Mofa Versicherung: Für Mofas, Mopeds, Roller & Co.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Mofaversicherung bietet einen Versicherungsschutz für Mofas, Roller oder Mopeds mit einem maximalen Hubraum von 50 Kubikzentimeter
  • Ebenso fallen S-Pedelecs und E-Bikes unter die Mofaversicherung. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit liegt hier bei 45 km/h. 
  • Der Versicherungsschutz ist auch für motorisierte Krankenfahrstühle, Rollstühle und elektronische Mobilitätshilfen verpflichtend, wenn die Höchstgeschwindigkeit über 6 km/h liegt.
  • Die Haftpflichtversicherung ist der gesetzlich vorgeschriebene Basis-Schutz für das Fahrzeug. Die Haftpflicht reguliert Sach-, Personen- und Vermögensschäden. 
  • Im Idealfall wird die Haftpflichtversicherung mit einer Teilkasko-Versicherung kombiniert, um ein noch größeres Leistungsrepertoire abzudecken. 
  • Das Versicherungsjahr beginnt immer am 1. März, der Versicherungsschutz ist dann immer exakt für zwölf Monate gültig. Jährlich muss zum Beginn des neuen Versicherungsjahres ein neues Versicherungskennzeichen in der entsprechend gültigen Farbe beantragt werden. 

Mofa ist die gültige Abkürzung für ein motorisiertes Fahrrad. Ein Fahrrad gilt in Deutschland als Mofa, wenn es einen Hilfsmotor besitzt und damit eine Geschwindigkeit von bis zu 2 km/h erreichen kann. Dies ist auch gleichzeitig die Höchstgeschwindigkeit, die für ein Mofa zugelassen ist. Wer ein solches Mofa führen möchte, muss eine Fahrerlaubnis erwerben: Diese Prüfbescheinigung kann in Deutschland ab dem 15. Lebensjahr erworben werden. 

Wer sich mit dem Mofa auf öffentlichen Straßen fortbewegen möchte, braucht zudem ein gültiges Versicherungskennzeichen: Mit diesem Kennzeichen wird der Versicherungsschutz nachgewiesen. Der Schutz beginnt am Tag des Vertragsabschlusses und muss jährlich wieder neu bestellt werden. Auch die Farbe des Versicherungskennzeichens wechselt jährlich mit jeder Neubeantragung. 

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BLITZMERKER

Die Mofa Versicherung gilt auch für viele andere Fortbewegungsmittel wie motorisierte Krankenfahrstühle

Für welche Fahrzeuge brauche ich eine Mofa-/Moped- und Roller-Versicherung?

Eine Mofaversicherung ist nicht nur für Mofas gültig. Auch Mopeds mit einem Hubraum von 50 ccm sowie einer Höchstgeschwindigkeit von 45 sowie Kleinkrafträder mit einer Hubraumgröße von 50 ccm und einer Geschwindigkeit zwischen 45 bis 60 km/h fallen unter die Mofaversicherung. Sogar Leichtkraftfahrzeuge mit vier Rädern müssen hiermit versichert werden. 

Selbst für motorisierte Rollstühle, elektronische Mobilitätshilfen und motorisierte Krankenfahrstühle greift die Mofaversicherung. Auch Fahrräder, die mit einer elektronischen Anfahrtshilfe oder einer Tretunterstützung ausgestattet sind und eine Geschwindigkeit von bis zum 45 Km/h erreichen, können mit der Mofaversicherung wirksam versichert werden. 

Auf einen Blick – diese Fahrzeuge benötigen ein Versicherungskennzeichen: 

  • Mofas 
  • Mopeds 
  • Roller 
  • E-Bikes 
  • Motorisierte Krankenfahrstühle und Rollstühle mit einer Geschwindigkeit von 15 km/h 
  • S-Pedelecs mit Tretkraftunterstützung und einer Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h bis 45 km/h. 
  • Mobilitätshilfen mit einem elektronischen Antrieb 
  • Kleinkrafträder: Die zulässige Höchstgeschwindigkeit liegt zwischen 45 km/h und 60 km/h. 
  • Leichtkraftfahrzeuge wie beispielsweise Mini-Autos oder Quads: Leergewicht bis 350 Kilogramm. Maximale Geschwindigkeit bis 45 km/h. 
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Welche Unterlagen brauche ich für den Abschluss einer Mofaversicherung?

