Kfz-Versicherung kündigen – Vorgehen & Fristen

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Kfz-Versicherung kündigen: Das Wichtigste in Kürze 

  • Die Kündigung der Kfz-Versicherung muss in schriftlicher Form beim Versicherer eingehen.
  • Unter Berücksichtigung der einmonatigen Kündigungsfrist ist der Stichtag für die Kündigung grundsätzlich der 30. November.
  • Bei Beitragserhöhungen, nach einem Schadensfall oder bei einer Ummeldung gibt es ein außerordentliches Sonderkündigungsrecht.

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So kündigen Sie Ihre Kfz-Versicherung – fünf einfache Schritte

  1. Gibt es einen konkreten Kündigungsgrund
    Im Rahmen einer ordentlichen Kündigung muss keine explizite Angabe von Gründen erfolgen.
  2. Gibt es eine Kündigungsfrist
    Eine Kfz-Versicherung mit Hauptfälligkeit 1. Januar kann jährlich zum 30. November ordentlich gekündigt werden. 
    Bei einer außerordentlichen Kündigung gibt es eine feste Kündigungsfrist von 1 Monat. 
    Im Falle der Änderung der Versicherungsbedingungen beträgt die Kündigungsfrist 6 Wochen.
  3. Suchen Sie eine neue Kfz-Versicherung 
    Vergleichen Sie verschiedene Versicherungsangebote detailliert miteinander. Wichtige Vergleichskriterien sind der Service, die Höhe der Versicherungsprämie sowie die angebotenen Leistungen.
  4. Warten Sie die Bestätigung der neuen Kfz-Versicherung ab 
    Kündigen Sie die aktuelle Versicherung erst dann, wenn Sie die neue Versicherungspolice in Händen halten.
  5. Alte Kfz-Versicherung kündigen

Es gibt unterschiedliche Gründe, warum es sinnvoll sein kann, sich für eine neue Kfz-Versicherung zu entscheiden: Möglicherweise liegt ein günstigeres Angebot vor oder die Leistungen des bisherigen Versicherers sind nicht zufriedenstellend. Auch ein neues Fahrzeug kann ein Grund für einen Anbieterwechsel sein. 
Wir zeigen Ihnen im Folgenden, was Sie beachten müssen, wenn Sie Ihre Kfz-Versicherung kündigen möchten. 

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Wann ist eine Kündigung der Kfz-Versicherung möglich?

Sie haben zwei Möglichkeiten den aktuellen Kfz-Versicherungsvertrag zu beenden: 

  1. Ordentliche Vertragskündigung: 
    Vertragslaufzeit: 1 Jahr 
    Kündigungsfrist: 1 Monat zum Hauptfälligkeitszeitpunkt der Versicherung
  2. Außerordentliche Vertragskündigung: 
    Hier können Sie Ihren Versicherungsvertrag außerhalb der regulären Kündigungsfrist beenden. Wichtig ist, dass die Voraussetzungen für die Inanspruchnahme des Sonderkündigungsrechts gegeben sind. 

    Voraussetzungen und Gründe für eine außerordentliche Vertragskündigung: 
    • Schadenfall
    • Beitragserhöhungen ohne zusätzliches Leistungsangebot
    • Fahrzeugwechsel
    • Todesfall
    • Änderung der Versicherungsbedingungen oder Tarifmerkmale
    • Änderung der Verwendung des Fahrzeugs

Darf ich meinen Versicherungsvertrag auch ohne Angabe von Gründen kündigen?

Bei einer ordentlichen Vertragskündigung müssen Sie keine Gründe angeben. Im Fall einer außerordentlichen Kündigung, muss aus dem Kündigungsschreiben hervorgehen, aus welchen Gründen der Versicherungsvertrag beendet werden soll. 

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Stichtag und Fristen für die Kündigung

Grundsätzlich besteht jährlich zum 31. Dezember die Möglichkeit, den aktuellen Kfz-Versicherungsvertrag zu beenden. Wenn keine Kündigung beim Versicherer eingeht, verlängert sich der aktuelle Vertrag um ein weiteres Jahr. 

