Kfz-Versicherung: Leistungen, Kosten & Tipps

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Das Wichtigste zur Kfz-Versicherung in Kürze

  • In Deutschland müssen Kraftfahrzeuge laut Pflichtversicherungsgesetz versichert werden.
  • Die Haftpflicht ist für jedes Kfz verpflichtend. Teilkasko und Vollkasko bieten zusätzlichen Schutz.
  • Die Höhe des Versicherungsbetrags errechnet sich aus Typ- und Regionalklasse, der Schadensfreiheitsklasse, den jährlich gefahrenen Kilometern sowie Zahl und Alter der Fahrer.
  • Über die Selbstbeteiligung, Werkstattbindung und den Stellplatz des Autos können Sie Rabatte für Ihre Versicherungsprämie erhalten.
  • Ein Vergleich der Versicherungen und ihrer Konditionen lohnt sich immer.
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Autowelt - Familie beim Autokauf - beste Kfz-Versicherung finden

So finden Sie die beste Kfz-Versicherung

Ist der neue Traumwagen endlich gefunden, geht die Suche weiter – nach der besten Versicherung für Ihr Auto. Rund 200 Anbieter mit 300 Tarifen gibt es auf dem Markt, da ist es nicht immer leicht die beste Police zu finden.

Es ist ratsam, wenn sich der Fahrzeughalter im Vorfeld über die Rahmenbedingungen für seine neue Versicherung im Klaren ist:

  • Für Neuwagen und Autos, die nur wenige Jahre alt sind, bietet sich eine Vollkasko an.
  • Bei gebrauchten Fahrzeugen: Reicht eine Teilkasko-Versicherung oder je nach Zeitwert gar nur die Kfz-Haftpflicht aus?
  • Wer wird das Kfz fahren?
  • Wie viele Kilometer werden im Jahr zurückgelegt?

Im Internet finden sich verschiedene und zudem kostenfreie Vergleichsportale, welche die Suche erleichtern. Auch der Anruf bei einem Versicherungsagenten kann sich lohnen, besonders wenn der Kunde Wert auf den persönlichen Kontakt legt und vielleicht schon andere Versicherungen dort abgeschlossen hat, um so einen Rabatt aushandeln zu können. Leicht lassen sich mehrere Hundert Euro im Jahr sparen, wenn Sie sich vor Abschluss der Versicherung Zeit für einen Vergleich der Angebote und Konditionen nehmen. Achten Sie dabei aber nicht nur auf den Preis, sondern vergleichen Sie auch die Leistungen der Anbieter.

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Jedes Auto braucht eine Kfz-Versicherung 

Das Auto ist des Deutschen liebstes Kind, wie es so schön heißt. Doch zur Freude am Fahren gehören nicht nur die regelmäßige Pflege und Wartung des Fahrzeugs, sondern auch die richtige Kfz-Versicherung.

Wichtig ist zu wissen, dass Sie niemals ohne Versicherung ein Auto oder Motorrad fahren dürfen. In Deutschland besteht für motorisierte Fahrzeuge ein Pflichtversicherungsgesetz. Die Haftpflichtversicherung ist gesetzlich vorgeschrieben, darüber hinaus kann optional eine Teil- oder Vollkasko abgeschlossen werden. Wer ohne Haftpflicht-Versicherungsschutz auf den Straßen unterwegs ist, handelt grob fahrlässig und begeht eine Straftat.

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Die Kfz-Haftpflichtversicherung

Die Haftpflichtversicherung für Fahrzeuge ist in Deutschland unumgänglich. Bei ihrem Abschluss wird ein Schadensfreiheitsrabatt angerechnet. Die Haftpflicht deckt Schäden gegenüber Dritten – wie beispielsweise bei einem Unfall mit einem anderen Auto – ab und springt für Personen-, Sach- und Vermögensschäden ein.


