Kfz-Haftpflichtversicherung – Ein Muss für alle Kfz-Besitzer

Autowelt - zwei Unfallautos: Kfz-Haftpflichtversicherung

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Die Kfz-Haftpflicht ist gesetzlich vorgeschrieben (Pflichtversicherung)

Was ist eine Kfz-Haftpflichtversicherung?

  • Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist in Deutschland gesetzlich vorgeschrieben.
  • Mit der Kfz-Haftpflichtversicherung werden Sach- und Personenschäden sowie Vermögensschäden aus Unfällen mit Fahrzeugbeteiligung abgedeckt.
  • Die Kfz-Haftpflichtversicherung kommt aber nicht für Schäden am eigenen Fahrzeug auf.
  • Ohne Kfz-Haftpflichtversicherung ist die Zulassung eines Fahrzeugs in Deutschland nicht möglich.
  • Die Kosten einer Kfz-Haftpflicht hängen von verschiedenen Aspekten ab. Hierzu zählen beispielsweise die Schadenfreiheitsklasse, Typ-/Regionalklasse sowie die allgemeine Häufigkeit von Schäden und Kostensteigerungen.

Bei der Kfz-Haftpflichtversicherung handelt es sich um den gesetzlich vorgeschriebenen Teil der Autoversicherung (Pflichtversicherung). Kommt es zu einem Unfall, dann übernimmt sie den Schaden des Unfallgegners. In der Europäischen Union ist das Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherungsrecht weitgehend einheitlich gestaltet, lediglich die gesetzlich vorgeschriebenen Höchstdeckungssummen weichen in den einzelnen EU-Staaten voneinander ab.

Die Anmeldung eines Fahrzeugs ist nur mit einer gültigen Versicherungsbestätigung (eVB-Nummer) und damit einer Kfz-Haftpflichtversicherung möglich. Sie sichert Schäden ab, die entstehen, wenn Sie mit Ihrem Fahrzeug einen Unfall verursachen. Die Leistungen der einzelnen Versicherungsanbieter sind jedoch so unterschiedlich, dass wir Ihnen einen Versicherungsvergleich empfehlen.

Wichtig zu wissen ist hierbei auch, dass Kontrahierungszwang besteht. Normalerweise steht es einer Versicherungsgesellschaft frei, ob ein Versicherungsantrag vom Kunden angenommen wird. Durch den Kontrahierungszwang muss ein Versicherer aber Ihren Antrag auf Kfz-Haftpflichtversicherung im Rahmen der Mindestdeckungssumme annehmen, da es sich um eine gesetzlich vorgeschriebene Versicherung handelt. 

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Die Leistungen der Kfz-Haftpflichtversicherung

Grundsätzlich sind die Kernleistungen der Kfz-Haftpflichtversicherung bei allen Anbietern weitestgehend gleich. Große Unterschiede bestehen allerdings bei zusätzlichen (Service-)Leistungen, die durchaus sinnvoll und hilfreich sind.

Typische Leistungen und Kosten, welche die Kfz-Haftpflichtversicherung übernimmt, sind:

  • Abschlepp- und Bergungskosten
  • Gutachterkosten
  • Reparaturkosten am beschädigten Fahrzeug des Unfallgegners
  • Wertminderung bei neuwertigen Autos
  • Kosten für einen Leihwagen oder entsprechende Entschädigung für Nutzungsausfall beim Unfallgegner
  • Kosten der An- und Abmeldung bei Totalschaden und Anschaffung eines neuen Fahrzeugs (Wiederbeschaffungskosten)
  • Kosten für anwaltliche Vertretung
  • Kosten für Schäden an Gebäuden und Verkehrseinrichtungen, Umweltschäden
  • Schmerzensgeld, Heil- und Behandlungskosten, Verdienstausfall bei Personenschäden
  • Rente bei Berufsunfähigkeit
  • im Todesfall Beerdigungskosten und Hinterbliebenengeld

In der Kfz-Haftpflichtversicherung besteht Versicherungsschutz für Schäden, die beim Gebrauch des versicherten Fahrzeugs entstehen. Dabei werden nicht nur Schäden aus Verkehrsunfällen abgesichert, sondern auch Schäden, die beispielsweise beim Ein- und Aussteigen oder auch beim Be- und Entladen sowie Tanken entstehen. 

