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Frühling: Vorsicht Wasserglätte
Besonders im Frühjahr kann es häufig regnen. So mancher Autofahrer wird dann Opfer des so genannten "Aquaplaning". Die Sicherheitsexperten des Allianz Zentrums für Technik (AZT) geben Tipps zum richtigen Verhalten in dieser Situation.
Allianz Versicherungs-AG
München, 5. April 2006
München, 5. April 2006
Regen, Regen, nichts als Regen. So präsentiert sich der Frühling nicht selten. Normalerweise drängen beim Fahren bei diesem Wetter die Autoreifen den Regen beiseite. Bei 80 Stundenkilometern Geschwindigkeit müssen das schon bis zu 25 Liter Wasser pro Sekunde und Reifen sein. Wird es mehr, so entwickelt sich für Autofahrer eine besondere Gefahr: Aquaplaning.
Aquaplaning, auch "Aufschwimmen" oder Wasserglätte genannt, bedeutet konkret: Der Kontakt zwischen Autoreifen und Fahrbahn wird aufgrund eines dünnen Wasserfilms unterbrochen, der bei hoher Geschwindigkeit entsteht und einen Wasserkeil zwischen Rad und Fahrbahn bildet. Das Auto verliert dabei die Haftreibung zur Straße, die dem Fahrer das Spurhalten, Lenken, Bremsen und Beschleunigen ermöglicht.
Gerade bei zu hoher Geschwindigkeit kann schon eine Spurrille auf der Fahrbahn ausreichen, dass die Reifen eines Wagens zu schwimmen beginnen und ihre Haftung auf der nassen Straße verlieren. Die Folge ist ein erhöhtes Unfallrisiko.
Aber auch schon bei Geschwindigkeiten ab 60 Stundenkilometern kann es zur Wasserglätte kommen, wenn negative Faktoren dazukommen: etwa Unterführungen und Straßen neben Felshängen, an denen sich das Wasser sammelt, Wasserlachen, Kurven, abgefahrene Reifen, falscher Luftdruck oder die bereits erwähnten Spurrillen.
Angepasste Fahrweise und genügend Profiltiefe
Um kritische Situationen von vornherein zu vermeiden, raten Sicherheitsexperten des Allianz Zentrums für Technik zu besonderer Vorsicht. Das heißt, Autofahrer sollten die Geschwindigkeit den widrigen Wetterverhältnissen anpassen sowie ausreichend Sicherheitsabstand zum Vordermann halten.
Abgefahrene Reifen, niedriger Luftdruck und abgenutzte Stoßdämpfer erhöhen den gefährlichen Aquaplaning-Effekt. Daher sollten Kfz-Lenker auf intakte Stoßdämpfer, genügend Reifendruck und ausreichend Profiltiefe achten. Gesetzlich vorgeschrieben sind bei Sommerreifen mindestens 1,6 Millimeter, besser - weil sicherer - sind allerdings mindestens drei Millimeter.
Richtiges Verhalten bei Aquaplaning
Gerät man trotzdem mal in eine "Wasserfalle" und das Auto verliert die Bodenhaftung, so empfehlen die AZT Experten, möglichst ruhig zu bleiben, die Kupplung durchzutreten, den Fuß vorsichtig vom Gas zu nehmen und das Lenkrad in Fahrtrichtung zu halten. Wer nämlich bremst und am Steuer kurbelt, riskiert, dass der Wagen von der Straße abkommt.
Auch Fahrhilfen und intelligente Bremssysteme wie ESP und ABS bieten keinen ausreichenden Schutz bei Aquaplaning. Deshalb ist bei Regen in jedem Fall Vorsicht angesagt.