Die Haftpflicht kommt im Schadensfall auf für:

Schäden an anderen PkwPersonenschädenSachschäden


Reparaturkosten


Heilungskosten, die von der Krankenkasse nicht übernommen werden

Gebäudeschäden


Abschleppkosten

Schmerzensgeld
                   ✓
Flurschaden, z.B. Leitplanke oder Bäume

Gutachterkosten

Verdienstausfall

Nutzungsausfall

Rente

Mietwagenkosten

Unterhalt für Hinterbliebene

Wertminderung

Wiederbeschaffungswert
bei Totalschaden

Wichtig ist zu wissen, dass nur Beschädigungen an anderen Fahrzeugen, jedoch nicht am eigenen Auto getragen werden.

Die Auto-Haftpflicht gilt in jedem EU-Land, sie ist überall vorgeschrieben. Ob freiwillige Zusatzleistungen auch bei Fahrten im Ausland gelten, ist den Vertragsbedingungen zu entnehmen. Bei einem Umzug ins Ausland muss vor Ort eine neue Versicherung abgeschlossen werden. 

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Kfz-Kaskoversicherung: Vollkasko und Teilkasko im Vergleich

Eine Kaskoversicherung kann im Gegensatz zur Haftpflicht auf freiwilliger Basis abgeschlossen werden. Sie kommt für Schäden am eigenen Fahrzeug auf und bietet einen weitreichenderen Schutz als nur die Pflichtversicherung, allerdings sind die Kosten dafür höher.

Es gilt zwischen Teil- und Vollkasko zu unterscheiden. Kfz-Experten raten, dass sich die Teilkasko-Versicherung für Fahrzeuge lohnt, bis sie ein Alter von acht Jahren erreicht oder wenn sie einen hohen Wiederverkaufswert haben. Im Fall eines Totalschadens wird nämlich nur der Zeitwert ersetzt.

 

Die Teilkasko kommt auf für:

  • Diebstahl des Fahrzeugs sowie Einbruch (auch der Versuch)
  • Hagel- und Sturmschäden
  • Steinschlag und Glasschäden
  • Marderbiss
  • Brand
  • Überschwemmung
  • Unfälle mit Wildtieren (meist nur Haarwild wie Rehe, jedoch keine Nutztiere)

Die Vollkaskoversicherung deckt alle Schadensfälle der Teilkasko ab und darüber hinaus noch:

  • Unfälle mit Eigenverschulden (Die Versicherung zahlt meist nicht, wenn der Fahrer grob fahrlässig handelte, beispielsweise betrunken fuhr.)
  • Unfälle, bei denen der Verursacher nicht ermittelt werden kann oder Fahrerflucht begangen hat
  • Schäden, wenn der Unfallverursacher nicht versichert war
  • Schaden durch Vandalismus
  • Unfälle mit Tieren, die nicht von der Teilkasko abgedeckt werden

Ein Blick ins Kleingedruckte des Vertrags ist in jedem Fall ratsam. So erstatten einige Vollkaskoversicherungen den Neuwert des Fahrzeugs (Neuwertentschädigung) bei einem Totalschaden bis zu sechs Monaten nach Erstzulassungen, anderen wiederum weiten diese Frist aus.

Für die Vollkasko gilt ein Schadensfreiheitsrabatt, der unabhängig von der Haftpflicht läuft. Durch umsichtiges Fahren lassen sich die Versicherungsbeträge im Laufe der Jahre reduzieren. Bei der Teilkasko wird keine Schadenfreiheitsklasse bzw. Schadenfreiheitsrabatt (SFR) berücksichtigt. Der Grund ist einfach: Die Teilkasko greift bei Schäden, die der Halter nicht selbst verursacht hat. Er hat also keinen Einfluss darauf, ob sich ein Versicherungsfall ereignet oder nicht und kann somit auch nicht für sein eigenes Verhalten belohnt werden.

