Elektroauto: Welche Versicherung ist sinnvoll?

Weitere Tipps zur Elektroauto Versicherung

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Das Wichtigste zur Kfz-Versicherung für Elektroautos im Überblick

  • Die Versicherung eines Elektrofahrzeugs unterscheidet sich grundsätzlich nicht von der Versicherung eines Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor.
  • Die KFZ-Haftpflichtversicherung ist gesetzlich verpflichtend.
  • Eine zusätzliche Teilkasko- oder Vollkaskoversicherung ist freiwillig.
  • Eine Vollkasko-Versicherung ist für Elektrofahrzeuge grundsätzlich die richtige Wahl.
  • Der Akku des Elektrofahrzeugs sollte unbedingt ausreichend versichert sein.

So können Sie mit einem Elektroauto sparen

  • Einige Kfz-Versicherer bieten einen Öko-Rabatt oder Vergünstigungen für Elektroautos.
  • Die Umweltprämie der Bundesregierung sowie die Kaufprämie sind gute Möglichkeiten, um Kosten einzusparen (bis zu 4.000 Euro). Eine Hälfte gewährt die Bundesregierung, die andere Hälfte der Autohersteller.
  • Besitzer von Elektrofahrzeugen können von zahlreichen Vergünstigungen profitieren, wie beispielsweise kostenfreies Parken oder die Befreiung von der Kfz-Steuer. Für jedes Elektroauto, das zwischen dem 1. Januar 2016 und dem 31. Dezember 2020 gekauft wird, muss zehn Jahre lange keine Kfz-Steuer entrichtet werden. Diese Regelung trifft auch auf Fahrzeuge zu, die auf einen Elektroantrieb umgerüstet werden. Diese Steuervergünstigung muss nicht speziell beantragt werden. Die Fahrzeug-Zulassungsstelle stellt die Fahrzeugart fest und gibt die Daten an die entsprechenden Stellen weiter. 
  • Ein umfassender Versicherungsvergleich ist sehr empfehlenswert, um das günstigste und attraktivste Versicherungsangebot zu finden.

Elektroautos liegen immer mehr im Trend, vor allem bei umweltbewussten Fahrzeugbesitzern. Mit Kaufprämien wird die Elektromobilität sogar noch zusätzlich gefördert. Ein Akkumulator, das heißt eine wiederaufladbare Batterie, versorgt das Fahrzeug mit der benötigten Elektroenergie. Solche Autos sind eine geringere Belastung für die Umwelt, denn sie gewinnen ihre Energie aus Diesel oder Benzin, jedoch auch aus alternativen Kraftstoffsubstanzen, wie beispielsweise Biodiesel oder Erdgas. Elektrofahrzeuge sind heutzutage jedoch noch immer die seltenere Wahl. Dies ist zum einen in der geringen Reichweite und zum anderen in noch recht hohen Kaufpreisen begründet. Doch auch wer ein Elektrofahrzeug besitzt, muss für einen ausreichenden Versicherungsschutz sorgen.

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Elektroautos in der Kfz-Versicherung

Es gibt keinen signifikanten Unterschied im Vergleich zum "normalen Auto". Auch für Elektroautos ist eine Kfz-Haftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben. Die Vollkasko- oder Teilkaskoversicherung ist auch beim "Stromer" freiwillig. Die meisten Kfz-Versicherer bieten keine gesonderten Angebote oder Tarife für die Versicherung von Elektroautos. Der exakte Versicherungsbeitrag berechnet sich auch hier anhand der Motorleistung des Fahrzeugs, der Typklasse, den persönlichen Merkmalen des Fahrers sowie sonstigen Faktoren. Der Fahrzeugantrieb spielt hierbei keine Rolle. Zahlreiche Versicherungsgesellschaften bieten jedoch auf freiwilliger Basis sogenannte "Öko-Tarife" an. Hierbei handelt es sich um Vergünstigungen für umweltfreundliche Autos. Der beste Weg, um das günstigste Angebot zu finden, ist ein umfassender Versicherungsvergleich zwischen den einzelnen Anbieter und ihren Tarifangeboten.

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BLITZMERKER

Bei einem Elektroauto sollte auch die Batterie mitversichert werden - außer die Batterie ist gemietet oder geleast.

Welcher Versicherungsschutz ist für ein Elektroauto empfehlenswert?

