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Was ist die Kfz-Steuer?

Bei der Kfz-Steuer handelt es sich um eine Bundessteuer, die von der Bundesfinanzverwaltung (Zoll) erhoben wird. Sie gilt für alle im deutschen Straßenverkehr zugelassenen Fahrzeuge und ist jährlich vom Fahrzeughalter zu bezahlen.

Wieso gibt es die Kfz-Steuer?

Hintergrund für die Einführung der Kfz-Steuer ist das sogenannte Verursacherprinzip: Schäden, die durch die Nutzung der Straßen vonseiten der Fahrzeughalter entstehen, können dank der Steuereinnahmen repariert werden. Des Weiteren wird der Ausbau des Straßennetzes u. Ä. mit den Einnahmen durch die Kfz-Steuer finanziert.


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Kraftfahrzeugsteuer berechnen: Wer ist bei der Zahlung involviert?

Bis auf wenige Ausnahmen ist jedes für den Verkehr zugelassene Auto in Deutschland steuerpflichtig. Das gilt sowohl für Fahrzeuge, die in Deutschland zugelassen sind, als auch für ausländische Fahrzeuge, solange sie sich in Deutschland befinden. Allerdings sind ausländische Fahrzeuge bei einem vorübergehenden Aufenthalt bis zu einem Jahr von der Steuer befreit.

Wer muss die Kfz-Steuer zahlen?

Bezahlt werden muss die Kfz-Steuer in der Regel vom Fahrzeughalter. Es ist aber möglich, im Steuerformular einen anderen Zahler als den Halter einzutragen, z. B. den Sohn oder die Tochter, wenn das Auto zwar auf den Vater zugelassen ist, aber eigentlich dem Kind gehört.

Wer bekommt die Kfz-Steuer?

Die Kfz-Steuer bekommt der deutsche Staat. Das Geld fließt direkt in die Haushaltskasse des Bundes und wird zur Reparatur von Verkehrswegen genutzt.

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Berechnung der Kfz-Steuer 2020: Welche Kosten sind enthalten?

Die Kosten für die Kfz-Steuer setzen sich aus verschiedenen Komponenten zusammen. Welche das sind, lesen Sie in diesem Abschnitt.

Was kostet die Kfz-Steuer?

Die Höhe der Kfz-Steuer richtet sich nach dem Verbrauch des Fahrzeugs und der Größe des Hubraums. Daher gibt es keine pauschale Aussage darüber, mit welchen Kosten Sie für die Kfz-Steuer rechnen müssen. Besonders große Kostenunterschiede kommen aufgrund der Antriebsart zustande. Je nachdem, ob es sich um einen Benziner oder einen Dieselmotor handelt, werden folgende Grundbeträge veranschlagt:

Antriebsart Betrag je 100 cm³ Hubraum
Benziner 2,00 Euro
Diesel 9,50 Euro

Darüber hinaus ergeben sich zusätzliche Kosten bei einem erhöhten CO2-Ausstoß. Je nach Modell ist daher vor der Kfz-Steuererhöhung, die im Jahr 2020 in Kraft tritt, mit jährlichen Kfz-Steuerabgaben zwischen 200 und 300 Euro zu rechnen. Wie genau Sie die Steuer für Ihr Auto berechnen können, erfahren Sie im nächsten Abschnitt.


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Kfz-Steuer berechnen: Welche Angaben werden benötigt?

Sie können Ihre Kfz-Steuern mit unserem Rechner schnell und kostenlos ermitteln. Dafür müssen Sie lediglich einige Informationen zu Ihrem Fahrzeug eingeben. Welche das sind und aufgrund welcher Faktoren die Berechnung der Kfz-Steuer erfolgt, lesen Sie hier.

Welche Daten brauche ich für meine Kfz-Steuerberechnung?

Alle Informationen, die Sie benötigen, um die Kraftfahrzeugsteuer, kurz Kfz-Steuer oder Pkw-Steuer, Ihres Autos berechnen zu können, finden Sie in Ihrer Zulassungsbescheinigung Teil I oder in Ihrem Fahrzeugschein.

1. CO2-Emissionen

Wie viel Kohlendioxid Ihr Fahrzeug in g/km ausstößt, steht unter V.7. Der alter, vor 2009 ausgestellter Fahrzeugschein, enthält diesen Wert nicht.