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Leistungen, auf die Sie beim Abschluss einer Kfz-Versicherung achten sollten

Nicht allein der Preis, sondern auch die Leistungen sollten über den Abschluss einer Police entscheiden. Bei einer Haftpflichtversicherung ist auf hohe Deckungssummen zu achten. Der Gesetzgeber gibt vor, dass mindestens 7,5 Millionen Euro bei Personenschäden, Sachschäden mit 1,12 Million Euro und 50.000 Euro bei Vermögensschäden abgedeckt sein müssen. Experten raten auf 100 Millionen Euro aufzustocken.

Bei der Kaskoversicherung gibt es keine gesetzlichen Vorgaben der Deckungssumme. Kunden sollten auf einige Punkte schauen:

  • Verzicht auf Einwand grober Fahrlässigkeit: Die Versicherung zahlt in jedem Fall, auch wenn Sie als Unfallverursacher fahrlässig handelten.
  • Neuwertentschädigung: Besonders wichtig, wenn Sie sich einen Neuwagen gekauft haben. Jeder Versicherer zahlt unterschiedlich lange den Neupreis. Sechs Monate bis drei Jahre sind möglich.
  • Rabatte: Einige Assekuranzen gewähren Nachlässe, wenn das Auto in einer Garage steht, wenn nur ein Fahrer das Kfz lenkt oder Werkstattbindung vereinbart wird.
  • Schadenfreiheitsrabatt: Sie sollten sie von Ihrem bisherigen Anbieter schriftlich bestätigen lassen, welchen Schadensfreiheitsrabatt er Ihrem neuen Versicherer mitteilen wird.
Autowelt - Freunde im Auto - Leistungen Kfz-Versicherung

Sinnvolle Zusatzbausteine für die Kfz-Versicherung

  • Autoschutzbrief: Der Schutzbrief beinhaltet einen umfassenden Service im Schadensfall. Er gilt für den Wagen, Fahrer und alle Insassen. Die Zusatzleistung deckt Kosten für Abschleppdienst, Mietwagen, Hotelübernachtungen und Krankenrücktransport ab. Er gilt auch im europäischen Ausland.
  • Rechtsschutzversicherung: Sie trägt Anwalts- und Gerichtskosten und kann speziell für Begebenheit rund um den Straßenverkehr abgeschlossen werden.
  • Schutz für den Fahrer: Experten bezeichnen die Fahrerschutzversicherung als Vollkasko für den Fahrer. Sie springt ein, egal ob Sie den Unfall verursacht haben oder nicht und kein anderer für die Kosten aufkommt. Beispielsweise werden Haushaltshilfen, behindertengerechte Umbauten und Schmerzensgeld übernommen. Zusätzlich erhalten Hinterbliebene des Fahrers Schmerzensgeld oder Unterhalt, wenn der Fahrer verstirbt.
  • Schutz für Mitfahrer: Der Insassenunfallschutz versichert anders als die Fahrerschutzversicherung auch alle Mitfahrer nach einem Autounfall.
  • Rabattschutz und Rabattretter: Haben Sie eine bestimmte Schadenfreiheitsklasse erreicht, können Sie sich per Rabattschutz und Rabattretter gegen eine Rückstufung beziehungsweise steigende Prämien absichern. Rabattschutz und Rabattretter gibt es dabei bei Haftpflicht und Vollkasko. Damit können Sie einen Schaden pro Jahr regulieren lassen, ohne dass dies Auswirkungen auf die Versicherungsprämie im Folgejahr hat.
  • Mallorca-Police: Sie ist eine Zusatzleistung zur Kfz-Haftpflicht. Sie greift, wenn Sie im Ausland mit einem Leihwagen in einen Unfall verwickelt sind. Denn oftmals sind die Deckungssummen deutlich niedriger als in Deutschland. Die Police ist übrigens nicht auf Mallorca beschränkt, sondern gilt im gesamten europäischen Ausland. Bei vielen Versicherern ist sie bereits standardmäßig enthalten, manchmal ist sie als optionaler Zusatzbaustein erhältlich.
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Diese Faktoren beeinflussen die Beitrags-Kosten einer Kfz-Versicherung