Gut zu wissen: Neben den üblichen Leistungen der Kfz-Haftpflichtversicherung besteht auch ein so genannter passiver Rechtsschutz. Werden durch Dritte unberechtigte Schadenersatzansprüche gestellt, dann übernimmt die Kfz-Haftpflichtversicherung die Prüfung und auch die Abwehr der Anspruche auf ihre Kosten. 

Was passiert bei Schadensersatzforderungen?

Sind die Schadenersatzforderungen des Geschädigten gerechtfertigt, wird die Versicherung zunächst die Höhe mittels Gutachter prüfen. Ist auch die Schadenhöhe gerechtfertigt, erstattet die Kfz-Haftpflichtversicherung den Schaden. Dies kann bei Sachschäden direkt an die Reparaturwerkstatt erfolgen, bei Personenschäden wird die Schadensumme an den Geschädigten gezahlt.

Leistet die Kfz-Haftpflicht bei einem Schadensfall während einer Probefahrt? 

Fahren Sie mit dem Fahrzeug eines Kfz-Händlers Probe und es kommt zum Unfall, dann leistet in der Regel die Vollkasko-Versicherung des Verkäufers. Fehlt eine Vollkasko-Versicherung, dann müssen Sie als Fahrer möglicherweise selbst für den Schaden aufkommen. Allerdings muss der Händler Sie auf diesen Umstand hinweisen. Wir empfehlen Ihnen, keine Probefahrt mit einem Fahrzeug ohne entsprechenden Versicherungsschutz durchzuführen. In der Regel sind jedoch auch Selbstbeteiligungen in der Probefahrtvereinbarung festgehalten, bis zu dieser Summe müssen Sie dann haften.

Gibt es Fälle, in denen die Haftpflicht nicht leistet?

Autowelt - Icon - Weinflaschen: Alkohol und Drogen

Alkohol und Drogen

Ja, auch die gibt es. Kommt es beispielsweise bei einer Fahrt unter Alkohol- oder Drogeneinfluss zu einem Unfall, dann haftet Ihre Kfz-Haftpflichtversicherung nicht. Zwar geht Ihr Versicherer zur Wahrung der Interessen Dritter in Vorleistung, die Versicherungsgesellschaft wird sich die gezahlten Beträge jedoch von Ihnen zurückholen. 

Autowelt - Icon - Dokument: Versicherungsbetrag

Versicherungsbetrug

Sofern Sie vorsätzlich einen Schaden herbeiführen, um unrechtmäßig Leistungen aus der Kfz-Haftpflichtversicherung zu erhalten, handelt es sich um Versicherungsbetrug. Kann Ihnen dieser nachgewiesen werden, erhalten Sie kein Geld und müssen mit der Kündigung Ihres Versicherungsvertrags und einer Anzeige sowie einem Gerichtsverfahren rechnen. 

Autowelt - Unfall: Fahrerflucht

Fahrerflucht

Erleiden Sie einen Kfz-Schaden und der Unfallfahrer flüchtet, dann übernimmt diesen Schaden Ihre Vollkasko-Versicherung. Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist dann nicht zuständig. Sie sollten den Unfall aber unbedingt der Polizei melden. Wird der Unfallgegner doch gefunden, dann kann sich Ihre Versicherung den entstandenen Schaden bei der Versicherung des Unfallgegners zurückholen. 

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Was sind die Unterschiede zwischen Kfz-Haftpflicht-, Teil- und Vollkasko-Versicherung?

