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Winterreifen: Mehr Sicherheit bei Eis und Schnee

Autowelt - Winterreifen: Autos unterwegs in Schneelandschaft

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Autowelt - Info-Icon

BLITZMERKER

Bei winterlichen Straßenverhältnissen sind Winterreifen in Deutschland Pflicht!

Der richtige Winterreifen: So finden Sie ihn

Was ist ein Winterreifen? Welche Eigenschaften kennzeichnen die richtige Bereifung in der kalten Jahreszeit? Fakt ist: Wer im Winter mit den falschen Reifen unterwegs ist, wird bestraft. Aber: Eine gesetzliche Defintion gibt es nicht. Immerhin: Es gibt ein paar Anhaltspunkte, an denen sich Autofahrer orientieren können, um auf Nummer sicher zu gehen. So erfüllen beispielsweise alle Reifen mit dem "M+S"-Zeichen die Voraussetzungen als Winterreifen. M+S steht für "mud and snow", englisch für Matsch und Schnee. Da auch Ganzjahresreifen oder Allwetterreifen dieses Zeichen tragen, sind auch diese Reifen bei Schnee und Eis erlaubt.

Doch es gibt noch weitere Erkennungsmerkmale:

Autowelt - Winterreifen: Reifenkennzeichnungen
  • Das sogenannte Alpine-Symbol (Schneeflocke mit drei Bergspitzen) kennzeichnet echte Winterreifen. Diese Reifen wurden einem Test unterzogen und erfüllen einen Mindeststandard.
  • Die Kennzeichnung M+S für „Matsch und Schnee“: Reifen, die dieses Symbol tragen, erfüllen in Deutschland die Eigenschaften für Winterreifen.
  • Das Schneeflocken-Symbol auf Reifen reicht ebenfalls aus, um der Winterreifenpflicht zu genügen. Allerdings ist das Zeichen mittlerweile veraltet.

Vorsicht: Reifen mit dem "M+S"-Zeichen oder einem Schneeflocken-Symbol werden von der Polizei zwar nicht beanstandet. Die Winterfähigkeit dieser Reifen allerdings ist damit nicht gewährleistet. Zu Ihrer eigenen Sicherheit sollten Sie daher Winterreifen verwenden, die das Schneeflocken-Symbol mit drei Bergspitzen tragen.

Autowelt - Kfz-Zulassungsschein: So finden Sie die Reifengröße

Welche Winterreifen übrigens auf Ihr Fahrzeug passen, steht zum Beispiel in der Zulassungsbescheinigung Teil 1 Ihres Fahrzeugs. Die Reifengröße finden Sie unter Punkten 15.1. und 15.2. Oder Sie achten auf die Reifenkennzeichnung an den Flanken Ihrer Reifen.

Kann ich auch runderneuerte Winterreifen verwenden?

Grundsätzlich sind runderneuerte Reifen erlaubt. Von "runderneuert" spricht man, wenn die abgefahrene Lauffläche erneuert wurde. Die Reifen sind an der Reifenflanke mit „R“, „retread“ oder „runderneuert“ gekennzeichnet. Alle Fabrikate brauchen eine TÜV-Zulassung und erfüllen damit die Mindestanforderungen an Sicherheit und Fahrtauglichkeit.

Darf ich alte und neue Winterreifen mischen?

Ja, das Mischen alter und neuer Reifen ist prinzipiell erlaubt. Allerdings sollten sich die Profiltiefen um höchstens zwei Millimeter unterscheiden. Die besseren Reifen gehören dabei auf die Hinterachse, denn diese ist für die Spurstabilität verantwortlich.

Autowelt - Winterreifen: Nahaufnahme Reifen auf Schnee
Autowelt - Rote Pfeile nach Rechts

Winterreifenpflicht in Deutschland: Das sagt das Gesetz

In Deutschland gilt seit dem Winter 2010 die sogenannte situative Winterreifenpflicht. Das heißt, Autos benötigen Winterreifen, wenn winterliche Straßenverhältnisse herrschen:

  • Schnee
  • Eis- und Reifglätte
  • Schneematsch

Es gibt also kein festgelegtes Datum, ab dem Winterreifen vorgeschrieben sind. Theoretisch können Sie auch im Winter mit Sommerreifen fahren, aber eben nur an Tagen mit schnee- und eisfreier Straße. Gegen die Straßenverkehrsordnung verstoßen Sie dann nicht.

