Rost entfernen, Auto pflegen: Hilfreiche Tipps und Hausmittel

Autowelt - Weißer, rostiger Oldtimer: Hier kommt Rost entfernen zu spät

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Oldtimer-Experten schwören auf den Einsatz von Rizinusöl, um ihr gutes Stück vor Rost zu bewahren. Weitere Hausmittel lernen Sie auf dieser Seite kennen.

Wie kann ich an meinem Auto Rost entfernen?

Wenn Sie Rost an Ihrem Auto entdecken, sollten Sie schnell handeln! Aus leichtem Flugrost werden sonst schnell hässliche Rostlöcher. Warten Sie nicht bis zum nächsten Frühjahrsputz oder bis Sie Ihr Auto verkaufen. Tipps, wie Sie an Ihrem Auto selbst Rost entfernen können, um größere Schäden zu vermeiden, erhalten Sie hier.

Wann immer Sie an Ihrem Auto Rost entfernen, sollten Sie besonders vorsichtig vorgehen. Wenn die betroffene Stelle nicht absolut sauber bearbeitet wird, dauert es höchstens eine Wintersaison, ehe genau dort die Korrosion wieder sichtbar wird.

Autowelt - Mann poliert mit Poliermaschine ein Auto - Hier gibt es noch keinen Flugrost

Ganz unkompliziert – Wie entferne ich Flugrost am Auto?

Das sind die Anzeichen: kleine braune Stellen zum Beispiel am Kofferraumdeckel oder den
Radkästen. Beim Darüberfahren mit den Fingern fühlt sich Flugrost rau an.

Das brauchen Sie:

  • ein sauberes, fusselfreies Tuch
  • Autopolitur

So geht‘s: Reinigen Sie die betroffenen Stellen an Ihrem Auto zunächst gründlich und entfernen Sie dann den Rost, indem Sie ihn mit einem fusselfreien Tuch und etwas Politur mit kreisenden Bewegungen wegpolieren. Übrigens: Sie sollten nur bei trockenem Wetter und Plustemperaturen Ihr Auto polieren.

Für erfahrene Hobbybastler – Was mache ich bei hartnäckigem Rost an meinem Auto?

Das sind die Anzeichen: Rost, der sich nicht mehr wegpolieren lässt, hat bereits das Blech des Autos angegriffen.

Das brauchen Sie:

  • Schleifpapier oder Rostradierer
  • Silikonentferner
  • Grundierung
  • Lack in der Autofarbe
  • Rostschutz

So geht‘s: Um den Rost am Auto zu entfernen, müssen Sie die Roststelle zuerst abschleifen. Dann wird die Stelle mit Silikonentferner gereinigt, bis nur noch das blanke Metall zu sehen ist. Bringen Sie anschließend die Grundierung auf, am besten mit einem Pinsel, und lassen Sie diese trocknen. Tragen Sie den Klarlack vorsichtig in mehreren Schichten auf. Warten Sie zwischen jeder Schicht, bis die Farbe durchgetrocknet ist. Sichern Sie die betroffene Stelle nach dem Lackieren mit Rostschutz. Tiefe Kratzer entfernen Sie übrigens ganz ähnlich. 

Autowelt - Steinschläge locken den Rost

Für Profis – Wie entferne ich Rost, wenn bereits tiefe Löcher vorhanden sind?

Das sind die Anzeichen: Im Blech des Autos haben sich deutlich sichtbare rostige Löcher oder Blasen gebildet, der Belag lässt sich mit dem Finger abblättern.

Das brauchen Sie:

  • Schleifpapier
  • Grundierung
  • Spachtelmasse
  • Lackspray in der Autofarbe
  • Rostschutz

So geht‘s: Schleifen Sie die Roststelle an Ihrem Auto sorgfältig ab und achten Sie darauf, dass Sie auch auf der Rückseite keine Rostansätze übersehen. Bringen Sie danach die Grundierung auf. Unebenheiten und Löcher werden im Anschluss mit einer speziellen Spachtelmasse für Autos geschlossen und mit Schleifpapier geglättet. Danach erneut grundieren und mit Lackspray den neuen Lack samt Rostschutzmittel auftragen. An nicht sichtbaren Stellen können Sie auch Klarlack verwenden. Übrigens: Felgen reinigen Sie ebenfalls bequem mit Schleifpapier und Silikonentferner, wenn die Felge lackiert ist und Sie schadhafte Stellen ausbessern möchten.

Autowelt - Oldtimer - Rost kann auch bei tiefen Löchern noch beseitigt werden

Für welche Art von Rost können die Hausmittel verwendet werden?

Manche Hobby-Bastler schwören auf Cola oder Zitronensäure, die den Rost entfernen sollen, andere auf Essig, Öl, Natron oder Backpulver. Was sich nach Zutaten aus der Küche anhört, hat an Ihrem Auto stets die gleiche Wirkung: Die Säure greift die Ablagerung an und nach einer langen, manchmal wirklich sehr langen Wartezeit kann die betroffene Stelle mit einem Tuch sauber gerieben werden. Allerdings kommt es stark auf das Mischungsverhältnis und den Säuregehalt des jeweiligen Hausmittels an.

