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AvD Service: Sicher in den Osterurlaub
* Lose Gepäckteile können bei Bremsmanövern zu gefährlichen Geschossen werden * Auch mitfahrende Tiere mit Rückhaltesystemen sichern * Dachgepäckträger nicht überladen und gründlich befestigen
In den ersten beiden Bundesländern – in Niedersachsen und Bremen – beginnen am Freitag die Osterferien und viele Familien starten in den Urlaub. Der Automobilclub von Deutschland (AvD) warnt davor, das Auto zu überladen und appelliert, Gepäck sicher zu verstauen. Das Unfallrisiko kann sonst unverhältnismäßig steigen – wenn sich beispielsweise Fahrräder oder Snowboards auf dem Autodach lösen. Lose Teile im Auto können zudem bei Bremsmanövern zu gefährlichen Geschossen werden und Insassen verletzen. Deshalb sollte auch nur über die Höhe der Rücksitzlehne hinaus gepackt werden, wenn ein stabiles Trenngitter oder Netz zur Verfügung steht. Nur so ist zu verhindern, dass die Ladung im Falle eines Unfalls durch den Fahrzeuginnenraum fliegt. Außerdem weisen alle modernen Autos Zurrösen auf, an denen die schweren Gepäckstücke gesichert werden können. Die notwendigen Zurrgurte sind für wenig Geld in jedem gut sortierten Baumarkt erhältlich. Der AvD weist darauf hin, dass bei nicht vorschriftsmäßig gesicherter Ladung und Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit bis zu 80 Euro Geldstrafe sowie drei Punkte in Flensburg drohen.
Auch den Hund "anschnallen"
Wichtig ist auch, mitreisende Tiere gut zu sichern. Der AvD empfiehlt, die Vierbeiner nur mit entsprechenden Schutz- und Rückhaltesystemen wie Gurten oder Trenngittern auf der Rücksitzbank oder im Laderaum zu transportieren. Hunde haben beispielsweise auf dem Beifahrersitz nichts zu suchen. Durch ihr unberechenbares Verhalten können sie leicht zu einem Gefahrenfaktor im Auto werden, den Fahrer ablenken oder bei einem Unfall durch den Wagen geschleudert werden. Die Folgen können verheerend sein. Das Allianz Zentrum für Technik (AZT) hat dies in Crashversuchen untersucht, unter anderem mit einem 6,5 kg schweren Zwergschnauzer-Dummy. Ungesichert auf der Hutablage liegend flog der Zwerghund-Dummy bei einer Frontalkollision mit 46-47 km/h zwischen den Insassen hindurch und prallte mit dem Kopf in die Scheibe. Ein echter Hund hätte sich bei einem ähnlichen Aufprall tödliche Verletzungen zugezogen und auch andere Passagiere gefährdet. "Hunde, die bei einem Unfall durch das Auto katapultiert werden sind allein schon durch ihr Gewicht eine Gefährdung für menschliche Fahrzeuginsassen", sagt Dr. Christoph Lauterwasser, Leiter des Allianz Forschungszentrums. "Kratz- und Bissverletzungen durch das verschreckte oder gar verletzte Tier stellen ein zusätzliches Gefahrenpotential dar." Die Ingenieure des AZT haben deshalb ein spezielles Hunderückhaltesystem entwickelt. Allianz Kunden können dieses System zu Vorteilskonditionen (10 % Rabatt) beziehen. Schicken Sie uns einfach eine E-Mail an: autowelt@allianz.de
Rechtzeitig vor Reiseantritt sollten zudem die erforderlichen Impfungen vorgenommen und die Tiere gründlich untersucht werden. Der AvD weist darauf hin, dass für Hunde, Katzen und Frettchen seit Oktober 2004 bei Reisen innerhalb der EU ein sogenannter Heimtierausweis vorgeschrieben ist. Diesen kann man bei autorisierten Tierärzten gegen eine geringe Gebühr erhalten.
Mitreisende Tiere sollten mit entsprechenden Schutz- und Rückhaltesystemen gesichert werden.
AvD Kurzcheckliste / Urlaubsgepäck sicher verstaut:
- Schweres Gepäck nach unten und vor die Hinterachse, um den Schwerpunkt des Autos niedrig zu halten.
- Über die Höhe der Rücksitzlehne hinaus darf nur gepackt werden, wenn ein stabiles Trenngitter oder Netz zur Verfügung steht – nur so ist zu verhindern, dass die Ladung im Falle eines Unfalls durch den Fahrzeuginnenraum fliegt und schwerste Verletzungen verursacht.
- Das Gepäck sollte sich möglichst wenig bewegen können und soweit es geht verzurrt sein / gut geeignet zum Stopfen von Lücken sind z.B. Handtücher oder Strandmatten.
- Ein Dachgepäckträger muss sicher befestigt werden und darf auf keinen Fall überladen sein. Beachten: Obwohl viele Autos zwar eine Dachlast von 75 Kilogramm und mehr zulassen, sind die Dachgepäckträger oder -boxen jedoch oft nur für 50 Kilo ausgelegt.
- Wenn möglich nur leichtes Gepäck auf dem Dach verstauen – so wird der Schwerpunkt des Autos nicht unnötig erhöht.
- Vor Fahrantritt und nach dem Beladen des Autos Reifenluftdruck nach Betriebsanleitung erhöhen und Scheinwerfer einstellen – durch die Beladung weisen die Scheinwerfer einen anderen Winkel auf und können sonst den Gegenverkehr blenden. Bei Xenonscheinwerfern oder Niveauregulierung stellt sich die Leuchtweite auch bei beladenem Auto selbsttätig ein.
- Durch das höhere Gewicht und den ggf. verlagerten Schwerpunkt reagiert das Auto anders, beschleunigt langsamer und der Bremsweg wird deutlich länger.
- Mit Dachgepäckträger auf Seitenwind achten / z.B. beim Überholen, auf Brücken, bei der Ausfahrt aus Tunneln oder Waldstücken.