Autowelt - trennstrich_950x3
Autowelt - Blauer Punkt: Winter- und Sommerreifen unterscheiden sich auch bei der Gummimischung!

Warum Sommerreifen im Winter nicht sicher sind

Der richtige Reifen zur richtigen Jahreszeit ist für die Sicherheit unerlässlich. Denn auch wenn man als Laie die Unterschiede zwischen Sommer- und Winterreifen vielleicht nicht sieht, man sollte sie nicht unterschätzen: Sie beeinflussen die Nasshaftung und das Bremsverhalten maßgeblich. Der Unterschied liegt vor allem in der Gummimischung und im Reifenprofil.

Die Gummimischung von Sommerreifen ist härter, weil die Reifen im Sommer höheren Temperaturen ausgesetzt sind. Bei Kälte aber werden die Reifen schnell zu hart, sie verlieren dadurch an Grip und Nasshaftung. Die Folge: Der Bremsweg bei Nässe wird länger. Deshalb ist die Gummimischung der Winterreifen weicher.

Das Profil der Winterreifen hat sogenannte Lamellen. Das sind viele kleine Einschnitte, die verhindern, dass das Fahrzeug auf Schnee und Eis schlittert. Das Profil der Sommerreifen dagegen kann Wasser besser verdrängen.

Sommer- und Winterreifen: Bremsverhalten im Vergleich

Sommer- und Winterreifen sind „Spezialisten“ für warm oder kalt. Das zeigt sich vor allem auch beim Bremsverhalten.

  • Je wärmer es ist, desto länger ist der Brems­weg mit Winterreifen. Bremsen bei 20 Grad beide Autos aus Tempo 90 km/h ab, stoppt das Fahrzeug mit Winterreifen erst zwei Meter später.
  • Im Winter hingegen, bei 5 Grad, kommt das Auto mit Sommerreifen fast fünf Meter später zum Stehen.
Autowelt - Winterreifen: Infografik Bremsweg

Quelle: Deutscher Verkehrssicherheitsrat e. V. (DVR)

Autowelt - Rote Pfeile nach Rechts

Fazit: Sommer- und Winterreifen sind speziell für die jeweilige Saison entwickelt und garantieren optimale Sicherheit. Winterkompletträder bieten neben der richtigen Gummimischung auch winteroptimierte Felgen.

Wie kann ich die Profiltiefe messen?

Die meisten Hersteller bauen in ihre Reifen sogenannte Tread Wear Indicators (TWI) ein. Diese Verschleißanzeiger sind als kleine Stege in den Profilrinnen angebracht. Auf diese Stellen weisen an der Reifenflanke die Buchstaben TWI oder das Logo des Herstellers hin. Ist das Reifenprofil bis zu diesen Stegen abgenutzt, ist die Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern erreicht und die Reifen müssen gewechselt werden.

Ansonsten können Sie auch Profiltiefenmesser zur Hilfe nehmen, selbst eine 1-Euro-Münze schafft Klarheit: Ist der äußere Goldrand der Münze nicht mehr zu sehen, hat Ihr Reifen noch etwa drei Millimeter Profil. Genau diese Profiltiefe empfehlen Experten.

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Winterreifen: 10 Regeln für mehr Sicherheit