Autowelt - Infografik - Einflussfaktoren Prämie Kfz-Versicherung
  • Typklassen: Der Versicherer kalkuliert darüber das Risiko, wie wahrscheinlich es mit einem bestimmten Fahrzeugtypen zu einem Schadensfall (wie Unfall oder Diebstahl) kommt. Die jährliche Schadenstatistik gilt dafür als Grundlage. Die Typklassen lassen sich im Internet nachschauen.
  • Regionalklasse: Wie hoch der Versicherungsbetrag ausfällt, hängt auch davon ab, wo das Auto zugelassen ist. Der Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft erstellt die Klassen nach verschiedenen Faktoren wie Unfallhäufigkeit, Anzahl der zugelassenen Fahrzeuge und Straßenverhältnissen in den unterschiedlichen Regionen.
  • Schadensfreiheitsrabatt: Wer jahrelang ohne Unfall gefahren ist, muss weniger Beiträge zahlen. Der Rabatt kann auch innerhalb der Familie übertragen werden.
  • Zahl und Alter der Fahrer: Je weniger Fahrer den Wagen nutzen, desto günstiger wird die Versicherung. Rabatte werden auch gewährt, wenn die Fahrer älter als 23 Jahre sind.
  • Jährliche Fahrleistung: Fahrer, die ihren Wagen nur wenig bewegen, werden mit niedrigeren Beiträgen als Vielfahrer belohnt.
  • Garagenstellplatz: Steht das Auto vor Dieben, Vandalen und Unwettern geschützt in einer Garage, kann das positive Auswirkungen auf die Beitragshöhe haben.
  • Selbstbeteiligung: Je höher die Selbstbeteiligung, desto niedriger fällt der Versicherungsbeitrag aus. Üblich ist eine Selbstbeteiligung zwischen 150 und 1000 Euro im Schadensfall.
  • Werkstattbindung: Der Fahrer verpflichtet sich vertraglich, Schäden am Auto nur in bestimmten Werkstätten reparieren zu lassen, welche die Versicherung vorgibt. Dafür wird die Prämie billiger.
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BLITZMERKER

Wenn Sie umsichtig fahren und Ihren Fahrstil bewerten lassen, sparen Sie: Bei Telematik-Tarifen richtet sich die Prämie der Kfz-Versicherung nach Ihrer Fahrweise. Auch die Allianz hat einen solchen Tarif.

Wie Sie bei der Kfz-Versicherung sparen können 

Ein Vergleich der Versicherungen und ihrer Tarife ist empfehlenswert. Das gilt, sowohl wenn eine neue Police abgeschlossen werden soll, als auch bei bestehenden Verträgen. Im jährlichen Abstand sollte der Fahrzeughalter seine Konditionen checken: Sind Voll- oder Teilkasko noch nötig? Bekommen Sie bei einer anderen Versicherungen die gleichen Konditionen für weniger Geld? Fahren Sie so viele Kilometer im Jahr, wie bei der Versicherung angegeben? Fallen Zusatzfahrer weg, weil beispielsweise die Kinder aus dem Haus sind? All das kann Einfluss auf Ihre Versicherungsprämie haben und lässt Sie bares Geld sparen. Auch vor dem Kauf eines neuen Autos kann der Fahrzeughalter sich informieren, welcher Autotyp günstig versichert wird. 

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Was ist der so genannte Fahrerkreis?