2. Antriebsart Ob Ihr Fahrzeug einen Benzin- oder Dieselmotor hat, steht unter P.3, im alten Fahrzeugschein unter Punkt 5.
3. Hubraum Die Größe des Hubraums finden Sie unter P.1 in der neuen Zulassungsbescheinigung Teil I oder unter Punkt 8 im alten Fahrzeugschein.
4. Erstzulassungsdatum Das Datum der Erstzulassung finden Sie unter Punkt B in der Zulassungsbescheinigung Teil I oder unter Punkt 32 im alten Fahrzeugschein.
Autowelt - Fahrzeugschein

Wie wird der CO2-Ausstoß für die Kfz-Steuer berechnet?

Seit Juli 2009 belohnt der Staat umweltfreundliche Autos: Die Kfz-Steuer wird nicht mehr ausschließlich nach Hubraum und Antriebsart berechnet, sondern zusätzlich anhand der Höhe des CO2-Ausstoßes und der vergebenen Schadstoffklasse. Je weniger Schadstoffe ein Fahrzeug produziert, umso günstiger fällt die Kfz-Steuer aus.

Steuern berechnen für Kfz nach dem neuen CO2-Prüfverfahren

Seit dem 1. September 2018 wird zur Berechnung des CO2-Ausstoßes nicht mehr wie bisher das NEFS-Prüfverfahren zugrunde gelegt, sondern das WLTP-Verfahren (Worldwide Harmonized Light-Duty-Vehicles Test Procedure). Dieses soll realitätsnähere und verlässlichere CO2-Werte ermitteln. Damit könnte sich die Kfz-Steuer auf viele Autos deutlich erhöhen, da sie mehr Treibhausgas ausstoßen, als bisher angenommen wurde. Die auf dieser neuen Norm basierende Kfz-Steuer gilt allerdings nur für ab dem Stichtag neu zugelassene Fahrzeuge.


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Kfz-Steuer ermitteln mit dem Allianz Steuerrechner für Kfz

Das Gesamtgewicht des Kfz spielt bei der Berechnung keine Rolle. Welcher Steuersatz tatsächlich für Ihr Auto gilt, ergibt sich in dem Rechner aus einem komplizierten Zusammenspiel dieser Faktoren:

  • Faktor 1: Antriebsart und Hubraum. Je angefangene 100 cm3 Hubraum zahlen Sie für einen Benziner 2 Euro, für einen Diesel 9,50 Euro Kfz-Steuer. Lesen Sie auch mehr dazu, wie Sie für Ihren Pkw den Hubraum berechnen können.
  • Faktor 2: Schadstoffausstoß. Für alle Fahrzeuge gibt es abhängig von ihrer Erstzulassung unterschiedliche CO2-Freibeträge. Ältere Autos haben hier bei der Besteuerung einen Vorteil gegenüber neueren Fahrzeugen. Für Autos, die vor dem 1. Januar 2012 zugelassen worden sind, gilt ein höherer Grenzwert: Sie dürfen 120 g/km Kohlendioxid ausstoßen, bei Fahrzeugen ab 2012 muss der Wert unter 110 g/km liegen, und bei einer Erstzulassung ab 2014 sogar unter 95 g/km. Für jedes Gramm pro Kilometer, das das Auto darüber hinaus ausstößt, werden 2 Euro auf die Steuer aufgeschlagen.

Sie können Ihre neue Kfz-Steuer mit unserem Rechner auch im Jahr 2020 bequem ermitteln. Die Berechnung erfolgt stets nach den aktuellen Gesetzesvorgaben.

Autosteuer berechnen: Beispiel

Rechenbeispiel mit dem Kfz-Steuerrechner für einen VW Sharan 2.0 TDI, der 2010 zugelassen worden ist:

Der Sharan hat einen Hubraum von 1.968 cm3. Das ergibt für den Faktor 1 eine Steuer von 9,50 Euro für Diesel, multipliziert mit 20 für jede 100 cm3 angefangenen Hubraum. Das ergibt bis hierher eine Kfz-Steuer von 190 Euro. Der Sharan ist 2010 erstmals zugelassen worden. Das führt zu einem CO2-Sockelwert von 120 g/km. Tatsächlich stößt der VW-Van 154 g/km aus, also 34 Gramm „zu viel“, die mit 2 Euro pro Gramm zu Buche schlagen. Für den Faktor 2 fallen also weitere 68 Euro an.

Die Kfz-Steuer für den VW Sharan beträgt 190 plus 68 Euro, insgesamt 258 Euro pro Jahr.


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Kfz-Steuer ab 2020: Welche Fahrzeuge sind von der Kfz-Steuer befreit oder steuerbegünstigt?

