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Verkehrssicherheit: Auch Medien tragen Verantwortung
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat die Christophoruspreise 2007 an sechs Journalistinnen und Journalisten für Beiträge auf dem Gebiet Sicherheit im Straßenverkehr vergeben.
Allianz Versicherungs-AG
München, 3. Mai 2007
München, 3. Mai 2007
Die Zahl der Verkehrstoten auf Deutschlands Straßen hat sich von rund 20.000 Anfang der Siebziger Jahre um 75 Prozent auf ca. 5.000 im vergangenen Jahr reduziert. Ein beachtlicher Erfolg – der aber nach Meinung der Versicherungswirtschaft nicht dazu führen sollte, diese Zahl als einen hinnehmbaren Nebeneffekt der umfassenden Mobilität zu betrachten.
"Wir müssen weiterhin alle Anstrengungen unternehmen, Unfälle zu vermeiden und die Rate der Getöteten und Verletzten deutlich zu senken", sagte Karl-Walter Gutberlet, Vorstand der Allianz Versicherungs-AG anlässlich der Verleihung des Christophoruspreises des GDV. "Wir meinen sogar, dass es gar nicht so schwer ist. Entsprechende Maßnahmen müssten nur konsequent umgesetzt werden."
"Quantensprung" in der Sicherheitselektronik
Als Beispiel für wirksame Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit nannte Gutberlet Fahrerassistenzsysteme wie das elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) und appellierte an die Hersteller insbesondere von Klein- und Mittelklassewagen, ihre Modelle serienmäßig mit diesem wichtigen Lebensretter auszustatten.
Als "Quantensprung" bezeichnete Gutberlet künftige Sicherheitselektronik, die eine Information der Fahrzeuge untereinander möglich mache: Warnungen vor Nebel, Glatteis oder vor einem Stauende können von Fahrzeug zu Fahrzeug übertragen werden und über Sensoren in der Fahrbahn werden in Zukunft auch Informationen über Unfallschwerpunkte oder Fahrbahnbeschaffenheit dem Fahrer helfen, sicherer unterwegs zu sein.
Der Sicherheitsgurt als Lebensretter Nummer eins
Außerdem müsse man sich darauf konzentrieren, dass der in jedem Fahrzeug vorhandene Lebensretter Nummer eins, der Sicherheitsgurt, auch angelegt wird. Noch heute war jeder dritte getötete Autoinsasse nicht angeschnallt. "Wir unterstützen daher die Forderung des Europäischen Verkehrssicherheitsrats, Gurt-Erinnerer verpflichtend einzuführen", so Gutberlet.
Darüber hinaus müsse versucht werden, das Verhalten der Verkehrsteilnehmer positiv zu beeinflussen. Den Medien kommt nach Meinung der Versicherungswirtschaft dabei eine bedeutende Rolle zu. Gutberlet: "Die Vermittlung des Themas Verkehrssicherheit an die Öffentlichkeit ist ein wichtiger Baustein zum Erfolg."
Auszeichnung für herausragende publizistische Leistungen
Die Christophorus-Stiftung im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft vergibt jedes Jahr den Christophorus-Autorenpreis für hervorragende publizistische Leistungen auf dem Gebiet Sicherheit im Straßenverkehr. Der Christophoruspreis ist mit jeweils 5000 Euro dotiert. Dadurch möchte die Stiftung die Medien anregen, sich in wachsendem Maße mit den Problemen der Sicherheit im Straßenverkehr zu befassen.
Seit 1957 wurden bereits über 150 Verlage und Rundfunkanstalten sowie über 600 Journalisten und Schriftsteller durch Christophorus-Autorenpreise ausgezeichnet. In fünf verschiedenen Kategorien ermittelt ein Preisrichterkollegium jeweils einen Preisträger.