Selten nutzen Autobesitzer ihr Auto ganz allein. Schnell gibt es im näheren Umfeld Bedarf auf den fahrbaren Untersatz: Die Ehefrau hat größere Einkäufe, oder die Kinder sind bereits flügge und wollen sich mit Freunden aus dem Nachbarsort treffen. Dabei ist wichtig zu wissen, dass nicht alle Mitnutzer eines Autos automatisch mitversichert sind. Auch nicht die eigene Familie. Außer Sie haben einen Vertrag, in dem dies so steht. In aller Regel gilt: Nur wer als Zusatzfahrer bei der Kfz-Versicherung gemeldet ist, genießt auch vollen Versicherungsschutz. Wer zu den berechtigen Fahrern zählt, bestimmt der Versicherungsnehmer, indem er den so genannten Fahrerkreis im Versicherungsvertrag festgelegt.

Es gibt zwei Arten von Fahrerkreisen:

 1. Ein eng gefasster, „personalisierter Fahrerkreis“, zu dem neben

  • dem Hauptversicherten auch
  • dessen Ehe- oder Lebenspartner sowie
  • die Kinder zählen.

Personalisiert bedeutet in diesem Fall, dass die Nutzer der Versicherung namentlich genannt oder über die Zugehörigkeit (Verwandtschaftsgrad) zum Versicherungsnehmer definiert sind.

 2. Ein so genannter erweiterter oder „abstrakter Fahrerkreis“. Hier sind Personen mitversichert, die ein bestimmtes Merkmal erfüllen. Das kann

  • eine bestimmte Altersgrenze (z.B. alle Fahrer über 25 Jahre) sein oder
  • die Anzahl der Jahre, wie lange der Nutzer in Besitz des Führerscheins ist

Diese zweite Variante, „abstrakter Fahrerkreis“, ist insbesondere dann von Vorteil, wenn mehrere Personen das Auto mit benutzen. Dann können Sie durch die Angabe einer bestimmten Altersgrenze zum Beispiel alle Menschen mit Ihrem Auto fahren lassen, die das festgeschriebene Alter haben.

Manche Versicherer bieten auch einen „unbegrenzten Fahrerkreis“ an. Doch dafür muss man in der Regel um einiges mehr berappen: Denn die Anzahl der zugelassenen Fahrer hat einen Einfluss auf die Höhe des Versicherungsbeitrages.

 

Was passiert, wenn ein nicht gemeldeter Fahrer fährt?

Nach einem weinseligen Abend bietet sich der Nachbar an, das Auto nach Hause zu fahren. Ein verführerisches Angebot. Doch Halt! Hier sollten Sie kurz einen Gedanken an Ihre Kfz-Versicherung verschwenden. Denn wenn Sie jemandem Ihr Fahrzeug überlassen, der nicht bei ihrer Versicherung als Zusatzfahrer eingetragen ist, begehen Sie nach nüchterner Rechtssprache eine so genannte Obliegenheitsverletzung. Das heißt, Sie missachten die im Vertrag festgelegten Pflichten. Im schlimmsten Fall kommt die Versicherung für einen erlittenen Schaden nicht auf oder kündigt Ihnen den Vertrag.

 

Wann und wie melde ich der Kfz-Versicherung Zusatzfahrer?

Grundsätzlich gilt: Wenn sich der Nutzerkreis Ihres Fahrzeugs ändert, sollten Sie dies unverzüglich Ihrer Versicherung melden. Gerade bei Online Tarifen können Sie viele Einstellungen schnell und direkt über ihr Profil ändern, manche Versicherer bieten hierfür sogar eine App an. So lässt sich die Nutzung des Autos mobil und kurzfristig dem aktuellen Bedarf anpassen. Ansonsten melden Sie sich über die Service-Rufnummer oder dem Email Kontakt bei ihrem Versicherer und lassen sich in die dafür zuständige Vertragsabteilung weiterleiten.

 

Muss ich einmalig andere Fahrer melden?

Ein guter Bekannter zieht um und will sich Ihren Kombi leihen. So einen Freundschaftsdienst leistet man doch gern! Wenn aber ausgerechnet dann der Freund im Umzugsstress einen kostenspieligen Blechschaden verursacht, könnte auch die Freundschaft ein paar unnötige Blessuren erleiden.