Auch wenn Anschaffungspreise und Reichweiten heute noch nicht für Elektroautos sprechen, sind sie zumindest aus steuerlicher Sicht sehr attraktiv. Wie bei einigen anderen Fahrzeuggruppen profitieren Sie hier mehrere Jahre von einer Kfz-Steuerbefreiung:

Elektroautos

Bei einer Erstzulassung von Elektroautos zwischen dem 18. Mai 2011 und dem 31. Dezember 2020 wird eine Steuerbefreiung von 10 Jahren gewährt. Auch Fahrzeuge, die im Zeitraum vom 18. Mai 2016 bis 31. Dezember 2020 zu einem Elektrofahrzeug umgerüstet wurden, profitieren unabhängig von der Erstzulassung von 10 Jahren Steuerbefreiung. Bei einem Halterwechsel kann die Steuerbefreiung übertragen, aber nicht verlängert werden. Auch nach den steuerfreien Jahren lässt sich mit Elektroautos sparen: Es gibt weiterhin eine Steuerermäßigung von 50 Prozent.

Erdgasfahrzeuge

Erdgasfahrzeuge erhalten ebenfalls eine Steuerbegünstigung, jedoch nicht über eine verringerte Kfz-Steuer, sondern über den weiterhin niedrigen Erdgassteuersatz. Der reduzierte Steuersatz von 13,90 Euro je MWh gilt noch bis zum 31. Dezember 2026. Hier spart der Fahrzeughalter also über die Spritkosten.

Oldtimer

Echte Oldtimer, die über 30 Jahre alt sind und ein H-Kennzeichen tragen, erhalten eine vergünstigte Besteuerung. Krafträder kosten jährlich pauschal 46 Euro, alle übrigen Oldtimer 191 Euro.

 

Autowelt - Grünes Auto fährt auf Straße

Einsatzfahrzeuge

Auf Fahrzeuge, die zum Allgemeinwohl unterwegs sind, wird keine Kfz-Steuer erhoben. Das gilt beispielsweise für Krankenwagen, Feuerwehrautos und Einsatzfahrzeuge der Polizei. Aber auch Busse, die Straßenreinigung und bestimmte land- und forstwirtschaftliche Fahrzeuge sind unter bestimmten Bedingungen steuerfrei.

Autos von schwerbehinderten Fahrzeughaltern

Je nach Art der Schwerbehinderung sieht das Kraftfahrzeugsteuergesetz (KraftStG) eine Steuerbefreiung oder eine Steuerermäßigung vor.

Eine Steuerbefreiung gilt für Fahrzeughalter mit der folgenden Schwerbehinderung:

  • H = Hilflosigkeit bei den Verrichtungen des täglichen Lebens
  • Bl = Blindheit oder hochgradige Sehbehinderung
  • aG = außergewöhnliche Gehbehinderung

Sofern die schwerbehinderte Person auf das Recht zur unentgeltlichen Beförderung im öffentlichen Straßenverkehr verzichtet, wird in diesen Fällen eine Steuerermäßigung um 50 Prozent gewährt: vorhandener Ausweis mit orangefarbenem Flächenaufdruck und …

  • G = Gehbehinderung
  • Gl = Gehörlosigkeit

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Kfz-Steuer: Neuerungen ab 2020

Das neue Klimapaket der Bundesregierung sorgt für höhere Kfz-Steuern und Spritpreise. Wer im Jahr 2021 ein Auto neu zulassen möchte, muss mit folgenden Änderungen rechnen:

Kfz-Steuer

Zu welchem Zeitpunkt sich die Kfz-Steuer genau erhöhen soll, ist noch nicht näher definiert worden. Zunächst ist nur bekannt, dass ab dem Jahr 2021 die Kfz-Steuer für Neuwagen mit einem Kohlendioxidausstoß von mehr als 95 g/km teurer wird. Diese neuen EU-Grenzwerte wurden festgelegt:

CO₂-Ausstoß pro kilometer Zusätzliche Kosten pro Gramm CO₂
ab 95 Gramm 4,00 Euro
ab 115 Gramm 5,50 Euro

 Laut einem Bericht von n-tv würde sich die Abgabe für Neuzulassungen ab 2021 dadurch nahezu verdoppeln.