Die Stichtagsregelung im Rahmen der ordentlichen Kündigung: 

Hauptfälligkeit: 1. Januar – Kündigungstermin: 30. November des Vorjahres 
Hauptfälligkeit: 1. März – Kündigungstermin: 31. Januar 

Die vorgeschriebenen Kündigungsfristen sind unbedingt einzuhalten. In diesem Zusammenhang ist entscheidend, wann die Vertragskündigung beim Kfz-Versicherer eingeht (Datum-Eingangsstempel). 

Kann ich mich darauf verlassen, dass jeder Versicherer den gleichen Stichtag für die Kündigung hat? 

Nein. In der Regel kann einen Monat zum Ende des Versicherungsjahres gekündigt werden (Stichtag 30. November). Das Kfz-Versicherungsjahr endet bei den meisten Verträgen am 31. Dezember. Einige Versicherungsgesellschaften bieten jedoch auch Versicherungsverträge mit unterjähriger Laufzeit an. In solchen Fällen ist die Vertragslaufzeit unabhängig vom normalen Kalenderjahr, das heißt beispielsweise vom 1. September bis zum 31. August des folgenden Jahres. 

Wann kann ich kündigen, wenn ich ein Saisonkennzeichen habe

Hier liegt die Hauptfälligkeit auf dem jeweiligen Saisonbeginn. Auch in diesem Fall haben Sie eine einmonatige Kündigungsfrist.

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Die korrekte Form der Kündigung

Die Kündigung des aktuellen Kfz-Versicherungsvertrages muss in schriftlicher Form erfolgen, sei es per Telefax oder Brief. Des Weiteren muss die Kündigung vom Versicherungsnehmer unterzeichnet sein. Wenn Sie die Kündigung per Brief absenden möchten, empfehlen wir die Kündigung als „Einschreiben gegen Rückschein“ zu versenden. Wenn Sie die Vertragskündigung faxen, heben Sie den Sendebericht als Nachweis für Ihre Unterlagen auf. 

Einige Kfz-Versicherer bieten zudem die Möglichkeit, per E-Mail zu kündigen. Prüfen Sie hierfür genau Ihre Versicherungsunterlagen und die Vertragsbedingungen. Die „Kündigung in Textform“ besagt, dass Sie auch per E-Mail kündigen dürfen. Bei der „Kündigung in Schriftform“ ist ein unterschriebenes Schriftstück notwendig. 

Angaben und Inhalt des Kündigungsschreibens

Das Kündigungsschreiben für die Kfz-Versicherung muss folgende Angaben enthalten: 

  • Name und Anschrift
  • Kennzeichen des Fahrzeugs
  • Adresse des Kfz-Versicherers
  • Versicherungsnummer
  • Datum
  • Unterschrift des Versicherungsnehmers

Tipp: Vermerken Sie in Ihrem Kündigungsschreiben, ob Sie von einem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. Bitten Sie zudem immer um eine kurze Eingangsbestätigung Ihrer Vertragskündigung. So sind Sie garantiert immer auf der sicheren Seite! 

Kann der Kfz-Versicherungsvertrag telefonisch gekündigt werden?

Nein. Die Kündigung der Kfz-Versicherung bedarf immer der Schriftform, also per Telefax oder Brief. Einige Versicherer akzeptieren auch eine Vertragskündigung per E-Mail.

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Informationen zum Sonderkündigungsrecht

In einigen Fällen ist es möglich, den Kfz-Versicherungsvertrag außerordentlich zu kündigen. Hierfür braucht es allerdings eine besondere Begründung. 

  1. Beitragserhöhung: 
    Der Versicherer muss Sie über eine Erhöhung der Versicherungsprämie schriftlich informieren. Wenn eine Beitragserhöhung ohne gleichzeitige Leistungsanpassung stattfindet, können Sie den Vertrag kündigen. Nach Erhalt des Schreibens über die Beitragsanpassung haben Sie eine Kündigungsfrist von vier Wochen.
  2. Schadenfall: 
    Wenn Sie mit Ihrem Fahrzeug einen Unfallschaden hatten, dürfen Sie Ihr Sonderkündigungsrecht in Anspruch nehmen und den Versicherer wechseln. Innerhalb einer 4-wöchigen Kündigungsfrist nach Abschluss der Verhandlungen mit dem Unfallgegner können Sie aus dem aktuellen Vertrag aussteigen.
  3. Fahrzeugwechsel: 
    Die aktuelle Kfz-Versicherung bezieht sich immer auf Ihr aktuelles Auto. Wenn Sie ein neues Fahrzeug erwerben, haben Sie die Möglichkeit auch einen neuen Versicherungsvertrag abzuschließen. Sobald das alte Fahrzeug verkauft und abgemeldet ist, ergeht ein entsprechender Hinweis von der Kfz-Zulassungsbehörde an den Versicherer. Sie brauchen also nicht mehr gesondert zu kündigen. Des Weiteren haben Sie die Möglichkeit, die bereits geleistete Versicherungsprämie anteilig zurückzufordern. 

