Welche Versicherung für E-Bikes, Pedelecs & Co.?

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Das Wichtigste in Kürze

  • E-Bikes, Pedelecs und S-Pedelecs sind aus Versicherungssicht eigenständige Fahrzeugtypen, für die es unterschiedliche Richtlinien gibt.
  • Für E-Bikes und S-Pedelecs besteht Versicherungspflicht in Form einer Kfz-Haftpflicht. Pedelecs lassen sich in die Private Haftpflichtversicherung mit einschließen.
  • Schäden am Fahrzeug lassen sich über die Hausratversicherung oder eine Fahrradversicherung abdecken. Hier gibt es große Unterschiede im Leistungsumfang.
  • Eine separate E-Bike-Versicherung kostet am meisten, bietet aber auch den umfangreichsten Versicherungsschutz.
  • Viele Anbieter versichern E-Bikes nur dann, wenn Sie nicht älter als ein Jahr sind!

So gehen Sie vor: 

  • Prüfen Sie, ob es sich bei Ihrem Fahrzeug um ein E-Bike, Pedelec oder S-Pedelec handelt. Dabei zählt einzig, in welche Kategorie Ihr Fahrzeug aus Sicht der Versicherer fällt!
  • Prüfen Sie, ob der Versicherer Ihr Elektrofahrrad in die Hausratversicherung und Private Haftpflichtversicherung mit einschließt. Falls ja, in welchem Umfang und zu welchen Bedingungen?
  • Wenn Sie ein höherpreisiges Modell besitzen, ist eine separate E-Bike-Versicherung sinnvoll, da sie den besten Versicherungsschutz bietet!
  • Wenn Sie umfangreiche Fahrradtouren unternehmen, macht ein Schutzbrief mit Pickup-Garantie Sinn.

Elektrofahrräder erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Ein Umstand, der zu einer immer größeren Auswahl an Modellen und Typen führt. Doch wie ist es mit dem Thema Versicherung? Muss man ein E-Bike versichern und wie? Gibt es Unterschiede zwischen den Modellen und wie sieht der beste Versicherungsschutz aus? Im folgenden Text finden Sie alle wichtigen Infos rund um Elektrofahrräder und wie sie optimal versichert werden

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Was versteht man unter Pedelec und E-Bike?

E-Bikes oder Pedelecs sind Fahrräder, die mit einem Elektromotor versehen sind. Im Gegensatz zu Mofas oder Mopeds dient der Motor nicht als alleiniges Antriebsmittel. Die Basis ist immer ein „normales“ Fahrrad, das mit Muskelkraft, also mit den Beinen, angetrieben wird. Der Elektromotor kann die Pedalbewegung unterstützen oder zeitweise ersetzen. So gibt es E-Bike-Fahrer, die den Motor nur bei Steigungen verwenden. Auf geraden Strecken bleibt der Motor abgeschaltet. 

Es gibt verschiedene Arten von E-Bikes, die Bezeichnungen wie Pedelec oder S-Pedelec (Speed-Pedelec) tragen. Die Unterschiede beziehen sich hauptsächlich darauf, wie der Motor verwendet wird. Im Alltag werden diese Begriffe oft vermischt.

Geht es um den Versicherungsschutz für ein E-Bike, herrschen jedoch strikte Trennungen. Welche Bezeichnung ein Händler möglicherweise verwendet, spielt also keine Rolle. Es ist sehr wichtig, die Unterschiede zu kennen, um im Alltag keine böse Überraschung zu erleben. 

Unterschiede bei E-Bike, Mofa, Pedelecs und Speed-Pedelecs 

Die Bezeichnung E-Bike wird oft als Überbegriff für alle Arten von Elektrofahrrädern verwendet. Tatsächlich ist dies nicht korrekt. Richtig ist: Ein E-Bike ist ein Fahrrad mit Elektromotor, das auch ohne Pedalbewegungen fährt. E-Bikes benötigen ein Versicherungskennzeichen und eine eigene Haftpflichtversicherung. Wer ein E-Bike fahren möchte, benötigt mindestens einen Mofa-Führerschein. Ebenso besteht Helmpflicht. Die Versicherer stufen E-Bikes nach der Maximalgeschwindigkeit in verschiedene Klassen ein. 