Wie bereits erwähnt, übernimmt die Kfz-Haftpflichtversicherung Sach-, Personen- und Vermögensschäden, die Sie anderen bei einem Unfall mit Ihrem Fahrzeug zufügen.

Teil- und Vollkaskoversicherung hingegen decken Schäden ab, die an Ihrem eigenen Fahrzeug entstehen.

Die Teilkaskoversicherung übernimmt dabei Schäden durch Diebstahl, Brand und Explosion, Sturm sowie Hagel und Blitzschlag, Überschwemmung oder auch den Zusammenstoß mit Haar- und Federwild, Schafen und Ziegen oder Kühen und Pferden. Bei der Allianz sind sogar alle Unfälle mit Tieren abgesichert.

Versicherungsschutz in der Teilkaskoversicherung besteht außerdem bei Schäden an der Verkabelung aufgrund eines Kurzschlusses oder bei Bruchschäden an der Fahrzeugverglasung.

Ergänzend zur Teilkaskoversicherung werden mit der Vollkaskoversicherung zudem selbst verursachte Unfallschäden am eigenen Fahrzeug, Schäden aufgrund von mutwilliger Beschädigung durch Dritte (Vandalismus) oder auch Schäden aufgrund von geplatzten Reifen abgesichert.

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Wie hoch sollte die Deckungssumme sein?

Die gesetzlichen Mindestdeckungssummen der Kfz-Haftpflicht liegen für Sachschäden bei 1,12 Millionen Euro, für Personenschäden bei 7,5 Millionen Euro und für Vermögensschäden bei 50.000 Euro. Im schlimmsten Fall reichen diese Summen jedoch nicht aus. Sie werden dann zusätzlich zur Kasse gebeten. Deshalb empfehlen wir Ihnen die Anhebung der Deckungssumme. Gute Verträge bieten mittlerweile diese Beträge als Standard-Versicherungssumme an.

Bei der Allianz profitieren Sie zum Beispiel ebenfalls von deutlich höheren Deckungssummen:

  • 15 Millionen Euro (statt 7,5 Millionen Euro) bei Personenschäden
  • Je 100 Millionen Euro (statt 1,12 Millionen bzw. 50.000 Euro) bei Sach- und Vermögensschäden
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Wie berechnet sich die Beitragshöhe einer Kfz-Haftpflichtversicherung?

Der Beitrag der Kfz-Haftpflicht ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Bei der Beitragsberechnung werden folgende Aspekte berücksichtigt:

  • Baujahr und Fahrzeugmodell (ergibt die Typklasse)
  • jährliche Kilometer-Leistung
  • Anzahl sowie Alter aller Fahrer
  • Ihre unfallfreien Jahre (für die Schadenfreiheitsklasse)
  • Ihr Wohnort
  • die Nutzung des Fahrzeugs (privat oder gewerblich)

Die Kosten für die Kfz-Haftpflichtversicherung können Sie dabei steuerlich absetzen. Dafür müssen Sie selbst der Versicherungsnehmer sein. Als Arbeitnehmer können Sie lediglich die Kosten für die Kfz-Haftpflichtversicherung absetzen. Sind Sie selbständig, können Sie zudem die Kosten für die Kaskoversicherung bei der Steuer geltend machen. Heben Sie die Versicherungsunterlagen aber immer auf, denn das Finanzamt kann einen schriftlichen Nachweis über die gezahlten Beiträge verlangen.

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Fahrer, Halter, Eigentümer: Wer ist versichert?

Schließen Sie eine Kfz-Haftpflichtversicherung ab, dann sollten Sie möglichst alle Fahrzeugnutzer angeben. Zunächst hat die Anzahl und oft auch das Alter der eingetragenen Fahrer Einfluss auf den Beitrag. Allerdings sind dann auch alle möglichen Fahrer mitversichert. Je nach Versicherer muss der Fahrerkreis entweder genau personalisiert (mit Name, Geburtsdatum, Stand zum Versicherungsnehmer), grob umrissen (bspw. ab einem bestimmten Alter) oder absolut unbestimmt angegeben werden.