Um das Elektroauto im öffentlichen Straßenverkehr nutzen zu können, ist der Abschluss einer Haftpflichtversicherung Pflicht. Wir empfehlen Ihnen, zusätzlich noch eine Kaskoversicherung abzuschließen. Neue Elektroautos haben in der Regel einen deutlich höheren Kaufpreis, als Diesel- oder Benzinfahrzeuge. Der Wert des Fahrzeugs beeinflusst jedoch die Versicherungsprämie. Dies ist auch der ausschlaggebende Grund, warum Elektroautos in der Teilkasko-Versicherung grundsätzlich oft teurer sind. 

Unser Tipp: 

Informieren Sie sich im Vorhinein genau, ob der Akkumulator Ihres Elektrofahrzeugs mitversichert ist, denn schließlich ist das eines der teuersten Fahrzeugbauteile. Auch selbstverschuldete Bedienschäden am Auto-Akku sollten mitversichert sein. Hierzu gehört beispielsweise eine Überladung des Akkus.

Zudem empfehlen wir Ihnen stets eine Vollkasko-Versicherung für Ihr Elektroauto abzuschließen.

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Wann ist es ratsam, die Elektroauto-Batterie mitzuversichern?

Der Akkumulator des Elektroautos ist eines der hochwertigsten Autobestandteile und somit das "Herzstück" des E-Autos. Aus diesem Grund sollte er unbedingt ausreichend versichert werden. Der umfangreiche Akkuschutz sollte sowohl eigene Bedienfehler absichern, als auch mögliche Schäden, die durch den Stromspeicher entstehen können (zum Beispiel, wenn ein Akkuladepunkt zu brennen beginnt).

Einen umfassenden Komplettschutz des Akkus bieten derzeit noch sehr wenige Kfz-Versicherer. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, sich vorab genauestens zu informieren und zu vergleichen.

Auf der anderen Seite ist es in einigen Fällen sinnvoll, den Akku aus der Kfz-Versicherung herauszunehmen. Dies ist beispielsweise dann empfehlenswert, wenn der Stromspeicher geleast oder gemietet wird. In diesem Fall versichert der Hersteller die E-Batterie. Eine doppelte Absicherung über die Kfz-Versicherung ist nicht notwendig. 

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Wie berechnet sich der Preis für die Elektroauto-Versicherung?

Die Höhe der Versicherungsprämie errechnet sich aus unterschiedlichen Faktoren. Hierzu gehören beispielsweise: 

  • Die Typ- und Regionalklasse des Elektroautos
  • Die jährliche Fahrleistung
  • Die aktuelle Schadensfreiheitsklasse
  • Die angegebene Höhe der Selbstbeteiligung
  • Persönliche Merkmale des Fahrers (wie z.B. das Alter)
  • Fahrzeugalter

Elektrofahrzeuge sind auf Deutschlands Straßen noch eher eine Seltenheit. Dementsprechend gibt es auch nur wenige statistische Daten über ein mögliches Schadensrisiko von Elektrofahrzeugen. Aus diesem Grund ziehen Kfz-Versicherer für die Berechnung der Versicherungsprämie Typklassen ähnlicher Automodelle mit Verbrennungsmotor heran. So resultiert es, dass Elektroautos oftmals genauso viel kosten, wie vergleichbare Fahrzeuge ohne Elektromotor. 

Auch mögliche Zusatzleistungen, die bei Elektroautos mitversichert sein sollen, wirken sich auf die Höhe des Beitrags aus. 

Dass sich dieser Zustand jedoch in Zukunft ändern wird, ist absehbar. Immer mehr Kfz-Versicherer sammeln Daten zur Schadens- und Unfallbilanz von Elektrofahrzeugen. Somit ist es immer wahrscheinlicher, dass es künftig eine gezielte Berechnung der Versicherungsbeiträge geben wird.

Warum ist die Kfz-Versicherung für Elektrofahrzeuge nicht günstiger als die Versicherung "normaler" Fahrzeuge?

Derzeit gibt es noch sehr wenige Erfahrungswerte und statistische Zahlen zu Schäden und Unfällen von Elektroautos. Aus diesem Grund werden die Daten von ähnlichen Fahrzeugmodellen mit Verbrennungsmotor für die Berechnung herangezogen. Der Versicherungsbeitrag berechnet sich auch bei Elektroautos nach der Regional-, Typ- und der Schadensfreiheitsklasse. Der Akku wirkt sich insbesondere in der Kasko-Versicherung aus und führt dort zu erhöhten Beiträgen. Eine Ausnahme bilden nur Elektrofahrzeuge, deren Akku gemietet oder geleast ist. Einige Kfz-Versicherer bieten einen Öko-Rabatt und somit die Möglichkeit, die Versicherungsprämie für Elektroautos zu senken.

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