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Alkohol am Steuer – Warum Sie besser nüchtern fahren

Autowelt - Menschen essen Pizza und trinken Bier

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Autowelt - Blitzmerker

BLITZMERKER

Autowelt - Grafik Promillegrenzen

Alkohol am Steuer: Warum sollte ich nur nüchtern fahren?

„Don’t drink and drive“, so lautet der bekannteste Slogan, der vor einer Autofahrt unter Alkoholeinfluss warnt. „Null Promille, null Probleme“, so heißt es bei den Schweizern. Aus dem Umkehrschluss wird die bittere Realität: Zwar sinken die Zahlen von Verkehrsunfällen mit Verletzten oder Toten aufgrund von Alkohol am Steuer. 12.168 Leichtverletzte, 4.688 Schwerverletzte und 260 Tote waren im Jahr 2014 aber immer noch die Folge von Unfällen, bei denen Alkohol eine Rolle spielte. Noch immer enden Alkoholunfälle doppelt so oft tödlich wie Unfälle, bei denen die Fahrer nüchtern sind.

Alkohol am Steuer ist also nach wie vor - wie auch Handy am Steuer - eines der brisantesten Themen der Verkehrs­sicher­heit. Zu Recht: Alkohol ist gesellschaftlich anerkannt, die Grenze zur Fahruntüchtigkeit ist nicht leicht zu ziehen, und deswegen sind auch die Strafen so drakonisch. Welche Promille­grenze gilt für mich? Womit muss ich rechnen, wenn ich "pusten muss" und bei einer Trunkenheitsfahrt erwischt werde? Wann droht ein Fahrverbot? Antworten auf diese und weitere Fragen lesen Sie hier.

Autowelt - Alkoholmessgerät - Fahrer muss pusten, Atemalkohol wird gemessen

Mit Alkohol am Steuer erwischt worden – Womit muss ich rechnen?

Der Gesetzgeber ist inzwischen sehr streng bei der Verfolgung von Trunkenheitsfahrten. Das war früher anders. Eine Promillegrenze wurde überhaupt erst 1953 eingeführt: Sie lag damals bei 1,5 Promille. 1973 folgten dann 0,8 Promille als oberer Promillewert. Aus heutiger Sicht kaum vorstellbar, dass man noch in den 1970er-Jahren stark benebelt fahren durfte und nicht als fahruntüchtig galt.

Vonseiten des Gesetzgebers ist es heutzutage aber vorbei mit dem Laisser-faire bei einem Alkoholverstoß: Inzwischen gilt eine 0,0-Promillegrenze für Fahranfänger und eine 0,5-Promillegrenze für alle anderen. So kann ein Bier schon mal 500 Euro kosten – mindestens – und manchmal auch den Führerschein!

Wann ist Alkohol am Steuer eine Ordnungswidrigkeit?

Wenn Sie mit 0,5 bis 1,09 Promille von der Polizei angehalten worden sind, aber immer noch klar ansprechbar sind, keine Ausfallerscheinungen zeigen und keinen Unfall verursacht haben, sind Sie wegen einer relativen Fahruntüchtigkeit dran. Dieser Alkoholverstoß ist eine Ordnungswidrigkeit und wird unterschiedlich stark bestraft – je nachdem, ob Sie Ersttäter sind bzw. wie oft Sie schon erwischt worden sind. Die Grafik zeigt Ihnen, welches Bußgeld, wie viele Punkte in Flensburg und wie viele Monate Fahrverbot es für Wiederholungstäter gibt:

Autowelt - Drei Alkoholflaschen

Wann ist Alkohol am Steuer eine Straftat?

Sie sind mit mehr als 1,1 Promille unterwegs gewesen? Jetzt spricht man von absoluter Fahruntüchtigkeit. Eine solche Trunkenheitsfahrt ist eine Straftat und wird entsprechend hart bestraft – mit einem Bußgeld von 1.000 Euro, 2 Punkten in Flensburg und einem Fahrverbot von 2 Monaten.

Wann muss ich zu einer MPU?

Es geht aber noch heftiger: Sind Sie mit mehr als 1,6 Promille in eine Alkoholkontrolle geraten? Dann müssen Sie zu einer sogenannten Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU). Erst nach erfolgreicher Teilnahme an einer MPU können Sie den Führerschein wiederbekommen.

Gelten für mich als Fahranfänger wirklich 0,0 Promille?

Los geht es bei 0,0 bis 0,3 Promille für Fahranfänger in der Probezeit und für Jugendliche bis 21 Jahre, die besonders strengen Regeln unterliegen. Werden Sie in der Führerschein Probezeit auch nur mit einem geringen Blutalkoholwert angehalten, drohen bereits heftige Konsequenzen: Bußgeld, Punkte Flensburg, eine Probezeitverlängerung und der Entzug der Fahrerlaubnis.