Daher lohnt sich ein kurzer Blick in die Versicherungspolice oder ein Anruf bei Ihrem Versicherungsmakler. Bei manchen Anbietern können Sie den Fahrerkreis kurzfristig erweitern. Die Allianz Kfz-Versicherung zum Beispiel ermöglicht bis zu drei Mal im Jahr eine vorübergehende Vergrößerung des Fahrerkreises – beitragsfrei und bis zu 4 Wochen! Andere Versicherer bieten an, gegen einen Tagesaufpreis kurzfristig den Zusatzschutz für einen weiteren Fahrer dazu zu buchen.

Eine Ausnahme machen Versicherer in der Regel, wenn es sich um einen Notfall handelt. Also wenn Sie als Fahrer auf der Landstraße plötzlich wegen eines Herzinfarkts vom Lenkrad kippen, und ihr Beifahrer wegen fehlenden Funkempfangs keinen Notarzt rufen kann. Fährt er Sie in diesem Fall ins nächst gelegene Krankenhaus, dürften die Versicherer diese Fahrt als Notfall anerkennen. Anders gestaltet sich die Lage, wenn Sie zuhause von der Leiter gefallen sind, und Ihr Nachbar Sie mit Ihrem Auto ins Krankenhaus fährt. In einem solchen Fall sollte immer besser ein Ambulanzfahrzeug oder ein Taxi gerufen werden.

 

Können mehrere Fahrer auch nachträglich bei der Kfz-Versicherung angemeldet werden?

Natürlich können Sie jederzeit einen Zusatzfahrer für Ihr Auto anmelden. Sollte dieser im Vorhinein schon Ihr Auto benutzt haben, hatten Sie möglicherweise Glück, und es ist nichts passiert. Dann wird sich daran auch niemand stören. Kommt es allerdings zu einem versicherungstechnischen Schaden, wird die Lage schon kritischer. Denn da hilft die Ausrede erstmal nicht, dass Sie Ihren neuen Lebenspartner ohnehin demnächst melden wollten, die Liebe aber noch ein zu zartes Pflänzchen war…. In diesem Fall können Sie nur auf die Kulanz Ihres Versicherers hoffen, dass er den Schaden übernimmt und Sie „nur“ mit einer Nachzahlung konfrontiert.

 

Was ist der Fahrerschutz?

Auch auf Ihren möglicherweise abgeschlossenen Fahrerschutz können Sie für Ihren Schatz dann nicht zurückgreifen. Denn auch dieser gilt nur für berechtigte, sprich bei der Versicherung gemeldete Fahrer. Der Fahrerschutz ist ein Zusatzbaustein der Kfz-Versicherung und kommt bei Personenschäden des Autolenkers zum Einsatz. Denn dieser ist nicht wie der Beifahrer über die Kfz-Haftpflicht versorgt. Der Fahrerschutz übernimmt dabei die Kosten, die nicht von anderen Versicherungen wie der Krankenkasse oder der Kfz-Haftpflicht übernommen werden.

 

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Die Kfz-Versicherung wechseln oder kündigen und das Sonderkündigungsrecht

Wer einen günstigeren Tarif entdeckt, kann seine Kfz-Versicherung wechseln. Dafür muss ein neuer Vertrag abgeschlossen und der alte gekündigt werden. Im Internet finden sich Vorlagen für Kündigungsschreiben. Aber Vorsicht: Sie sollten die bestehende Police erst kündigen, wenn die neue Versicherung Sie als Kunde angenommen hat. Sonst drohen Versicherungslücken.

Ihre Kfz-Versicherung können Sie immer zum Jahresende kündigen. Die Kündigung muss bis 30. November schriftlich – am besten per Einschreiben – beim Versicherer vorliegen.