Deshalb: Machen Sie damit Töpfe, Messer und Armaturen wieder blank, aber vertrauen Sie bei Ihrem Auto den entsprechenden Produkten aus dem Fachhandel, um Rost gründlich zu entfernen. Und wenn große Flächen am Fahrzeug von Rost befallen sind, sollten Sie unbedingt eine Fachwerkstatt aufsuchen, um sie entfernen zu lassen. Vor allem dann, wenn es um den Auspuff oder den Unterboden des Autos geht. Spätestens beim nächsten TÜV stochert Ihnen sonst der Prüfer mit seinem Schraubenzieher bis unter den Fahrersitz.

Autowelt - Gönnen Sie einem neuen Auto einen Garagenplatz

Rost vorbeugen – Was sind die 5 besten Tipps gegen Korrosion?

  1. Rost ist auf Dauer bei nahezu jedem Auto unvermeidbar. Sie können lediglich den Prozess mit guter Pflege hinauszögern, beispielsweise mit einer halbjährlichen Wachsbehandlung. Wer wirklich auf Nummer sicher gehen will, muss sich ein vollverzinktes Fahrzeug oder eines aus Aluminium kaufen.
  2. Parken Sie Ihr Fahrzeug in einer geschlossenen Garage. Dadurch verringert sich die Gefahr von Rostschäden in einem Zeitraum von 10 Jahren um über 50 Prozent.
  3. Buchen Sie in der Waschanlage die Optionen Unterbodenwäsche und Unterbodenschutz dazu. Diese zusätzlichen Kosten machen sich bezahlt.
  4. Streusalz im Winter setzt dem Lack an Ihrem Auto mächtig zu. Wenn Sie an kalten, schneereichen Tagen dennoch unterwegs sein müssen, fahren Sie am Abend an einem Autowaschplatz vorbei und spritzen Sie das Fahrzeug sorgfältig ab. Überhaupt ist ein schmutziges Auto anfälliger für Rost, weil die Karosserie unter dem Dreck länger feucht bleibt.
  5. Bessern Sie Steinschläge, Kratzer und Beulen möglichst schnell aus. Lassen Sie das am besten in einer Fachwerkstatt erledigen, weil die Mitarbeiter dort genau wissen, was zu tun ist.
  6. Übrigens: Feuchtigkeit im Auto kann ebenfalls Rost verursachen. Sollte also mal eine große Wasserflasche ausgelaufen sein, achten Sie darauf, die Stelle möglichst schnell wieder zu trocknen.

Was sind besonders gefährdete Roststellen?

Wie es bei den Menschen die Achillessehne gibt, gibt es auch am Auto Stellen, die besonders verwundbar sind und häufig rosten. Oft sind das Stellen, die man gar nicht sieht. Deshalb schauen Sie dort einmal nach:

[1] Innenseite der Motorhaube, [2] Innenseite der Heckklappe, [3] Wagenheberaufnahmen,
[4] Radkästen innen, [5] Tankdeckel innen, [6] Reserveradmulde,
[7] Verkleidung rund um Front- und Heckscheibe, [8] unter den Zierleisten

Autowelt - Infografik: besonders gefährdete Roststellen am Auto

Welche Autos können nicht rosten?

Ein Auto, dessen Karosserie komplett aus Aluminium gefertigt ist, ist gegen Rost immun, wie zum Beispiel der Jaguar XE, das erste Fahrzeug der Mittelklasse aus Vollaluminium, der Audi A2 oder der Audi A8. Dazu gibt es einige sehr teure Sportwagen, die auf Alu-Karosserien setzen, wie zum Beispiel der Audi R8, einige Aston Martins und Ferraris. Der Nachteil: Alu rostet zwar nicht, aber oxidiert mit der Zeit.

Ein verzinktes Auto rostet nahezu gar nicht, weil die Zinkschicht an den anfälligen Stellen zwischen Stahl und Lack eine Schutzschicht bildet. Allerdings ist dann der Stahl schwerer recycelbar, weswegen die Verzinkung nur noch sehr sparsam eingesetzt wird.

Gibt es eigentlich noch typische Rostlauben?

In den 1980er-Jahren hieß es, ein Alfa Romeo habe mehr Löcher als Blech. Die gute Nachricht: Seit etwa 15 Jahren bewegen sich alle großen Autohersteller auf einem etwa gleich hohen Niveau in Sachen Rostschutz. Die schlechte: So manche Rostlaube wird auch heute noch auf dem Gebrauchtwagenmarkt angeboten. Schauen Sie ganz besonders genau hin, wenn Sie sich für eines dieser Modelle interessieren und dieses Mitte der 1990er-Jahre gebaut wurde:

  • Chrysler Voyager
  • Mitsubishi Colt
  • Honda Accord
  • Toyota Corolla
  • Fiat Punto
  • Opel Astra
  • Renault Clio

(Quelle: Schwedisches Insitut für Korrosionsschutz)

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