  • Im günstigsten Fall (erstmalig und ohne Gefährdung) gibt es 1 Punkt in Flensburg und 250 Euro Bußgeld, ein variables Fahrverbot sowie eine kostenpflichtige Nachschulung bzw. ein Aufbauseminar.
  • Bei Wiederholungstätern und einer gleichzeitigen Verkehrsgefährdung sind in der Probezeit sogar 3 Punkte in Flensburg, variables Bußgeld und Fahrverbot sowie Führerscheinentzug die Folge. Aber auch Geld- und sogar Freiheitsstrafen sind möglich.
Autowelt - Alkohol am Steuer wird hart bestraft

Welche Grenze gilt für mich: 0,3 oder 0,5 Promille?

Wer sich unauffällig und korrekt im Verkehr verhält, dem drohen in der Regel erst jenseits der 0,5 Promille rechtliche Konsequenzen. Für erwachsene Führerscheinbesitzer kann es aber bereits ab 0,3 Promille bei auffälligem Fahrstil und Fahrunsicherheit (Verkehrsgefährdung) brenzlig werden. Besonders hart trifft es Wiederholungstäter. Hier sieht das Gesetz

  • bis zu 3 Punkte in Flensburg
  • Geldstrafe
  • Bußgeld
  • Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren
  • und möglicherweise lebenslange Fahrverbote vor.

Kann mir auch der Führerschein entzogen werden, wenn ich das erste Mal alkoholisiert Auto gefahren bin?

Wenn Sie mit 1,2 bis 1,6 Promille erwischt werden, erwartet Sie auf jeden Fall ein hartes Los. Ein langfristiger Führerscheinentzug ist dann sehr wahrscheinlich. Egal ob als Wiederholungstäter oder nicht, Ihnen drohen laut Bußgeldkatalog:

  • 3 Punkte in Flensburg
  • eine Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu 5 Jahren
  • 6 Monate bis 5 Jahre oder gar lebenslanger Führerscheinentzug
  • bei einem Verkehrsunfall 3 Punkte, eine Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu 5 Jahren sowie 6 Monate bis 5 Jahre oder gar lebenslang der Verlust der Fahrerlaubnis.
Autowelt - Fragen Sie einen Anwalt

Alkohol am Steuer – Was ist bei der Verteidigung gegen den Vorwurf wichtig?

Wenn Sie durch einen Bluttest einer Alkoholfahrt überführt werden, sollten Sie dringend einen Anwalt hinzuziehen. Sofern Sie keine Angaben zu Zeitpunkt und Menge des Alkoholkonsums gemacht haben, könnte Ihr Anwalt mit einer sogenannten Nachtrunken­behauptung (Alkoholkonsum zwischen Trunkenheitsfahrt und Blutabnahme) argumentieren. Augenblicksversagen, besondere persönliche Umstände oder außergewöhnliche Umstände des Einzelfalls bei der Tatbegehung können ebenfalls Ihre Verhandlungsposition stärken. Auch ein sehr langer Zeitablauf zwischen Vorfall und Urteil kann dem Anwalt helfen, Ihre Strafe zu mildern.

Autowelt - Auto wird von Polizist zur Kontrolle herausgewunken

Wie kann ich ein Fahrverbot bei Alkohol am Steuer umgehen?

Mit einem Fahrverbot trifft Sie der Gesetzgeber meist am härtesten, wenn Sie alkoholisiert Auto gefahren sind. Aber auch, wenn ein Fahrverbot wahrscheinlich ist, muss es nicht immer dazu kommen. Das Verbot könnte in eine Geldstrafe umgewandelt werden, wenn Sie zum Beispiel bei einem Fahrverbot oder Führerscheinentzug Ihren Job verlieren würden. Bei solchen sogenannten unzumutbaren Härten gibt es einen Ermessensspielraum, der vor allem Ersttätern eine reelle Chance auf Milde bietet.

Wann kommt der Bescheid bei Alkohol am Steuer?

Normalerweise kommt 4 bis 6 Wochen nach der Alkoholfahrt der Bußgeldbescheid bei Ihnen an. Droht Ihnen ein Entzug der Fahrerlaubnis, wird dieser nicht gleich mit dem Erhalt des Bescheids wirksam. Hier haben Sie meist ein gewisses Maß an Wahlfreiheit, den Zeitraum für dieses Fahrverbot zu bestimmen.

Wie bin ich bei einem Unfall während einer Trunkenheitsfahrt versichert?

Wer bei einer Alkoholfahrt in einen Unfall verwickelt ist, dem droht neben den genannten Strafen außerdem Ärger mit der Versicherung. Möglicherweise erlischt der Versicherungs­schutz teilweise oder ganz. Sollte der Alkoholeinfluss mitverantwortlich für den Unfall sein, sollten Sie mit einer prozentualen Kürzung der Versicherungsleistung rechnen. Liegt gar grobe Fahrlässigkeit vor, kann Ihr Versicherer die Leistungen auch komplett verweigern, konkret bei über 1,1 Promille. Zahlt die Versicherung nicht oder eine geringere Leistung, können Sie als Unfallverursacher in Regress genommen werden, was für Sie katastrophale finanzielle Folgen haben kann.

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