Mobilität braucht Sicherheit
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Zukunftsweisende Initiative von Allianz, DaimlerChrysler und DEKRA / Assistenzsysteme reduzieren Unfälle und Kosten / Besonders günstige Ausstattungs- und Versicherungskonditionen / Neue Zertifizierung in zwei Sicherheitsklassen
Allianz Versicherungs-AG
München, 20. September 2006
Für mehr Sicherheit und Wirtschaftlichkeit im Transportgewebe engagieren sich die Allianz Versicherung, DaimlerChrysler und die Sachverständigenorganisation DEKRA. Gemeinsam starten sie zur IAA Nutzfahrzeuge 2006 in Hannover das zukunftsweisende Konzept "Safetyplus Truck".
Mehr Sicherheit und geringere Kosten in der Transportbranche
Diese Sicherheitsinitiative soll durch den Einsatz modernster Fahrzeugtechnik die Anzahl und die Folgen von Unfällen mit Lkw-Beteiligung deutlich reduzieren. Für die Transportunternehmer werden Anreize durch günstige Sonderausstattungspakete und attraktive Versicherungskonditionen geschaffen.
"Sicherheit rechnet sich" - nach dieser Devise dokumentieren die Kooperationspartner Allianz, DaimlerChrysler und DEKRA ihr nachhaltiges Engagement für mehr Sicherheit und geringere Kosten in der Transportbranche. Durch die Optimierung der aktiven und passiven Fahrzeugsicherheit können Unfallzahlen gesenkt, Unfallfolgen gemildert und die Transportsicherheit gesteigert werden. Günstigere Versicherungsbeiträge entlasten die Fuhrparkbetreiber und steigern die Rentabilität im transportierenden Gewerbe.
Studien belegen Wirksamkeit von Sicherheitstechnik
Technisch zielt "Safetyplus Truck" darauf ab, drei wesentliche Unfalltypen zu reduzieren bzw. zu vermeiden:
  • Auffahrunfälle
  • Abkommen von der Fahrbahn
  • Gegenverkehrsunfälle
Diese drei Unfalltypen machen nach der Erfahrung der Unfallforscher von DEKRA rund 45 Prozent aller Unfälle mit Lkw-Beteiligung aus. Die Sicherheitsinitiative "Safetyplus Truck" fördert deshalb die Ausrüstung mit modernsten Regel- und Fahrerassistenzsystemen.
Fahrdynamikregelungen helfen Unfälle vermeiden
Eine Studie des Allianz Zentrum für Technik bei schweren Nutzfahrzeugunfällen belegt ein hohes Unfallvermeidungspotenzial für Fahrdynamikregelungen wie ESP, für abstandsgeregelte Tempomaten (ACC) und für elektronische Spurkontrollsysteme. Bei einem flächendeckenden Einsatz von Fahrdynamikregelungen könnten bis zu acht Prozent, von abstandsgeregelten Tempomaten bis zu sieben Prozent sowie einer elektronischen Spurkontrolle bis zu vier Prozent der schweren Unfälle mit Personenschäden vermieden oder zumindest die Unfallfolgen gemildert werden.
Besonders hohe Wirksamkeit erzielen diese Systeme auf der Autobahn. Sie unterstützen den Fahrer bei typischen Unachtsamkeiten wie zu geringem Abstand oder unbeabsichtigtem Abweichen von der Fahrspur. Die AZT-Studie kommt zu dem Schluss, dass 70 Prozent der Lkw-Auffahrunfälle auf Autobahnen vermieden werden könnten, wären alle Lkw mit ACC ausgerüstet.
ESP zeigt seine spezielle Wirkung beim Vermeiden schwerer Alleinunfälle, insbesondere bei widrigen Fahrbahnverhältnissen, schnellen Ausweichmanövern und zu hohen Kurvengeschwindigkeiten. Die Systeme ergänzen sich in idealer Weise zu einem effizienten Sicherheitspaket. Die Sicherheitsinitiative "Safetyplus Truck" fordert deshalb die Ausrüstung aller Lkw mit modernsten Regel- und Fahrerassistenzsystemen.