Beim Abschluss des Versicherungsvertrages für das Mofa muss vor allem die Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) für das Fahrzeug vorgelegt werden. Diese erhält der Käufer beim Kauf des Fahrzeugs. Die Betriebserlaubnis enthält sehr wichtige Angaben wie: 

  • Fahrzeug-Identifikationsnummer (Fahrgestellnummer) 
  • Hersteller 
  • Antriebsart 
  • Baujahr des Fahrzeugs. 
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Wann beginnt der Versicherungsschutz für Roller & Co. und wie lange gilt er?

Jährlich startet zum 1. März das Versicherungsjahr für Mofas, Roller, Mopeds, E-Bikes und ähnliche versicherungspflichtige Fahrzeuge.

Der Versicherungsschutz muss jedoch nicht zu diesem Datum beginnen.

Startet der Versicherungsvertrag später, beispielsweise am 1. Juni, muss der Beitrag für die Mofa Versicherung nur anteilig bezahlt werden. Ganz egal, wann Sie Ihr Versicherungskennzeichen bestellen: Ihr Versicherungsschutz und das Kennzeichen sind immer bis zum 28. beziehungsweise 29. Februar des darauffolgenden Jahres gültig. 

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Mofaversicherung Vergleich: Das sind die Leistungen der Haftpflicht und Teilkasko

Die Haftpflichtversicherung: 

Die Haftpflichtversicherung ist gesetzlich für jedes Fahrzeug vorgeschrieben, das im öffentlichen Straßenverkehr geführt wird. Die Haftpflichtversicherung bietet den grundlegenden Versicherungsschutz und reguliert Schadensansprüche gegenüber Dritten, wenn der Schaden durch den Gebrauch des eigenen Fahrzeugs entstanden ist. Die Haftpflicht kommt sowohl für Sachschäden, Personenschäden als auch für Vermögensschäden auf. Somit deckt die Haftpflicht nicht nur durch den Eigentümer und Halter verursachte Schäden ab, sondern auch Schäden, die durch den jeweiligen Fahrer entstehen. 

Die Teilkasko-Versicherung: 

Eine Teilkasko schützt Ihr Fahrzeug gegen folgende Schäden: 

  • Explosionen und Brand 
  • Naturgewalten wie Blitzschlag, Hagel- und Sturmschäden 
  • Glasbruch 
  • Wildunfälle 
  • Kurzschluss und Überschwemmung 
  • Diebstahl
  • Schäden durch Tierbiss
  • Schlossaustausch nach Schlüsselverlust
  • Schäden bei der Benutzung von Fähren
  • Neu-/Kaufpreisentschädigung bei Totalschaden oder Diebstahl in ersten 12 Monaten

Der Diebstahlschutz ist eine sehr wichtige Leistung, die unbedingt im Versicherungsschutz miteinbegriffen sein sollte. Wer zusätzlich zur Haftpflichtversicherung eine Teilkasko-Versicherung abschließt, versichert sein Mofa oder Moped gleichzeitig auch gegen Diebstahl. 

Eine Vollkasko-Versicherung gibt es für Mopeds und Co. nicht.

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Kosten Mofaversicherung: Junge Fahrer zahlen oft etwas mehr 

Die genauen Kosten für die Mofa Versicherung sind hauptsächlich von drei Kriterien abhängig: Dem Alter des Fahrers, dem Zeitpunkt des Einstiegs in das Versicherungsjahr sowie vom Versicherungsumfang.

Viele Versicherungsanbieter verlangen bei jungen Fahrern (in der Regel bis zu 23 Jahre) eine etwas höhere Prämie, um das statistische erhöhte Risiko in dieser Nutzergruppe auszugleichen. Das haben Sie natürlich nicht selbst in der Hand. Allerdings können Sie den Versicherungsbeitrag selbst etwas minimieren, wenn Sie zum Bespiel nicht schon zu Beginn des Versicherungsjahres im März in die Saison starten, sondern vielleicht die milderen Frühlingstemperaturen im Mai abwarten. Dann haben Sie bereits anteilig 2 Monate Beitrag gespart.

Und schließlich können Sie durch die Wahl der Versicherungsleistungen Einfluss auf Ihre Prämie nehmen: Prüfen Sie, ob Ihnen bereits eine Haftpflichtversicherung genügt oder Sie auch Teilkasko-Leistungen in Anspruch nehmen möchten.

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Können auch 15-Jährige schon eine Versicherung abschließen?

