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Das Wichtigste in Kürze

Der Motor-Roller! Für viele Jugendliche der Einstieg in den selbstbestimmten, nicht mehr von öffentlichen Verkehrsmitteln abhängigen Verkehrsalltag. Doch auch immer mehr Erwachsene erkennen die Vorteile des praktischen Gefährts: Die Wendigkeit im Stadtverkehr, keine lästige Parkplatzsuche sowie die im Vergleich zum Auto geringen Unterhalts- und Instandhaltungskosten lassen den Benzin- bzw. Elektroroller zur echten Alternative zum Auto werden. Roller gibt es mit verschiedenen BauweisenMotorisierungsarten sowie mit unterschiedlicher Motorleistung. Typische Motorroller, wie sie in der Nachkriegszeit mit den Klassikern der Marke Vespa oder Lambretta bekannt wurden, haben keine festen Fahrzeugteile zwischen Lenker und Sattel verbaut.

Verkehrsrechtlich unterschieden werden folgende Rollertypen:

  • Mofaroller mit 49 cm³ Hubraum und 25 km/h
  • Roller mit 49 cm³ Hubraum und 45 km/h
  • Roller mit 125 cm³ Hubraum mit einer Leistung von max 15 PS
  • Großroller mit einem Hubraum von 250 cm³ bis 840 cm³ und einer maximalen Leistung  von 76 PS

Dieser Ratgeber klärt darüber auf, was beim Rollerfahren rund ums Thema Versicherung zu beachten ist.

  • Auch für Roller bis 50 ccm besteht Versicherungspflicht (Haftpflichtversicherung), auf eigenen Wunsch zusätzlich Teilkasko.
  • Die Haftpflichtversicherung leistet für die vom Versicherungsnehmer anderen zugefügten Schäden (Personen-, Sach- und Vermögensschäden)
  • Die Teilkaskoversicherung (TK) leistet auch bei Schäden am eigenen Fahrzeug (z. B. Elementarschaden, Marderbiss, Steinschlag) sowie bei Diebstahl.
  • Die Rollerversicherung gilt jeweils ein Versicherungsjahr (1. März bis Ende Februar) und muss jedes Jahr neu beantragt werden. Eine automatische Vertragsverlängerung gibt es nicht.
  • Das Versicherungskennzeichen wechselt jedes Jahr zwischen den Farben Blau, Grün, und Schwarz.
  • Der Roller muss nicht amtlich zugelassen werden, nicht zur Hauptuntersuchung (HU) und ist nicht Kfz-steuerpflichtig.
  • Die nötigen Angaben zur Beantragung des Versicherungskennzeichens lassen sich der Betriebserlaubnis des Rollers entnehmen.

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Ist die Roller Versicherung gesetzlich vorgeschrieben?

Für Kleinkrafträder wie Mofas, Mopeds und Roller mit einem Hubraum von maximal 50 ccm und einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h besteht Versicherungspflicht - zum Beispiel in Form einer Mofa-Versicherung  oder eben einer Rollerversicherung. Dabei handelt es sich um die sogenannte Haftpflichtversicherung. Damit sind Personen-, Sach- und Vermögensschäden abgesichert, die Sie mit Ihrem Roller bei Dritten verursachen könnten.

Wichtig: Falls Sie ohne gültiges Versicherungskennzeichen einen Schaden verursachen, müssen Sie komplett für diesen aufkommen (inkl. möglicher Schadensersatzleistungen). Übrigens erlischt der Versicherungsschutz, falls Sie am Roller nicht zulässige Veränderungen ausführen. Wie z. B. beim Roller „tunen“, um die eingetragene Höchstgeschwindigkeit zu überschreiten. 

Besteht für den Roller 50 ccm Zulassungspflicht und Steuerpflicht?

Nein, Sie müssen mit Ihrem Roller nicht zur amtlichen Zulassungsstelle und dort ein Kennzeichen beantragen. Die Versicherer geben das Versicherungskennzeichen direkt an Sie heraus. Sie müssen für den Roller auch keine Kfz-Steuer entrichten und mit dem Kleinkraftrad ebenfalls nicht zur Hauptuntersuchung (HU). 


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Welche Unterlagen brauche ich für die Roller-Versicherung?

Um Ihr Fahrzeug zu versichern, benötigen Sie diese Dokumente:

  • Ihr unterschriebener Versicherungsantrag
  • Eine Kopie Ihres Personalausweises
  • Eine Kopie der Allgemeinen Betriebserlaubnis Ihres Rollers
  • Die Übereinstimmungsbestätigung für die EG-Typengenehmigung
  • Deutsche Typgenehmigung
  • Betriebserlaubnis – TÜV

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Versicherungskennzeichen: Gültigkeit und Farbe?