Autowelt - Rote Klammer: Winterreifen sollten spätestens alle zehn Jahre erneuert werden!
Autowelt - Winterreifen: Symbol grüne Ampel
  1. „O bis O“-Regel beachten: Das ist eine bekannte Faustregel für den Reifenwechsel. Danach sollten von Oktober bis Ostern Winterreifen gefahren werden.
  2. Ab 7 Grad Sommerreifen: Bei Temperaturen über 7 Grad funktionieren Sommerreifen besser als Winterreifen.
  3. Profiltiefe 3 bis 4 mm: Winterreifen sollten eine Mindestprofiltiefe von 3 bis 4 Millimetern haben, auch wenn gesetzlich nur 1,6 Millimeter vorgeschrieben sind.
  4. Achsweise wechseln: Damit die Winterreifen gleichmäßig abgenutzt werden, sollte man sie von Winter zu Winter achsweise wechseln.
  5. Ein neuer Satz Reifen: Winterreifen sollten nach sieben, spätestens aber nach zehn Jahren erneuert werden.
Autowelt - Winterrreifen: Symbol rote Ampel
  1. Zu alte Reifen kaufen: Beim Kauf sollten die Winterreifen nicht älter als 3 Jahre alt sein.
  2. Reifenmix verwenden: Eine Kombination aus Sommer- und Winterreifen bedeutet eine unterschiedliche Griffigkeit und verringert die Sicherheit.
  3. Geschwindigkeits-Aufkleber entfernen: Liegt die Höchstgeschwindigkeit der Winterreifen unter der Höchstgeschwindigkeit des Autos, muss dafür ein Aufkleber im Blickfeld des Fahrers angebracht werden. Diesen Aufkleber nicht entfernen!
  4. Aluräder: Leichtmetallfelgen sind für Winterreifen besser geeignet, da sie der Korrosion eher standhalten. Daher haben Winterkompletträder in der Regel Alufelgen.
  5. Spikereifen aufziehen: Diese sind in Deutschland verboten!
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Diese Strafen drohen, wenn Sie die Winterreifenpflicht missachten

Wer bei Eis und Schnee mit Sommerreifen unterwegs ist und dabei erwischt wird, wird mit einem Bußgeld und Punkten in Flensburg bestraft.

Werden dabei andere Verkehrsteilnehmer behindert oder gefährdet, steigt das Bußgeld – etwa wenn das Auto liegenbleibt, quer steht oder wenn ein Unfall passiert. So sind die Strafen gestaffelt:

TatbestandBußgeldPunkte
Fahren mit Sommerreifen60 Euro1 Punkt
... und Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer80 Euro1 Punkt
...und Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer100 Euro1 Punkt
...und verursachen eines Unfalls120 Euro1 Punkt

Zahlt die Versicherung bei einem Unfall trotzdem?

Autowelt - Winterrreifen: Allianz-Logo mit grünem Haken

In der Regel zahlt Ihre Allianz Kfz-Versicherung den Schaden, den Sie anderen verursacht haben – auch wenn Sie im Winter mit Sommerreifen unterwegs waren. Bei der Kaskoversicherung kann aber geprüft werden, ob der Unfall daher rührte, dass Ihre Bereifung eine dauerhaft erhöhte Gefahr ist.

Ist dies der Fall, hat man es vorher nicht bei der Versicherung angezeigt und schädigt dann Dritte oder sich selbst, kann das teuer werden. Dann kann es nämlich sein, dass die Versicherung die Kosten nicht übernimmt, sondern sie sich teilweise vom Verursacher zurückholt. In der Regel sind hier bis zu 5.000 Euro Eigenanteil möglich. Bei den kurzen Wintereinbrüchen, die wir üblicherweise erleben, wird dies in der Regel aber nicht der Fall sein. Sie verlieren Ihren Schutz also nicht. Um jedoch auf der sicheren Seite zu sein, sollten Sie aber Winterbereifung aufziehen.

Stellen Sie allerdings Ansprüche an einen Unfallgegner, könnte es sein, dass Ihnen wegen der ungeeigneten Bereifung eine Mitschuld angerechnet wird. Denn ungeeignete Bereifung verlängert den Bremsweg Ihres Fahrzeugs und kann Ursache für Unfälle sein.

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Winterreifenpflicht in Europa: Was gilt in Österreich, Italien und der Schweiz?

Autowelt - Infografik – Winterreifenpflicht in Europa

In zehn europäischen Ländern, wie auch in Deutschland, herrscht eine situative Winterreifenpflicht. Dort dürfen Fahrzeughalter nur mit Winterreifen auf verschneite Straßen. In zehn anderen Ländern in Europa müssen hingegen während der gesamten kalten Jahreszeit die vorgeschriebenen Reifen aufgezogen werden. 

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