    Achtung: Wenn Sie das Fahrzeug lediglich stilllegen und abmelden, sind nicht alle Kfz-Versicherer dazu bereit, die restliche Prämie zurückzuerstatten. Ein neu gekauftes Fahrzeug benötigt natürlich auch einen ausreichenden Versicherungsschutz. Ihren neuen Kfz-Versicherer dürfen Sie frei auswählen.
  4. Änderung und Anpassung der Vertragsbedingungen: 
    Sie dürfen Ihr Sonderkündigungsrecht in Anspruch nehmen, wenn der Versicherer seine Vertragsbedingungen abändert oder anpasst. Dieses Recht haben Sie auch dann, wenn die Anpassung aufgrund einer Gesetzesänderung erfolgt. In einem solchen Fall können Sie Ihren aktuellen Versicherungsvertrag vor Ende des Versicherungsjahres kündigen.
Autowelt - Delle in der Tür - Kfz Versicherung kündigen im Schadensfall
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Kündigung durch den Versicherer – mögliche Gründe und Ursachen

Nicht nur der Versicherungsnehmer hat ein Kündigungsrecht, sondern auch der Versicherer kann einen Vertrag ordentlich oder außerordentlich beenden. Zum Ablauf der Versicherungsperiode hat jeder Versicherer ein ordentliches Kündigungsrecht. Die Kündigung muss dem Versicherungsnehmer innerhalb der gültigen Kündigungsfrist in schriftlicher Form zugehen. 

Mögliche Gründe für eine Vertragskündigung seitens des Versicherers: 

  • Falsche Angaben im Versicherungsantrag 
    Spätestens nach einem Schadensfall stellt sich heraus, ob ein Versicherungsnehmer unwahre Angaben gemacht hat. Falsche Angaben bezüglich des Kilometerstands oder des Fahrers können eine Vertragsstrafe oder sogar eine Vertragskündigung nach sich ziehen.
  • Unregelmäßigkeiten in der Zahlung des Versicherungsbeitrags 
    Wenn der fällige Erstbeitrag nicht pünktlich oder vollständig gezahlt wird, tritt die Kfz-Versicherung gar nicht erst in Kraft. Wer mit der Zahlung der Versicherungsprämie in Rückstand gerät, muss mit einer Vertragskündigung rechnen. Oftmals geht es nur um eine sehr kurze Zeitspanne zwischen der Zahlung und der Mahnung des Versicherers.
  • Nach einem Schadensfall 
    Im Anschluss an eine Schadensregulierung kommt es oftmals zu einer Vertragskündigung. Auch der Versicherer darf in einem solchen Fall den Vertrag kündigen.
  • Der Versicherungsnehmer hat seine Pflicht als Fahrer missachtet 
    Wenn der Versicherungsnehmer eine vertraglich vereinbarte Pflicht bezüglich des Fahrzeuggebrauchs missachtet hat, rechtfertigt das eine sofortige Kündigung. In diesem Zusammenhang geht es beispielsweise darum, dass nur eingetragene und somit berechtigte Fahrer ein Auto fahren dürfen. Ebenso muss eine gültige Fahrerlaubnis vorliegen. Des Weiteren ist Drogenkonsum und Alkohol am Steuer verboten und kann auch von Seiten des Versicherers mit einer Vertragskündigung bestraft werden.
  • Das Fahrzeug wird zweckentfremdet, zwangsversteigert oder verkauft 
    In jedem Versicherungsvertrag wird konkret festgehalten, in welcher Art und Weise das Auto genutzt wird. Wenn sich diese ursprünglich vereinbarte Verwendung ändert, darf der Kfz-Versicherer fristlos kündigen.
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Was geschieht mit meiner Kfz-Versicherung im Fall eines Umzugs, Todesfalls oder einer Fahrzeugverschrottung?