CO2-Steuer

Im Dezember 2019 haben sich die Parteien auf einen Preis für CO2-Emissionen geeinigt. Ab dem Jahr 2021 soll der Ausstoß einer Tonne CO2 im Gebäude- und Verkehrssektor 25 Euro kosten. Für Verbraucher bedeutet dies vor allem höhere Sprit- und Heizkosten: Beginnend bei 3 Cent pro Liter wird der Benzin- und Dieselpreis innerhalb von vier Jahren auf bis zu 15 Cent pro Liter angehoben.


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FAQ rund um die Kfz-Steuer

Wann wird die Kfz-Steuer abgebucht?

Die Kfz-Steuer wird i. d. R. einmal jährlich von den Finanzbehörden erhoben. Eine Ausnahme bilden jedoch besonders hohe Steuersätze: Übersteigt die Kfz-Steuer einen Betrag von 500 Euro, darf sie mit einem Aufgeld von drei Prozent halbjährlich und bei mehr als 1.000 Euro mit einem Aufgeld von sechs Prozent auch vierteljährlich bezahlt werden. Der Ablauf der Steuerzahlung geht folgendermaßen vonstatten:

  1. Bereits bei der Anmeldung des Fahrzeugs muss der Halter seine Zustimmung zum SEPA-Lastschriftverfahren für den Einzug der Kfz-Steuer erteilen.
  2. Unmittelbar danach wird dem Halter vom Zoll der entsprechende Steuerbescheid zugesandt. Dieser gilt bis zur Abmeldung des Fahrzeugs oder bis zu einer Änderung der Angaben.
  3. Jedes Jahr zum 20. September bucht das zuständige Hauptzollamt den Steuerbetrag vom Konto des Fahrzeughalters ab. Es ist darauf zu achten, dass das Konto zum Abbuchungstermin stets ausreichend gedeckt ist. Denn falls der Zoll die Abbuchung nicht vornehmen kann, erhält der Fahrzeughalter eine Vollstreckungsankündigung und es droht die Zwangsstillegung des Autos.

Wie hoch ist die Kfz-Steuer in Deutschland im Durchschnitt?

Am 1. Januar 2019 gab es in Deutschland 64,8 Millionen zugelassene Fahrzeuge. Für jedes Kfz – egal ob Pkw, Motorrad oder auch Anhänger – muss eine Kraftfahrzeugsteuer entrichtet werden. Aus den gesamten Kfz-Steuereinnahmen hat sich im Juli 2019 ein neuer Rekordwert ergeben: 219 Euro pro Neuwagen werden durchschnittlich im Jahr fällig. Zum Vergleich: Im Oktober 2018 – kurz nach der Umstellung auf die neue Berechnung der CO2-Emissionen – wurde eine durchschnittliche Kfz-Steuer in Höhe von 186 Euro verzeichnet.

Welches Zollamt ist für meine Kfz-Steuer zuständig?

Bei allgemeinen Fragen zum Thema Kraftfahrzeugsteuer bietet der Zoll eine zentrale Auskunftsstelle in Dresden an, die sowohl telefonisch als auch per E-Mail zu erreichen ist. Welche Dienststelle genau für Ihre Kfz-Steuerabgaben zuständig ist, können Sie ebenfalls auf der Website des Zolls herausfinden. In der „Dienststellensuche“ können Sie Ihr Anliegen und Ihre Postleitzahl angeben. Im Anschluss erhalten Sie alle notwendigen Angaben und Kontaktdaten Ihres zuständigen Zollamtes.

Wer zahlt die Kfz-Steuer bei Leasing?

Auch bei Leasingverträgen muss der Fahrzeughalter für die Kfz-Steuerzahlungen aufkommen. Der Fahrzeughalter ist stets der Leasingnehmer. Gewerbetreibende können die Kosten für die monatliche Leasingrate aber steuerlich absetzen: Wird das Auto nachweislich vorwiegend gewerblich genutzt, können die Kosten vollständig als Betriebsausgaben geltend gemacht werden.

Wie lange dauert die Kfz-Steuerrückerstattung?

Die Kraftfahrzeugsteuer wird stets im Voraus für ein Jahr gezahlt. Wenn Sie Ihr Fahrzeug abmelden, entsteht somit ein Guthaben. Die Auszahlung dieses Guthabens erfolgt i. d. R. innerhalb von drei Wochen, sofern dem Hauptzollamt eine Bankverbindung für die Rückerstattung bekannt ist. Nehmen Sie nicht am SEPA-Lastschriftverfahren teil, kann keine automatische Rückerstattung vollzogen werden, d. h. Sie müssen Ihrem Hauptzollamt eine Bankverbindung für Erstattungszwecke mit dem Formular 3815 mitteilen.

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