In einigen Fällen gibt es ein Sonderkündigungsrecht. Es greift, wenn die Versicherung die Beiträge erhöht, ohne dabei den Schutz zu erweitern, oder sich die Vertragsbedingungen ändern. Das gilt auch, wenn sich Typ- und Regionalklasse (außer bei Umzug) ändern. Auch nach einem Schadensfall besteht das Sonderkündigungsrecht. Die Kündigung muss innerhalb eines Monats erfolgen. Wer seinen Wagen verkauft oder abmeldet, kann fristlos bei seiner Assekuranz kündigen.

Kann es auch vorkommen, dass mir die Kfz-Versicherung kündigt?

Durchaus kündigen Versicherungen Verträge mit ihren Kunden. Das kann der Fall sein, wenn zu viele Schäden gemeldet werden oder Sie Ihre Beiträge nicht bezahlen. Es gilt dann, sich rasch um einem neuen Anbieter zu bemühen. 

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Autokauf, -verkauf und Kfz-Abmeldung: Was ist hinsichtlich der Kfz-Versicherung zu beachten?

Wenn Sie einen Gebrauchtwagen kaufen, geht die Versicherung zunächst auf Sie als Käufer über. So soll vermieden werden, dass es zu Versicherungslücken kommt. Sie als neuer Halter können den Vertrag innerhalb eines Monats kündigen und zu einer anderen Versicherung wechseln.

Handelt es sich um einen Neuwagen oder ein bereits abgemeldetes Fahrzeug, benötigen Sie eine evB-Nummer. Mit dieser elektronischen Versicherungsbestätigung (eVB) gewährt die Versicherung zunächst eine vorläufige Deckung bis der Versicherungsantrag angenommen wurde. Die eVB-Nummer wird zur Vorlage bei der Zulassungsstelle benötigt, damit Sie den Wagen dort anmelden können.

Melden Sie Ihren Wagen bei der Zulassungsstelle ab, informiert diese Ihre Versicherung. Experten raten, zusätzlich den Versicherer per Mail zu benachrichtigen. Der Versicherungsschutz erlischt an dem Tag, an dem Sie das Auto abmelden, bereits bezahlte Beiträge erstattet die Versicherung zurück.

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Ist die Kfz-Versicherung steuerlich absetzbar?

Ja, Arbeitnehmer können die Kfz-Haftpflicht von der Steuer absetzen. Sie zählt zum Vorsorgeaufwand. Wer als Selbstständiger sein Auto beruflich nutzt, kann die Kasko als Betriebsausgabe anrechnen. 

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Kfz-Versicherung ohne Schufa-Auskunft – geht das?

Ja, auch mit negativer oder fehlender Schufa können Sie eine Autoversicherung abschließen. Allerdings werden die Versicherungen lediglich die vorgeschriebene Haftpflicht gewähren. Kaskoversicherungen, Zusatzleistungen und Sonderkonditionen verwehren die meisten Versicherer in so einem Fall. 

Die Leistungen im Überblick

Das bietet Ihnen die Kfz-Versicherung der Allianz

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100 Mio. € Versicherungssumme,
bei Personenschäden
bis zu 15 Mio. €

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Bis 12 Monate nach Kauf
Erstattung des Kauf-/Neupreises
bei Totalschaden

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Vertragskommunikation
online

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Bis 12 Monate nach Kauf
Erstattung des Kauf-/Neupreises
bei Totalschaden

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Vertragskommunikation
online

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Premium Schutzbrief:
Weiterfahrt nach Panne oder
Unfall in 60 Minuten

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100 Mio. € Versicherungssumme,
bei Personenschäden
bis zu 15 Mio. €

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Bis 18 Monate nach Kauf
Erstattung des Kauf-/Neupreises
bei Totalschaden

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Vertragskommunikation wahlweise
online, per Post oder persönlich
in Ihrer Agentur

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Premium Schutzbrief:
Weiterfahrt nach Panne oder
Unfall in 60 Minuten (abwählbar)

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Schäden an Ihrem Eigentum
(z.B. Garage) bis 50.000 €

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