Der Versicherungsschutz in der Kfz-Haftpflichtversicherung beschränkt sich nicht nur auf den Versicherungsnehmer. Gewährt wird Versicherungsschutz auch dem Halter, dem Fahrer sowie dem Eigentümer oder auch dem Arbeitgeber (bei Dienstfahrzeugen).

Was passiert, wenn ein nicht eingetragener Fahrer einen Unfall mit meinem Wagen hat?

Fährt eine Person das Fahrzeug, die nicht in den versicherten Fahrerkreis aus dem Versicherungsvertrag eingeschlossen ist, greift die Haftpflichtversicherung bei einem Unfall zunächst trotzdem. Der jeweilige Fahrer kann dann vom Versicherungsunternehmen in Anspruch genommen werden, sofern er den Unfall grob fahrlässig und vorsätzlich verursacht hat. Doch auch ohne diese Tatbestände kann es für Sie als Versicherungsnehmer teuer werden. 

Kommen Sie noch glimpflich davon, zahlen Sie möglicherweise nur den Differenzbetrag zu der Prämie, die bei Einschluss des jeweiligen Unfallfahrers fällig gewesen wäre. Allerdings müssen Sie auch mit einer Strafzahlung von zwei bis drei Jahresbeiträgen rechnen. Schlimmstenfalls kann die Versicherung den Vertrag aber auch kündigen, wenn von Ihnen Falschangaben zum Fahrerkreis gemacht wurden. Auch müssen Sie mit einer Herabstufung der Schadenfreiheitsklasse rechnen. 

Einige Versicherungsunternehmen bieten für das Verleihen eines Fahrzeugs eine so genannte vorübergehende Fahrerkreiserweiterung an. Damit können Personen für einen bestimmten Zeitraum in den Versicherungsschutz mit eingeschlossen werden. 

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Gilt die Kfz-Haftpflicht auch im Ausland?

Autowelt - Auto am Ufer eines Sees - Haftpflicht im Ausland

Möchten Sie mit Ihrem Fahrzeug ins Ausland fahren, sollten Sie sich darüber informieren, wo Ihre Kfz-Haftpflichtversicherung greift. Versicherungsschutz gilt in der Regel im europäischen Ausland. Informieren Sie sich dabei aber am besten bei Ihrem Versicherer, wie er Europa, die geografischen Grenzen von Europa und Gebiete außerhalb der EU definiert. Unter Umständen kann es auch sein, dass Ihre Versicherung sich in Bezug auf den Versicherungsschutz an die im jeweiligen Land geltenden Regelungen zur Schadenregulierung halten.

Möchten Sie im europäischen Ausland einen Mietwagen nutzen, dann achten Sie auch hier auf die im Vertrag festgehaltenen Versicherungssummen. Enthält Ihr Vertrag eine Mallorca Police, dann ist auch der Mietwagen abgesichert. Bei der Allianz ist sie bereits standardmäßig inklusive.

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Was muss ich bei einer Kündigung beachten?

Die Kfz-Haftpflichtversicherung wird in der Regel mit einer Laufzeit von zwölf Monaten angeboten. Möchten Sie Ihre Versicherung wechseln, dann können Sie den Vertrag jederzeit regulär zum Ende der Laufzeit kündigen

Die Kündigungsfrist liegt bei einem Monat. Die meisten Verträge enden zum 31. Dezember eines Jahres, weshalb die Kündigung spätestens zum Stichtag 30. November bei der Versicherung vorliegen muss.

Eine außerordentliche Kündigung der Kfz-Haftpflichtversicherung ist aber in bestimmten Fällen möglich. Von Ihrem Sonderkündigungsrecht können Sie beispielsweise bei Beitragserhöhungen oder auch bei der Abmeldung des Fahrzeugs oder einem Fahrzeugwechsel Gebrauch machen. 

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