2006
Im Gegensatz zu gewöhnlichen Autorennen geht es in der Formula Student nicht nur um schnelle Rundenzeiten. Vom 3. bis 6. August in Hockenheim wird in sieben Einzelwettbewerben unter anderem die Einhaltung der Sicherheitsrichtlinien bewertet. In diesem Zusammenhang bot das Allianz Zentrum für Technik den Studenten die Möglichkeit, ihre Konstruktion auf der hauseigenen Crashbahn in Ismaning bei München praktisch zu erproben.
"Uns war es wichtig, den angehenden Ingenieuren das Thema Fahrzeugsicherheit besonders ans Herz zu legen und wir sahen im Rahmen dieses spannenden Projekts eine einmalige Gelegenheit dies umzusetzen", sagt Dr. Johann Gwehenberger, Leiter der Unfallforschung im AZT.
Von Studenten berechnete Rennwagenteile im Praxistest
Wie sich die am Computer berechneten Deformationselemente für die passive Sicherheit in einem tatsächlichen Crash verhalten würden, konnten die Studenten bei den Sicherheitstests im Allianz Zentrum für Technik miterleben. Auf der Crashbahn des AZT wurden verschiedene Deformationselemente geprüft. Diese in der Fahrzeugnase untergebrachten Elemente sind - wie in der Formel 1 - vorgeschrieben, um das Verletzungsrisiko bei einem Frontalaufprall zu reduzieren.
Bisher wurden die Teile von den Konstrukteuren der Formula Student durch numerische Berechnung entworfen, aber nicht praktisch erprobt. Hier wurde nun erstmals getestet, ob die vorgeschriebenen Grenzwerte im Crash eingehalten werden. Dabei hatten auch unkonventionelle Ideen eine Chance, die leere Getränkedosen mit in die Konstruktion einbezogen.
Nachhaltige Erfahrung in puncto Fahrzeugsicherheit
Am Ende entschied man sich doch für ein konventionelleres Deformationselement, aber die praktische Erprobung auf der AZT-Crashbahn hatte nachhaltige Eindrücke bei den Studenten und den Projektleitern der FH München hinterlassen.
"Zum ersten Mal während eines Studiengangs hatten wir die Möglichkeit, die Auswirkungen der konstruktiven Entscheidungen in der Praxis zu erleben. Wir sind uns sicher, dass dies für alle Beteiligten eine prägende Erfahrung war, hat sie doch allen Studenten eindrucksvoll vor Augen geführt, wie sorgfältig jedes Detail geplant und umgesetzt werden muss, damit am Ende die Sicherheit gewährleistet ist," fassen Prof. Jörg Grabner, Initiator der Formula Student, und Projektleiter Sebastian Piprek von der FH München, die Crashversuche im AZT zusammen.
Über den Wettbewerb "Formula Student"
Für die Formula Student konstruieren, entwickeln und bauen Studenten in Teamarbeit einen Formelrennwagen, der in einem internationalen Wettbewerb gegen andere Hochschulteams antritt. Eine Jury aus Experten der Motorsport- und Automobilindustrie bewertet ein Gesamtpaket bestehend aus den Disziplinen Konstruktion, Rennperformance, Finanzplanung und Präsentation des Fahrzeugs.
Seit dem Sommer 2005 bauten 90 Studenten der FH München an ihrem Boliden. Beim Hockenheim-Rennen schickt das FHM Racing Team als einziger Teilnehmer ein Frauenteam an den Start und hofft auf den Titel "Bester Newcomer 2006".
AZT arbeitet mit Fahrzeugherstellern und Hochschulen zusammen
Im Bereich Kraftfahrzeugtechnik des Forschungsinstituts der Allianz untersuchen Ingenieure und Techniker die Auswirkungen neuer Technologien auf Versicherungsschäden und Versicherungsprodukte. Gleichzeitig gibt das Institut Impulse an Industrie und Forschung. Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit mit Fahrzeugherstellern und Hochschulen stehen dabei die AZT-Schwerpunkte Deformationsverhalten und Reparaturfreundlichkeit von Personenkraftwagen sowie Fahrzeug- und Verkehrssicherheit.