Ein Pedelec oder „Pedal Electric Cycle“ nutzt den Elektromotor ausschließlich zur Unterstützung, nicht jedoch als alleinigen Antrieb. Wer ein solches Bike besitzt, muss grundsätzlich die Pedale benutzen. Der Motor erleichtert also das Vorwärtskommen, ohne es komplett zu übernehmen. Es ist gelegentlich zu hören, dass ein Pedelec nur 25 km/h schnell sein darf. Dies ist nicht ganz richtig: Es sind auch höhere Geschwindigkeiten möglich. Allerdings werden diese durch Muskelkraft (sprich: treten der Pedale) erreicht. In rechtlicher Hinsicht gilt ein Pedelec als Fahrrad. Somit muss keine eigene Versicherung dafür abgeschlossen werden. Ebenso entfällt die Führerscheinpflicht. Pedelecs dürfen ohne Helm gefahren werden. 

Ganz anders sieht es beim Speed-Pedelec aus. Dieses erreicht Geschwindigkeiten bis 45 km/h. Damit gilt es als Kleinkraftrad. Wer ein Speed-Pedelec fahren möchte, benötigt einen Mofa-Führerschein und eine Kfz-Haftpflicht in Form einer Mofa-Versicherung. Speed-Pedelecs werden auch S-Pedelecs genannt. 

Mofas sind im Prinzip „Mini-Motorräder“. Die Bezeichnung steht für „Motorisiertes Fahrrad“ oder „Fahrrad mit Hilfsmotor“. Sie werden über einen Verbrennungsmotor angetrieben, und gelten alleine dadurch nicht als Elektrofahrrad. Wer ein Mofa fahren möchte, benötigt einen Mofa-Führerschein und eine separate Mofa-Versicherung. Die Maximalgeschwindigkeit beträgt 25 km/h. 

Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick

BezeichnungTempo (motorisiert)
AntriebVersicherungFührerschein
Pedelecbis 25 km/hmotorisierte Anfahrhilfe; sonst Pedalbetriebneinnein
Mofabis 25 km/hVerbrennungsmotorjaja
E-Bikeab 25 km/hElektromotorjaja
S-Pedelecbis 45 km/hElektormotor (nur unterstützend zum Pedalbetrieb)jaja

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Schutz fürs E-Bike oder Pedelec mit einer Versicherung

Aufgrund der hohen Popularität der E-Bikes führt mittlerweile fast jeder Versicherer eine entsprechende Versicherung in seinem Angebot. Dabei reicht das Spektrum über eine Erweiterung der Hausratversicherung bis zur selbstständigen E-Bike-Versicherung. In einzelnen Fällen bietet sich auch eine Fahrradversicherung an.  

Die Unterschiede liegen im Leistungsumfang sowie der Frage, welche Art von E-Bike Sie besitzen. 

Versicherung für Speed-Pedelecs

Im Gegensatz zu „normalen“ Pedelecs lassen sich Speed-Pedelecs (S-Pedelecs) nicht in die Privathaftpflicht mit einschließen. Dies liegt an den vergleichsweise hohen Geschwindigkeiten, die mit ihnen möglich sind. 

Die Versicherer behandeln diese Art von E-Bike wie ein Kleinkraftrad. Entsprechend benötigen Sie eine separate Moped-/Mofaversicherung für Ihr Bike. 

Warum bzw. ab wann ist eine E-Bike oder Pedelec Versicherung sinnvoll?

Mit Ausnahme der Pedelecs besteht grundsätzlich Versicherungspflicht. Pedelecs sind normalerweise über die Hausratversicherung und die Private Haftpflichtversicherung abgesichert. Allerdings gibt es hier Einschränkungen: 

  • Nicht alle Versicherer schließen Elektrofahrräder in den Versicherungsschutz mit ein.
  • Bei hochpreisigeren Pedelecs kann die Versicherungssumme zu niedrig sein.
  • Hausratversicherungen bieten nur einen begrenzten Schutz gegen Fahrraddiebstahl, wenn dieser in der Nacht erfolgt!
  • Nicht alle Haftpflichtversicherer betrachten E-Bikes als Fahrrad. Die Aussage „Fahrräder sind mitversichert“ bietet alleine keine Sicherheit. Wichtig ist, wie der Versicherer den Begriff „Fahrrad“ in seinen Versicherungsbedingungen definiert.

Grundsätzlich bieten separate E-Bike-Versicherungen einen umfangreicheren Schutz. Wenn Sie ein hochpreisigeres Modell besitzen und/oder viel damit unterwegs sind, ist eine separate Versicherung empfehlenswert. 