Das Versicherungskennzeichen für die „Roller Versicherung 50 ccm“ ist keine behördliche Zulassung, sondern wird von der Versicherungsgesellschaft direkt ausgegeben.

Besonderheit Versicherungsjahr: Das Versicherungsjahr beginnt bei der Roller Versicherung nicht am 1. Januar, sondern stets am 1. März des aktuellen Jahres – und endet im darauf folgenden Jahr Ende Februar.

Besonderheit Kennzeichen: Die Farbe des Kennzeichens wechselt jährlich zwischen Blau (seit März 2018), Grün (ab 1. März 2019) und Schwarz (ab 1. März 2020).

Hinweis: Ein altes Versicherungsschild nach drei Jahren noch einmal zu verwenden, ist wegen der Jahresprägung am unteren Rand des Kennzeichens nicht möglich. Übrigens, „Wunschkennzeichen“ wie sie die amtliche Zulassungsstelle erteilen kann, sind beim Roller nicht möglich. 

Kennzeichen verloren oder gestohlen – was ist zu tun?

Die Diebstahlstatistik zeigt, dass gerade Kleinkrafträder beliebte Objekte für Langfinger sind. Doch auch Nummernschilder alleine werden gestohlen, um damit Missbrauch zu treiben.

Ein fehlendes Kennzeichen ist unverzüglich sowohl der Versicherung als auch der Polizeizu melden. Beides dient dazu, sich der Verantwortung zu entziehen, falls der Dieb mit dem Kennzeichen einen Schaden anrichtet.

Die Versicherung stellt Ihnen ein neues Kennzeichen aus und verrechnet die anteilig für das laufende Versicherungsjahr noch fällige Prämie mit der bereits gezahlten. 


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Die Leistungen in der Roller Versicherung

Zum Standardschutz der Haftpflichtversicherung besteht die Möglichkeit, sich darüber hinaus für eine Teilkasko- oder sogar Vollkaskoversicherung zu entscheiden.

Zunächst zur Haftpflichtversicherung: 

Die Roller Haftpflichtversicherung leistet bei Personen-, Sach- und Vermögensschäden und wehrt unberechtigte Ansprüche ab. Die Versicherungssumme sollte nicht zu knapp gewählt werden. 100 Millionen Euro für Personen-, Sach- und Vermögensschäden sowie maximal 15 Millionen Euro pro geschädigter Person sind übliche Größen. 

Die Roller Teilkaskoversicherung leistet auch bei Schäden am eigenen Fahrzeug, ausgelöst durch Naturgewalten wie zum Beispiel:

  • Wildunfall
  • Marderbiss
  • Steinschlag (Glasbruch)
  • Sturm, Hagel, Blitzschlag oder Überschwemmung
  • Brand oder Explosion
  • Kabelkurzschluss
  • Diebstahl des Rollers
  • Grobe Fahrlässigkeit

Da Kleinkrafträder oft in den Fokus von Langfingern geraten, ist die Teilkasko gerade bei neuen Rollern angeraten. Auch im Hinblick dessen, dass die Versicherungsbeiträge nur moderat ansteigen. 

Während die Roller Teilkasko durchaus gebräuchlich ist, kommt die Roller Vollkasko in der Praxis nur selten vor. Wie bei der Teilkasko wird auch bei der Vollkasko in der Regel eine Selbstbeteiligung vereinbart. 

Autowelt - Icon Roller Teilkasko

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Gilt die Roller-Versicherung im Ausland?

Um auch im Ausland gut abgesichert zu sein, benötigen Sie die grüne Versicherungskarte. Ihr Schutz erstreckt sich dann auf die im jeweiligen Land gültigen Mindestsummen – sofern diese höher sind als Ihre versicherte Schadenssumme.

Die grüne Versicherungskarte erhalten Sie von Ihrem Versicherer. Je nach Gesellschaft kann dafür eine Gebühr anfallen.


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Wie setzt sich der Roller Versicherungbeitrag zusammen?

Dass die Roller Versicherung Kosten verursacht, steht außer Frage. Hinsichtlich der Zusammensetzung dieser Kosten spielen im Gegensatz zur herkömmlichen Kfz-Versicherung nur wenige Faktoren eine Rolle. Es handelt sich vielmehr um Festbeträge, welche die Versicherer selbst festlegen – mit teilweise großen Unterschieden.