Wenn Sie dauerhaft ins Ausland ziehen, müssen Sie das Fahrzeug in Deutschland abmelden und an Ihrem neuen Wohnort erneut anmelden. Für diese Ummeldung haben Sie eine sechsmonatige Frist. Bitte berücksichtigen Sie die individuellen Regelungen die einzelnen Länder: In einigen Fällen kann die Frist auch kürzer sein. Vermeiden Sie auf diese Weise unnötige Bußgelder. Sobald Sie Ihr Fahrzeug im neuen Land angemeldet haben, kann es dort ganz normal versichert werden. 

Die Kfz-Versicherung endet nicht automatisch, wenn der Fahrzeughalter stirbt. Die Versicherung bezieht sich auf das Fahrzeug und nicht auf den Fahrer. Im Todesfall geht die Kfz-Versicherung also auf die Erben über. 

Im Fall einer Verschrottung muss das Fahrzeug abgemeldet werden. Sobald es abgemeldet wurde, ergeht ein entsprechender Hinweis von der Kfz-Zulassungsbehörde an den Versicherer. Wenn Sie nicht binnen zwei Wochen ein neues Fahrzeug anmelden, beginnt eine sogenannte „Ruheversicherung“. Das heißt, dass ab der Abmeldung des alten Autos keine Versicherungsbeiträge mehr in Rechnung gestellt werden. Die Ruheversicherung hält höchstens 18 Monate an. Anschließend läuft der Kfz-Versicherungsvertrag einfach aus. 

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Welche Voraussetzungen sollte eine neue Kfz-Versicherung erfüllen?

  1. Hohe Deckungssumme in der Kfz-Haftpflicht: 
    Die Kfz-Versicherung haftet, wenn ein Unfall verursacht wurde und andere dabei zu Schaden gekommen sind.
  2. Fahrerschutz: 
    Diese Leistung sichert den Fahrer des Fahrzeugs gegen materielle Schäden ab, wenn er einen Unfall verursacht hat.
  3. Wildunfälle und Marderbisse: 
    Diese Leistungen werden von der Teilkasko-Versicherung nicht abgedeckt, vor allem nicht in den preiswerten Basistarifen. Auf diese Versicherungsleistung sollten Sie jedoch auf keinen Fall verzichten.

    Tipp: Sichern Sie nicht nur Direktschäden an Schläuchen und Leitungen ab, sondern schließen Sie auch Folgeschäden mit ein. Denn gerade diese können rasch hohe Reparaturkosten verursachen.
  4. Vollkasko- oder Teilkasko-Versicherung: 
    Wählen Sie zusätzlich zur Haftpflichtversicherung eine Teilkasko- oder Vollkasko-Versicherung. Diese reguliert entstehende Schäden am Fahrzeug.
  5. Werkstattbindung: 
    Bei einer vertraglich vereinbarten Werkstattbindung, müssen Kfz-Schäden in der Partnerwerkstatt des Versicherers repariert werden. Die Werkstattbindung wirkt sich jedoch positiv auf die Versicherungsprämie aus: In vielen Fällen gewähren Versicherer Rabatte. Des Weiteren erhalten Sie vom Versicherer bis zu drei Jahre Garantie auf erfolgte Werkstattreparaturen und weitere Services.
  6. Selbstbeteiligung: 
    Wenn Sie im Schadensfall dazu bereit sind, einen Teil der anfallenden Kosten selbst zu tragen, kann sich das günstig auf den Versicherungsbeitrag auswirken. Auch wenn sie kleinere Bagatellschäden aus eigener Tasche finanzieren, vermeiden Sie somit eine Rückstufung in eine schlechtere Schadensfreiheitsklasse. Die Selbstbeteiligung können Sie sowohl in der Vollkasko, als auch in der Teilkasko-Versicherung vereinbaren. Die Höhe dieser Selbstbeteiligung dürfen Sie individuell festsetzen.
  7. Optimaler Versicherungsschutz: 
    Besonders empfehlenswert ist ein Kfz-Schutzbrief, der Hilfeleistungen bei Unfällen, Pannen sowie Diebstählen im Inland und Ausland miteinschließt.
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