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Leistungen der E-Bike Versicherung

Der Leistungsumfang einer E-Bike-Versicherung reicht sehr weit. Er beinhaltet Schäden durch: 

  • Pannen
  • Unfälle
  • Diebstahl
  • Vandalismus
  • Stürze und Unfälle
  • Schäden am Akku
  • Produktionsfehler
  • Materialfehler
  • Konstruktionsfehler
  • und vieles mehr

E-Bike / Pedelec Versicherung bei Diebstahl und Vandalismus 

In Deutschland wurde alleine 2014 über 200.000 Fahrräder gestohlen. Die Anschaffungskosten für ein E-Bike liegen zwischen 2.000 und 5.000 Euro. Von daher macht eine Versicherung gegen Diebstahl besonders Sinn. Ebenso lässt sich Ihr E-Fahrrad damit gegen Vandalismus-Schäden versichern. Vandalismus liegt vor, wenn Unbekannte Ihr E-Bike beschädigen oder zerstören. Da die Welt voller Neider ist, treten solche Fälle leider immer wieder auf. Sowohl Diebstahl als auch Vandalismus lassen sich im Rahmen einer eigenen E-Bike-Versicherung abdecken. Hier gibt es große Unterschiede im Leistungsumfang und Preis. Die Vorteile für Sie: 

  • Sie können die Versicherung wählen, die Ihren individuellen Wünschen entspricht.
  • Viele Anbieter haben flexible Lösungen im Angebot. Dadurch lässt sich leicht ein maßgeschneiderter Versicherungsschutz erstellen. So bekommen Sie genau das, was sie brauchen, ohne Geld für überflüssige Leistungen auszugeben.

Was wird bei einem Totalschaden oder Abhandenkommen als Versicherungsleistung ausbezahlt?

Handelt es sich um ein neues Exemplar, wird bei Diebstahl oder Totalschaden der Neuwert ersetzt. Im Lauf der Jahre kann es zu Abzügen kommen. Eine mögliche Variante: 

100 % vom Neuwert während der ersten drei Jahre 
50 % vom Neuwert ab dem vierten Jahr 
25% vom Neuwert ab dem sechsten Jahr 

Die genaue Umsetzung variiert je nach Versicherer. 

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E-Bike oder Pedelec mit einer Hausratversicherung absichern

Eine Hausratversicherung bietet Schutz für alle Gegenstände, die nicht fest mit dem Gebäude verbunden sind. Somit fallen auch E-Bikes unter den Begriff Hausrat. Wenn Sie Ihr E-Bike in die Hausratversicherung einschließen, ist es gegen: 

  • Feuer (Brand, Blitzschlag, Explosion)
  • Leitungswasserschäden / Rohrbruch
  • Sturm- und Hagelschäden
  • Einbruch, Raub und Diebstahl

versichert. Obwohl der Versicherungsschutz die meisten Fälle abdeckt, gibt es Einschränkungen: Die „Nachtklausel“ reduziert den Diebstahlschutz zwischen 22.00 Uhr und 06:00 Uhr.

  • In den meisten Fällen ist Ihr E-Bike nur gegen Diebstahl versichert, wenn es eingeschlossen ist, nicht wenn Sie damit unterwegs sind.
  • Die Höhe des Versicherungsschutzes wird oft prozentual von der gesamten Versicherungssumme berechnet. Ein Beispiel: Ihr Hausrat ist auf 60.000 Euro versichert. Der Versicherungsschutz für E-Bikes ist auf 2,5 Prozent der Versicherungssumme beschränkt. In dem Fall wären dies 1.500 Euro. In der Regel kosten E-Bikes aber deutlich mehr.
  • Welchen Leistungsumfang eine Hausratversicherung für E-Bikes bietet, hängt stark vom Versicherer ab. Je nach Anbieter fällt der Versicherungsschutz also geringer oder umfangreicher aus.


Empfehlung: Prüfen Sie im Vorfeld, im welchem Umfang Ihr Versicherer E-Bikes in die Hausratversicherung mit einschließt. Gibt es eine Leistungseinschränkung? Wenn der Versicherungsschutz sich prozentual von der Versicherungssumme ableitet: Lässt sich dies ändern und wie viel mehr kostet es? Vergleichen Sie im Anschluss Leistung und Beitrag mit einer separaten E-Bike-Versicherung! 

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E-Bike / Pedelec mit der Haftpflichtversicherung absichern

Bei der Haftpflichtversicherung geht es um Schäden, die sie mit Ihrem E-Bike verursachen (könnten). Ein paar Beispiele: 

  • Sie überfahren einen Fußgänger und müssen für Arztkosten, Verdienstausfall und Schmerzensgeld aufkommen.
  • Sie verursachen einen Zusammenstoß mit einem Auto und müssen für die Reparaturkosten aufkommen.
  • Sie stürzen mit dem E-Bike und beschädigen dabei die Außendekoration eines Ladengeschäftes. Der Ladenbesitzer verlangt Schadensersatz.