Entscheidend ist jedoch immer das Alter des Fahrers. So müssen beispielsweise unter 23-Jährige sowohl bei der Haftpflicht wie auch bei der optionalen Kaskoversicherung etwas tiefer in die Tasche greifen. Versicherungsumfang (TK, VK) und Laufzeit (zu Beginn des Versicherungsjahres, oder anteilig) sind ebenfalls kostenentscheidend.

Einen Schadensfreiheitsrabatt (SF-Klassen) gibt es bei der Roller Versicherung übrigens nicht – somit auch keine Rückstufung bei einem Schadensfall

Rollerversicherung vergleichen – was gilt es zu beachten?

Vor dem Abschluss einer Roller Versicherung empfiehlt sich der Vergleich über ein entsprechendes Portal im Internet. Dabei sollte aber nicht ausschließlich der Preis über den Zuschlag entscheiden. Wichtig ist, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Der Angebotsvergleich ist nur dann aussagekräftig, wenn die Deckungssummen und Leistungen der Versicherer übereinstimmen.

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Roller Versicherung umschreiben – so einfach geht's

Bei einem Verkauf des Rollers können Sie das Versicherungskennzeichen zurückgeben und erhalten die im Voraus gezahlten Versicherungsbeiträge anteilig zurück. Damit ist der Versicherungsvertrag für Sie hinfällig.

Beim „Roller Versicherung umschreiben“, tritt der neue Besitzer als Versicherungsnehmer ein. Das bedeutet, er zahlt die fürs laufende Versicherungsjahr anfallenden Beiträge. Sie hingegen bekommen die im Voraus gezahlten Beiträge erstattet.

Wichtig: Es wird dringend davon abgeraten, die Versicherung ohne Umschreibung an den neuen Besitzer zu übergeben – der lediglich die Beiträge übernimmt. Da der Roller weiterhin auf Sie laufen würde, müssten auch Sie für verursachte Schäden aufkommen. 

Die Rollerversicherung kündigen – für beide Vertragspartner möglich

Sowohl der Versicherer als auch der Versicherungsnehmer können unter bestimmten Voraussetzungen Ihre Versicherung kündigen.

Tritt zum Beispiel ein Schadensfall ein, können beide Seiten innerhalb eines Monats die Kündigung aussprechen.

Falls Sie als Versicherungsnehmer nachweislich Ihre Pflichten aus dem Versicherungsvertrag verletzen, kann der Versicherer kündigen. Bei einem Verkauf des Rollers ohne Umschreibung (siehe oben) besteht für Sie ebenfalls die Möglichkeit der Kündigung. 

Wie sieht es mit der Rückerstattung bei Stilllegung und Verkauf aus?

Falls Sie den Roller innerhalb des Versicherungsjahres stilllegen wollen, können Sie die Schilder dem Versicherer zurückgeben und erhalten bereits entrichtete Beiträge anteilig erstattet.

Das gilt auch für den Verkauf, wenn der Käufer die Versicherung nicht übernimmt. Will der neue Eigentümer hingegen die Roller Versicherung übernehmen, kann diese auf ihn umgeschrieben werden. Er zahlt dann anteilig die Beiträge für das restliche Versicherungsjahr. Sie als Verkäufer erhalten im Gegenzug die im Voraus entrichteten Beträge anteilig gutgeschrieben. 

Falls die Rollerversicherung nicht von einer der beiden Parteien gekündigt wird, bzw. Sie als Versicherungsnehmer, die Rollerversicherung nicht stilllegen oder auf eine andere Person überschreiben lassen – dann gilt die Rollerversicherung bis zum Ende des Versicherungsjahres. Also stets bis Ende des kommenden Februars.

Im Unterschied zur herkömmlichen Kfz-Haftpflichtversicherung oder Motorradversicherung verlängert sich die Rollerversicherung aber nicht automatisch um ein weiteres Jahr. Sie müssen beim Versicherer Ihrer Wahl ein neues Versicherungskennzeichen beantragen. 

Autowelt - Icon: Gültigkeitsdauer Roller versicherung

Unterscheidet sich eine Elektroroller Versicherung vom Verbrennungsmotor?

Nein, eine spezielle Elektro Roller bzw. Elektro Scooter Versicherung ist nicht notwendig. Nach der Zulassungsverordnung wird bei Fahrzeugen nach Hubraumgröße und Höchstgeschwindigkeit eingeteilt.

Es spielt demnach keine Rolle, ob der Roller von einem Elektromotor oder Verbrennungsmotor angetrieben wird. Da bei Verbrauchern das Umweltbewusstsein steigt, können sich beim Elektroroller im Hinblick auf den Wiederverkaufswert aber Vorteile ergeben. 

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