Mit dem Mofa-Führerschein ab 15 Jahren ist der Weg frei zur Mobilität. Mit bestandener Fahrprüfung wächst meist der Wunsch nach einem eigenen Mofa. Doch Halt! Schließlich sind Jugendliche unter 18 Jahren noch nicht voll geschäftsfähig. Selbst wenn sie das Geld für ein Mofa selbst zusammengespart haben, offiziell erwerben dürfen sie es nur mit Zustimmung der Eltern. Dies gilt im Prinzip auch für den Abschluss einer Versicherung. Da die Mofa-Versicherung aber in der Regel nur einen mittleren zweistelligen Betrag einnimmt, kann hier der so genannte Taschengeldparagraf (§110 BGB) herangezogen werden. Dieser besagt, dass auch Minderjährige im Alter von 7 bis 17 Jahren wirksame Verträge eingehen können, wenn die Prämien dafür mit finanziellen Mitteln bedient werden können, die unter 18-Jährigen zur Verfügung stehen. Bei der Allianz können Jugendliche auf dieser Rechtsbasis auch schon mit 15 eine Mofa-Versicherung selbst abschließen.

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Mofaversicherung Online – Kennzeichenfarbe, Gültigkeit und Wunschkennzeichen

Die Mofaversicherung gilt immer vom 1. März bis zum letzten Tag im Februar des folgenden Jahres. Ab diesem Stichtag startet die nächste Saison und die Gültigkeit des Kennzeichens läuft ab. Zum Start des neuen Versicherungsjahres muss also ein neues Versicherungskennzeichen beantragt werden. 

Man kann die Mofaversicherung auch später abschließen - wenn man die Versicherung erst ab 1.5. abschließt, kostet die Versicherung sogar weniger.

Die Farbe des Kennzeichens lässt nach außen hin deutlich erkennen, ob das Versicherungskennzeichen noch gültig ist oder ob der Versicherungsschutz bereits abgelaufen ist. In der Mofaversicherung gibt es immer einen Wechsel zwischen den Farben Grün, Blau und Schwarz. In der Saison 2018 war das Versicherungskennzeichen blau. Im  Versicherungsjahr 2019 ist das Versicherungskennzeichen wieder grün. 

Ein Versicherungskennzeichen für ein Mofa, Moped, Roller, E-Bike oder ein ähnliches Fahrzeug besteht aus drei Ziffern in der ersten Zeile und drei Buchstaben in der zweiten Zeile. Anhand dieser Kombination der Buchstaben können Behörden rasch herausfinden, bei welcher Versicherungsgesellschaft eine Police für das Fahrzeug abgeschlossen wurde. Ein Wunschkennzeichen für das Mofa ist somit nicht ohne Weiteres möglich. 

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Kann ich ein Mofa auch ohne Papiere versichern?

Da steht Opas alte Simson KR 51 dunkelblau lackiert und top in Schuss in der Scheune und fristet ihr Schattendasein. Leider gibt es keine offiziellen Papiere mehr für die treue „Schwalbe“. Wie lässt sich das Mofa nun trotzdem zurück auf die Straße bringen?

Damit Fahrzeuge in Deutschland fahren dürfen, müssen sie eine so genannte Betriebserlaubnis haben. Für ältere Fahrzeuge, die zum Teil in der DDR erstmals zugelassen wurden oder bei denen die Papiere nach Stillegung nicht mehr vorhanden sind, kann die Betriebserlaubnis neu ausgestellt werden. Ansprechpartner ist das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA). Hier können Sie eine neue Betriebserlaubnis beantragen.

Alternativ können Sie das Fahrzeug zum TÜV bringen, der nach einem Check die Betriebserlaubnis neu ausstellt. Die Betriebserlaubnis enthält Angaben zu Hersteller, Fahrzeug-Identifikationsnummer, Antriebsart und Baujahr, die Sie auf jeden Fall für den Abschluss einer Versicherung nachweisen müssen.

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Mofa, Moped oder Roller: Versicherung ummelden oder kündigen

Eine Umschreibung oder Ummeldung einer vorhandenen Versicherung auf ein anderes Fahrzeug ist nicht erlaubt. Wird das Mofa gewechselt, muss ein neues Kennzeichen beantragt und bei der zuständigen Behörde registriert werden. 

Eine Kündigung der Mofa Versicherung ist nicht möglich, sie endet automatisch. Es handelt sich hierbei um eine Ablaufpolice. Auch erwähnenswert ist, dass es kein außerordentliches Kündigungsrecht (Sonderkündigung) im Schadensfall oder nach einer Beitragserhöhung gibt.

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