Innovative Technik
Moderne Sicherheitskomponenten, die nicht zur Grundausstattung zählen, werden bisher nur unzureichend genutzt. Der Ausrüstungsgrad von schweren Nutzfahrzeugen mit ESP liegt in der Größenordnung von fünf Prozent.
DaimlerChrysler hat deshalb besonders attraktive Ausstattungspakete für eine neue Generation von "Safetyplus Truck"-Fahrzeugen zusammengestellt. Nach dem erfolgreichen Start der Sprinter-Klasse präsentiert der Hersteller nun in Hannover im ersten Schritt die Safetyplus-Sattelzugmaschinen der Baureihe Mercedes-Benz Actros.
Zwei Zertifizierungsklassen
Die "Safetyplus Truck"-Zertifizierungen gibt es in zwei Klassen: Einen Stern erhalten "Safetyplus Trucks", wenn sie zusätzlich zur Basisausstattung mit einer Fahrdynamikregelung, einem abstandsgeregelten Tempomaten und einer elektronischen Spurkontrolle ausgerüstet sind.
"Safetyplus Trucks" in der Zwei-Sterne-Kategorie verfügen darüber hinaus über Bremsassistent, automatische Bremse, wie z.B. den Active Brake Assist, und einen optimierten Fahrerschutz wie etwa Fahrerairbag mit Gurtstraffer. Voraussetzung für beide Klassen ist ein Basisfahrzeug, das mindestens über Längsdynamikregelung (ABS/ASR), elektronisch steuerbare Bremse, Frontunterfahrschutz, konstruktiven Insassenschutz im Fahrerhaus, optimiertes Spiegelsystem, Rückfahrwarner und Spritzwasserschutz verfügt.
Wirtschaftlicher Nutzen
Ab sofort honoriert die Allianz in einem dreijährigen Testfeld im Rahmen von "Safetyplus Truck" die Optimierung der technischen Sicherheitsvorkehrungen mit besonders günstigen Konditionen bei den Haftpflicht- und Vollkasko-Prämien je nach Klasse im Nutzfahrzeug-Tarif für Sattelzugmaschinen. Über 70 Prozent der Mehrkosten von "Safetyplus" in der Zweisterne-Kategorie werden durch günstige Versicherungskonditionen, Vorzugspreise bei der Fahrzeug-Ausstattung und vergünstigte Dienstleistungen ausgeglichen.
Geringere Unfallzahlen und verminderte Unfallfolgen verbessern sowohl die einzelwirtschaftliche Rentabilität als auch die gesamtwirtschaftliche Bilanz. Während des dreijährigen Testfeldes ermittelt die Allianz deshalb den quantitativen Nutzen von "Safetyplus Truck" im realen Unfallgeschehen.
Schon jetzt sind sich die Kooperationspartner Allianz, DaimlerChrysler und DEKRA sicher, mit der Initiative "Safetyplus Truck" einen wesentlichen Beitrag zur Optimierung der Sicherheit auf den europäischen Straßen zu leisten. Sie unterstützen damit auch die Initiative der EU, die mit der "Europäischen Charta für die Straßenverkehrssicherheit" anstrebt, die Zahl der Verkehrstoten auf 25.000 bis zum Jahr 2010 zu halbieren.
Um diesem Ziel zusätzlich Nachdruck zu verleihen, laden die Kooperationspartner Allianz, DaimlerChrysler und DEKRA ausdrücklich weitere Nutzfahrzeughersteller und Versicherungsunternehmen ein, sich der Initiative "Safetyplus Truck" anzuschließen und sie aktiv weiterzuentwickeln. Zusätzliche Unterstützung kann nach Ansicht der Initiatoren auch die Politik durch entsprechende Rahmenbedingungen leisten.
 
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Kontakt für Presse
Christian Weishuber
Allianz Versicherungs-AG
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