Man spricht hier von Personenschäden oder Sachschäden. Ebenso gibt es Vermögensschäden. Dies wäre z. B. der Fall, wenn Sie mit einem Taxi zusammenstoßen und der Taxifahrer auf Verdienstausfall pocht, weil er wegen dem Unfall zeitweise keine Fahrgäste befördern konnte. Für all diese Fälle gibt es eine Haftpflichtversicherung. Der Name stammt von der „Pflicht zu haften“. Da die Schadenshöhe bei Verkehrsunfällen schnell die eigene Zahlungsfähigkeit übersteigen kann, ist eine Kfz-Haftpflicht für Autos und auch viele E-Bike-Typen gesetzlich vorgeschrieben. Das einzige E-Bike, für das keine Versicherungspflicht besteht, ist das Pedelec. Da sich auch damit Schäden verursachen lassen, ist Versicherungsschutz dringend zu empfehlen. Im Normalfall erfolgt dies über Ihre Private Haftpflichtversicherung. Prüfen Sie, in welchem Umfang Ihr Haftpflichtversicherer bei Schäden durch E-Bikes leistet! 

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Autowelt - Mann mit E-Bike im Wald

Im Schadensfall: Schadenregulierung bei E-Bike & Pedelec Versicherung

Die folgenden Ratschläge helfen Ihnen, eine reibungslose Schadensabwicklung zu ermöglichen: 

Diebstahl: 

  • Bewahren Sie den Kaufbeleg / Rechnung sorgfältig auf. Wird Ihr E-Bike gestohlen, lässt sich so sicher belegen, welches Modell sie besaßen.
  • Melden Sie den Diebstahl bei der Polizei und legen Sie der Schadensmeldung eine Kopie der Anzeige bei. 

Vandalismus: 

  • Machen Sie nach dem Kauf ein Foto von Ihrem E-Bike. Damit lässt sich leichter belegen, dass die Schäden am E-Bike nicht schon im Vorfeld vorhanden waren. 

Unfälle, Zusammenstöße: 

  • Machen Sie mit Ihrem Smartphone Fotos vom Schadensort und den Schäden, die entstanden sind. 
  • Halten Sie den Schadenshergang schriftlich fest. Im Idealfall unterschreiben beide Parteien (der Geschädigte und Sie) diesen Bericht. 
  • Machen Sie keine Zusagen über Schadensersatz. Teilen Sie dem Geschädigten stattdessen mit, dass Ihr Versicherer sich um alles kümmern wird. Möglicherweise stellt sich heraus, dass Sie kraft Gesetz nicht oder nur teilweise haftbar sind. In dem Fall wäre es ungünstig, wenn Sie bereits irgendwelche Zusagen gemacht haben. 

In allen Fällen gilt: Melden Sie den Schaden umgehend bei Ihrem Versicherer! 

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Tarifberechnung der E-Bike & Pedelec Versicherung

Die Tarifberechnung basiert in erster Linie auf dem Wert Ihres E-Bikes. Hinzu kommt die Frage, welche Arten von Schäden mitversichert werden sollen. Hier weichen die einzelnen Versicherer im Detail voneinander ab, woraus sich eine Vielzahl von Tarifen und Beiträgen ergibt. Nehmen Sie sich ausreichend Zeit, um den Markt zu sondieren, um das optimale Angebot für Ihr Bike zu finden. 

So viel kostet die Versicherung

Der Beitrag für eine E-Bike-Versicherung bewegt sich um die 200 Euro pro Jahr.

Die Beitragshöhe wird beeinflusst von: 

  • Versicherungssumme 
  • Leistungsumfang und 
  • den Versicherungsbedingungen sowie 
  • einer eventuellen Selbstbeteiligung 


Die Versicherungssumme ist der (Neu-)Wert des E-Bikes. Der Leistungsumfang gibt an, welche Arten von Schäden versichert sind. In den Bedingungen legt der Versicherer fest, unter welchen Umständen er zur Zahlung verpflichtet ist. Beispielsweise, ob er auch bei Schäden / Diebstahl im Ausland leisten muss. Durch den Verzicht auf (für Sie) unnötige Merkmale lässt sich Geld sparen. Gleiches gilt für die Selbstbeteiligung, bei der Sie einen Teil des Schadens selbst bezahlen. 

So können Sie bei der Versicherung sparen

Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, wie Sie bei der Versicherung für Ihr E-Bike Geld sparen können: 

  • Prüfen Sie vor Abschluss einer separaten Versicherung, ob der Leistungsumfang Ihrer Hausratversicherung ausreicht. 
  • Sie besitzen bereits eine Fahrradversicherung? Sprechen Sie mit Ihrem Versicherer, was die Erweiterung auf E-Bikes kostet! 
  • Wenn Sie bei einem Versicherer mehrere Verträge besitzen, gibt es möglicherweise Rabatt für einen weiteren Versicherungsvertrag. 
  • Manche Versicherer gewähren Preisnachlässe, wenn Sie mehr als ein E-Bike versichern. In der Regel wird es ab dem zweiten Bike deutlich günstiger. 
  • Wie bei Autoversicherungen gibt es auch bei E-Bikes die Möglichkeit, über eine Werkstattbindung den Beitrag zu senken. In dem Fall verpflichten Sie sich, Reparaturen in einer Partnerwerkstatt des Versicherers in Auftrag zu geben. Im Gegenzug erhalten Sie einen Rabatt. Prüfen Sie, ob Ihr Versicherer diese Möglichkeit bietet! 
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Was Sie beim Abschluss der E-Bike Versicherung beachten müssen

Aktuell existieren noch keine verbindlichen Vorschriften für den Umfang des Versicherungsschutzes. Daraus resultieren zum Teil starke Abweichungen in den Policen: 

  • Manche Anbieter ersetzen den Akku nach einem Diebstahl nur, wenn der Fahrradrahmen aus Stahl oder Alu besteht. 
  • Manche Versicherer lehnen E-Bikes ab, die einen Carbon-Rahmen haben. 
  • Auch die Frage, wie lange der Neuwert nach einem Diebstahl ersetzt wird, hängt vom Versicherer ab. So bezahlen manche nach 5 Jahren nur noch den Zeitwert, andere nach drei Jahren.


Weitere Punkte, die von den Versicherern unterschiedlich gehandhabt werden: 

  • Verschleiß 
  • Schäden durch unsachgemäße Handhabung 
  • Pannenschäden 
  • Wartezeiten (wie lange muss das Bike versichert sein, bis Anspruch auf Leistung besteht?) 
  • Versicherungsschutz im Ausland 
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Welches Schloss brauche ich?

Je nach Versicherer benötigen Sie ein spezielles Fahrradschloss, um gegen Diebstahl versichert zu sein. In der Regel bestehen die Anbieter auf Markenschlösser von Anbietern wie Trelock, Abus, Krytonite oder Axa. 

Eine Prüfung findet nur im Schadensfall statt. Am besten heben Sie den Kaufbeleg des Schlosses gut auf. Noch besser ist es, wenn Sie dem Versicherer nach einem Diebstahl anhand des Schlüssels belegen können, dass Sie tatsächlich ein vorgeschriebenes Schloss verwendet haben. 

Eine Faustregel ist, dass die Anforderungen an das Schloss mit dem Kaufpreis des E-Bikes steigen. So sind die Ansprüche der Versicherer bei einem E-Bike für 10.000 Euro höher, als bei einem Exemplar für 3.000 Euro. 

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Pedelec als E-Bike versichern

Ein Pedelec lässt sich unter gewissen Voraussetzungen als E-Bike versichern. Diese sind: 

  • Die Höchstgeschwindigkeit darf 25 km/h nicht überschreiten.
  • Die Motorleistung muss weniger als 250 Watt betragen.

Führerscheinpflicht bei bestimmten E-Bikes

Für die meisten E-Bikes besteht keine Führerscheinpflicht. Eine Ausnahme stellen die S-Pedelecs dar. Hier ermöglicht der Motor Geschwindigkeiten bis 45 km/h. Aus rechtlicher Sicht gilt das S-Pedelec damit als Kleinkraftrad. Wenn Sie diese Art von E-Bike fahren möchten, benötigen Sie einen Mofa-Führerschein. Ebenso greift der Versicherungsschutz über die Privat-Haftpflichtversicherung hier nicht mehr. Stattdessen benötigen Sie eine separate Kfz-Haftpflichtversicherung, respektive Rollerversicherung. 

Wie lässt sich die E-Bike und Pedelec Versicherung kündigen?

Die Versicherung wird schriftlich gekündigt. Laufzeit und Kündigungsfrist hängt vom Versicherer ab. In den meisten Fällen beträgt die Vertragslaufzeit ein Jahr. Manche Versicherungen für E-Bikes enden danach von selbst. 

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